Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde vor 15 Jahren am Hauptplatz südlich der Pfarrkirche der Gedenkstein an Adolph Kolping enthüllt und von Pfarrer Helmut Kraus gesegnet. Zu der Feier kam auch Landespräses Rainer Boeck, links neben Pfarrer Kraus.
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Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde vor 15 Jahren am Hauptplatz südlich der Pfarrkirche der Gedenkstein an Adolph Kolping enthüllt und von Pfarrer Helmut Kraus gesegnet. Zu der Feier kam auch Landespräses Rainer Boeck, links neben Pfarrer Kraus.

Rückblick auf das vergangene schwierige Jahr der Peitinger Kolpingsfamilie

„30 Jahre Seligsprechung“-Reise fällt wohl aus

Eine besondere Stärke von Gesellenvater Adolph Kolping waren Solidarität und Verantwortung füreinander. So unterstützt die Peitinger Kolpingsfamilie auch weiterhin die Maßnahmen, die Menschen schützen und Gesundheit erhalten wollen.

Peiting - Nicht nur die geplante Hauptversammlung der Kolpingsfamilie ist den Corona-Einschränkungen zum Opfer gefallen, auch die Romreise zu „30 Jahre Seligsprechung“ wird wahrscheinlich nicht stattfinden. „Wie dem auch sei, Kolping ist in unserer Marktgemeinde mit dem vor 15 Jahren geschaffenen Gedenkstein neben der Pfarrkirche allgegenwärtig“, sagt Altbürgermeister Michael Asam und weist auf die Bedeutung des Stützpfeilers der Pfarrei hin.

In seiner Amtszeit wurde auch der Fußweg entlang der Peitnach zwischen Meier- und Poststraße nach dem Gesellenvater benannt. Mit Adolph Kolping machten sich im vorigen Jahr gleichsam wieder 55 Wallfahrer bei strahlendem Sonnenschein von der Pfarrkirche St. Michael in Peiting aus zu Fuß auf den Weg in die Wies – erstmals mit Vorbeter Thomas Tralmer. Ludwig Kirchbichler, der diesen Bittgang über 38 Jahre lang bei jedem Wetter als Vorbeter geleitet hat, wurde dafür im Rundbrief der Bruderschaft zum Gegeißelten Heiland auf der Wies Dank und Anerkennung ausgesprochen.

Ein dickes Lob verdienen ebenso Thomas Tralmer und Vorstand Franz Breidenbach. Andreas Stöger dankt stellvertretend den beiden für die Mut und Hoffnung machenden Botschaften zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. So war es eine Erleichterung, das allen so wichtige Miteinander durch Distanz zu erleben. Dieses Miteinander in Distanz ist überlebensnotwendig und nicht trennend.

Geistlicher Beirat Thomas Tralmer stellte deutlich heraus, dass „Gott mitten unter uns ist und uns trägt“: „Das Gebet stärkt, richtet uns aus, stellt Jesus in die Mitte und verbindet uns über jede räumliche Trennung hinweg.“ Durch die Corona-Pandemie haben alle gemerkt, was wichtig sei im Leben: Gemeinschaft, Hilfsbereitschaft, Frieden und Gottvertrauen.

Dass den Peitingern an Gottes Segen gelegen ist, stellten die zahlreichen sauber gewaschenen und mit Blumen geschmückten Autos und Zweiräder bei der Fahrzeugsegnung im vergangenen Jahr unter Beweis. Während der Lockerungen im ersten Lockdown konnte man zudem bei einem Wochenendseminar an der Isar jungen Menschen Perspektiven eröffnen.

Von Maria Lutzenberger organisiert und inhaltlich gestaltet, gingen 14 Jugendliche der Frage „Demokratie, was hat das mit mir zu tun?“ nach. Die Jugendlichen erfuhren, dass Demokratie mit jedem einzelnen zu tun hat, weil es eine grundsätzliche Einstellung ist, wie man miteinander leben und umgehen möchte. Mit Spielen sorgte Franz Breidenbach für Motivation und Spaß. Da wurden auch Erinnerungen wach an den früheren Jugendpfarrer Georg März, der allzu früh im Alter von erst 48 Jahren in seinem Heimatort Lenggries verstarb. Zu seiner letzten Ruhestätte begleiten musste man auch Willi Fürst.

Gerhard Heiß

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