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Der Geschmack zählt beim Peitinger Bierfestival.

1. Peitinger Bierfestival

Dem besonderen Bier auf der Spur

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So etwas hat es in Peiting und der Region noch nicht gegeben: Vom 6. bis zum 8. Oktober steigt in der Marktgemeinde das erste Bierfestival. Der Fokus liegt dabei auf Klasse statt Masse.

Peiting – Auf sein Bier, da lässt der Bayer so schnell nichts kommen. Der Gerstensaft zählt hierzulande schließlich dem Selbstverständnis nach zum Grundnahrungsmittel. Der Markt ist fest in der Hand der großen Brauereien. Dabei gibt es immer mehr regionale Alternativen. Seit 2013 etwa kredenzt und vertreibt der Peitinger Manuel Rößle in seiner Biermanufaktur Sparifankal eigene Sorten. Doch mit der Gewohnheit der Biertrinker sei das so eine Sache. „Viele gehen in den Getränkemarkt, wissen, wo die Kiste mit ihrem Stammbier steht und stehen damit nach ’ner halben Minute an der Kasse“, weiß der 29-Jährige. Was rechts oder links daneben stehe, sei egal. „Die regionalen Biere finden zu wenig Beachtung“, bedauert er.

Das wollen der Brauer und sein Bruder Stephan, der in Peiting die Kneipe Spix betreibt, mit dem geplanten Bierfestival ändern. Keine großen Marken, sondern Brauereien aus der näheren Umgebung und ihre Produkte stehen am Wochenende vom 6. bis zum 8. Oktober im Mittelpunkt des Events.

Ihre Teilnahme zugesagt haben das Schongauer Brauhaus, Craftbräu Dießen, die Schwangauer Schlossbrauerei, Dachsbräu Weilheim, das Starnberger Brauhaus, Giesinger Bräu München und Getränke Jocher. Auch die Altenstadter Maxbrauerei habe noch kurzfristig Interesse an einem Stand bekundet, freut sich Rößle. „Ich hoffe, das klappt.“ Je mehr Vielfalt, desto besser, findet der junge Brauer, der hauptberuflich in Andechs arbeitet. Er selbst werde neben einem Pale Ale, ein Bier mit Kürbisnote sowie mit dem „Bergwerk 0,3“ ein echtes Festbier anbieten, verrät er.

Manuel Rößle, Braumeister der Biermanufaktur in Peiting.

Die meisten Sorgen bereiteten den Organisatoren im Vorfeld weniger das Akquirieren der Teilnehmer als die Suche nach einem geeigneten Ort für ihr Festival. Ursprünglich hatten die Rößles den Hauptplatz im Blick, doch im Gemeinderat stieß dieses Ansinnen im März auf wenig Gegenliebe. Man fürchtete um die Belastung der Anwohner durch ein weiteres Fest. Statt in der Ortsmitte richten die beiden Brüder die Premiere des Bierfestivals nun mangels Alternativen auf dem eigenen Gelände aus. „Das hat immerhin den Vorteil, dass die Logistik schon da ist.“ Auf dem Parkplatz vor dem „Bergwerk“ in der Zechenstraße wird ein großes Festzelt errichtet, davor die Stände der Brauereien aufgebaut.

„Es ist schade, dass das im Gemeinderat so negativ aufgefasst wurde“, sagt Manuel Rößle. „Es wäre eine Belebung für das Zentrum gewesen.“ Zumal man kein „Sturzbesäufnis“ wolle, sondern die Vielfältigkeit des Bieres und der Geschmack im Vordergrund stehe, betont er. Das zeigt sich auch daran, dass Besucher normale Bierhumpen oder Masskrüge vergeblich suchen werden. Ausgeschenkt wird in eigens angefertigte Gläser mit 0,1, 0,2 und 0,3 Liter Inhalt, die vor Ort erworben werden können. Der Erlös komme der Feuerwehr und dem Ferienprogramm zugute, sagt Rößle.

Auch wenn sich am Festwochenende natürlich alles ums Bier dreht, auf ein Rahmenprogramm müssen die Besucher deshalb aber nicht verzichten. Eine Live-Band sorgt jeden Abend für Unterhaltung. Für die kleinen Gäste gibt es ein umfangreiches Kinderprogramm und ums leibliche Wohl kümmern sich das Barnsteiner’s, Bergwerk’s Catering und die Kneipe Spix, die zusätzlich mit kreativen Biercocktails aufwartet.

Am Freitag und Samstag beginnt das Bierfestival jeweils um 17 Uhr. Am Sonntag geht’s bereits um 11 Uhr los mit einem bayerischen Frühschoppen.

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