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Mit Böllern zerstören Unbekannte Hunde-Klos in Peiting. 

blinde zerstörungswut

Hunde-Klos in die Luft gesprengt

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Peiting - Eine echte Schweinerei haben Unbekannte zum wiederholten Mal in Peiting angerichtet. Abgesehen haben es die Täter auf Hunde-Klos. Dem Bauhofleiter Franz Multerer stinkt das ganz gewaltig.

Was sich diese Täter denken, ist mit normalem Menschenverstand kaum zu erschließen. Jedenfalls scheinen sie eine ausgeprägte Vorliebe für Hundekot zu haben – und sie bringen sich gern in Gefahr. Fäkalspritzer nicht ausgeschlossen.

Ende Oktober des vergangenen Jahres haben sie zum ersten Mal zugeschlagen und unterhalb des Windrads ein Hunde-Klo in die Luft gesprengt. „Da dachten wir noch an einen dummen Kinderstreich“, so der Peitinger Bauhof-Leiter Franz Multerer. Deshalb hätten die Mitarbeiter vor Weihnachten einfach ein neues Häusel aufgestellt. Doch in den vergangenen Wochen häufen sich die Attacken (wir berichteten). 

Kein Spaß, sondern Sachbeschädigung

Gestern hat es die Klo-Station auf dem beliebten Wanderweg entlang der Bahngleise Richtung Hohenpeißenberg erwischt. Es ist mittlerweile der dritte von 30 Kot-Behältern, den die Unbekannten zertört haben. „Das ist kein Jux und Tollerei mehr, sondern echte Sachbeschädigung“, schimpft Multerer. Immerhin kostet so eine Entsorgungsstation für die schwarzen Kot-Tüten 500 Euro.

Und das belastet nicht nur das Gemeindesäckel, auch Gassi-Geher wissen nicht mehr, wohin mit den vollen Tüten. „Wir kriegen ständig Anfragen, ob die Station am Windrad wieder aufgestellt wird. Die Leute haben sich einfach daran gewöhnt.“ Bis es soweit ist, legen Spazierengeher die Notdurft ihrer Vierbeiner einfach vor Ort am Boden ab. „Das ist natürlich kein Zustand“, so Multerer. Doch wenn die Hunde-Klos regelmäßig den Vandalen zum Opfer fallen, weiß er sich langsam keinen Rat mehr.

Rätselhaft ist auch, womit die Täter die massiven Blech-Kästen in die Luft sprengen.

Am Tatort finden sich zum Teil Reste von Silvester-Krachern, China-Böllern. „Außerdem ist das alles andere als ungefährlich“, warnt der Bauhof-Leiter. So könnten sich die selbsternannten Sprengmeister bei einer Detonation durch herumfliegende Einzelteile verletzen.

Die Polizei ermittelt

Ob es reine Zerstörungswut ist oder sich Hundehasser hinter den Vandalen verbergen, ist bislang noch unklar. Doch die Polizei ist auf jeden Fall eingeschaltet. „Ich habe Anzeige erstattet“, so Multerer. Dass die Übeltäter geschnappt werden, ist ihm aber gar nicht so wichtig. „Ich will einfach, dass das aufhört.“

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