So soll das Neubaugebiet auf den Basiliwiesen in Peiting aussehen.

Neubaugebiet auf den Basiliwiesen

Gehsteige für die Inklusion

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Peiting - Das Neubaugebiet auf den Basiliwiesen nimmt Gestalt an: Eine Ringstraße soll durch die Siedlung führen, die die Gemeinde schon bald erschließen will. Geplant ist außerdem eine Sackgasse in der Wohnsiedlung, die zirka 40 bis 50 Wohneinheiten umfasst.

Mit der verkehrstechnischen Erschließung hat sich jetzt der Peitinger Gemeinderat befasst. Insbesondere ging es um die Fußwege an der 30-er Zone. Die große Frage: Braucht es in dem Neubaugebiet tatsächlich Gehsteige?

Die Frage aufgeworfen hatte Gemeinderat Thomas Elste (Bündnis 90/Die Grünen). Er hatte in einer umfangreichen Recherche das Peitinger Gemeindegebiet ausgewertet – wo gibt es Fußwege. An welchen Straßen nicht. Er hat Bürger befragt: Wer nutzt den Fußweg? Wer geht ohnehin auf der Straße? Sein Fazit: Fußwege braucht es nicht. Im Sommer geht man auf der Straße, im Winter wird ohnehin der Schnee auf die Wege geräumt.

Die ökologische Seite dieser Ansicht: Im Falle der Basiliwiesen geht es um 600 Meter Fußweg. Bei einer Breite von 50 Zentimetern macht das „1200 Quadratmeter Fläche, die zusätzlich versiegelt ist“.

Nicht nur aus diesem Grund, war die Diskussion im Marktgemeinderat um die Gehwege kontrovers. Wird ein Gehsteig genutzt? Laufen die Leute trotz Gehsteig ohnehin auf der Straße: Die Meinungen gingen auseinander.

Schließlich waren auch viele Räte folgender Meinung. Ein Neubaugebiet ohne Gehsteig: Das geht gar nicht. „Zur Inklusion gehört auch ein Gehweg dazu, wo Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Gehwagen fahren können“, betonte Norbert Merk von der CSU.

Hinzu kommt: „Wir weisen eines der größten Neubaugebiete in letzter Zeit aus“, untermauerte Herwig Skalitza (CSU), dass auf eine bedeutende Anzahl an Familien in diesem Neubaugebiet eine noch bedeutendere Anzahl an Autos käme. Für Fußgänger ein Risiko.

Hinzu kommt ein praktischer Hinweis von Hermann Mödl (Bürgervereinigung): Die Versorgungsleitungen liegen im Gehweg. „Wenn irgendwas ist, kann man den aufreißen.“

Nicht nur aus diesem Grund, entschieden sich die Gemeinderäte für eine Ringstraße im Neubaugebiet mit – allerdings höhengleichem – Gehweg.

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