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Mit ihren Fahnenabordnungen zogen in Rottenbuch die Vereine in einem langen Zug zur Pfarrkirche Mariae Geburt.

100 Jahre Fest Patrona Bavariae

Zeichen der Hoffnung in Peiting

Mit einem feierlichen Pontifikalamt und der Marienweihe beging der Pfarrverband Franz Xaver das 100-jährige Jubiläum des Festes Patrona Bavariae. Für den imposanten Rahmen sorgten dabei einmal mehr die Fahnenabordnungen aus Böbing, Rottenbuch, Schönberg und Wildsteig sowie der Trommlerzug Rottenbuch, der den Kirchenzug anführte.

Rottenbuch Vor hundert Jahren führte Papst Benedikt XV. auf Bitten von König Ludwig III. das Fest der Gottesmutter als Beschützerin des Bayernlandes ein. „Damals wurde verankert, was längst tiefste Überzeugung unserer Vorfahren war,“ stellte Abt Barnabas Bögle vom Kloster Ettal deutlich heraus. Dass die Mutter Jesu unser aller Mutter und mächtigste Fürsprecherin bei ihrem Sohn ist. So steht die Mariensäule im Klosterhof in Rottenbuch nicht nur für den Pfarrverband, sondern gleichsam für das gesamte Dekanat Rottenbuch.

Und wie immer bei hohen Festen in der Mutterkirche des Ammertals kamen wiederum zahlreiche Gläubige von Peiting bis Oberammergau und darüber hinaus. Nicht nur der Feiertag ist 100 Jahre alt, auch der kostbare Wildsteiger Kelch „Patrona Bavariae“, den Abt Barnabas Bögle beim Gottesdienst verwendete. Die dankbare Pfarrgemeinde schenkte ihn einst ihrem hochwürdigen Herrn Leopold Baderhuber, der viel für die Ausstattung der Kirche St. Jakob getan hat und am 27. September 1908 die Lourdesgrotte einweihte.

Ein Juwel ebenso die Stimmen der Kirchenchöre des Pfarrverbandes unter Leitung von Kristine Kuzminskaite und Anton Guggemos an der Orgel. Sie sorgten diesmal mit der im Jahr 2007 von Hermann Angstenberger komponierten Missa Jubilate Deo für den äußerst festlichen musikalischen Rahmen.

Am Altar standen neben Abt Barnabas Bögle Pfarrer Josef Fegg, Prälat Georg Kirchmeir, Diakon Martin Mylius und Pastoralreferentin Maria Nußrainer. Vertreter der Gemeinden überbrachten die Bücher mit den Namen der Gläubigen, die sich in ganz besonderer Weise der Gottesmutter anvertrauen und weihen wollen.

Der Gottesmutter Maria weihte Abt Barnabas Bögle vor der Mariensäule den Pfarrverband Franz Xaver.

In seiner Predigt stellte Abt Barnabas Bögle die Botschaft der vier unterschiedlichen Marienbilder des Gotteshauses Mariae Geburt in den Mittelpunkt. Der prachtvolle Hochaltar mit Maria als Geschenk des Himmels sage aus, dass jeder Mensch von Gott gewollt und geliebt sei. „Über jeden von uns sagt Gott: Es ist gut, dass es dich gibt“. Das Bild der Mutter mit dem Kind, einst Herzstück des alten gotischen Hochaltars, zeige als Hüterin Jesu, dass das Leben gelinge, wenn man für andere da sei. „Das Leben eines Vaters, einer Mutter, wird in dem Maß ein glückliches Leben, wenn es Sorge um die Kinder ist.“ Es sei die Aufgabe der Eltern, dass sie ihren Kindern Jesus zeigen, zu ihm führen.

Das Bild der leidgeprüften Schmerzensmutter lehre, dass das Kreuz nicht Gottes letztes Wort ist, sondern das Leben und die Freude. Maria als Himmelskönigin am Deckenbild verdeutliche den Willen Gottes, dass jeder Mensch zu ihm in den Himmel zurückfindet. Abt Barnabas Bögle sagte darüber wörtlich: „Die Mutter Gottes, die Patrona Bavariae, ist uns für dieses ewige Leben bei Gott ein untrügliches Zeichen der Hoffnung.“ So zogen alle Gläubigen im Anschluss an den Gottesdienst hinaus zur Mariensäule, um den Pfarrverband der Muttergottes zu weihen.

Gerhard Heiß

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