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40.000 Euro für vier Projekte: Hochland unterstützt Herzogsägmühle

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Von: Christoph Peters

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Übergabe: Barbara Scherdi (Kinderhilfe Oberland gGmbH, li.) nahm gemeinsam mit Markus Sinn (Diakonie Herzogsägmühle, re.) den symbolischen Spendenscheck von Hochland-Nachhaltigkeitsmanager Gernot Schleeh (2.v.l.) und Marco Wolter (Küchenchef Hochland-Werk Schongau) entgegen.
Übergabe: Barbara Scherdi (Kinderhilfe Oberland gGmbH, li.) nahm gemeinsam mit Markus Sinn (Diakonie Herzogsägmühle, re.) den symbolischen Spendenscheck von Hochland-Nachhaltigkeitsmanager Gernot Schleeh (2.v.l.) und Marco Wolter (Küchenchef Hochland-Werk Schongau) entgegen. © Hochland

Eine solche Spende erlebt man auch in Herzogsägmühle nicht alle Tage: Mit stolzen 40.000 Euro unterstützt das Unternehmen Hochland die Arbeit im Diakoniedorf. Wie es zu der großzügigen Finanzspritze kam.

Schongau/Peiting – Mit großen Summen kennt sich Wilfried Knorr aus, schließlich gehören Zahlen zum täglichen Brot, wenn man ein Unternehmen wie die Diakonie Herzogsägmühle leitet. Rund 100 Millionen Umsatz macht die Einrichtung jedes Jahr. Dass jemand einen Spendenscheck über 40 000 Euro vorbeibringt, erlebt freilich auch der Geschäftsführer nicht alle Tage. Erst recht nicht, wenn es sich dabei wie kürzlich mit Hochland um ein Unternehmen handelt. „Wir bekommen immer mal wieder größere Einzelspenden von Privatleuten oder Stiftungen. Aber solch eine hohe Summe von einer Firma ist eher ungewöhnlich“, sagt Knorr, den der unerwartete Geldsegen natürlich sehr freut.

Bereits seit einigen Jahren kooperieren beide Unternehmen

Hochland ist im Diakoniedorf freilich keine Unbekannte. Schon seit einigen Jahren besteht zwischen dem Schongauer Werk des Käseherstellers und der Diakonie Herzogsägmühle eine rege Partnerschaft. Angefangen habe alles 2018, blickt Nachhaltigkeitsmanager Gernot Schleeh zurück. Damals machte man sich bei Hochland Gedanken, wie man die Mitarbeiter beim Thema Nachhaltigkeit am besten mitnehmen könnte. Schnell reifte der Plan, beim Essen der Betriebskantine künftig verstärkt auf regionale Produkte zu setzen. Seitdem beziehe man Salat, Gemüse, Wurst und Fleisch von Herzogsägmühle, sagt Schleeh. Seit 2019 kommen auch die Backwaren für das Werk aus dem Diakoniedorf. Werden Geschenkkörbe für Jubiläen und Hochzeiten benötigt, setzt man bei Hochland ebenfalls auf das Angebot in Herzogsägmühle. Für beide Seiten sei die Partnerschaft ein Gewinn, freut sich Schleeh. Hochland profitiere von den hochwertigen regionalen Produkten, gleichzeitig gebe es auch eine soziale Komponente durch die Arbeit, die in Herzogsägmühle geleistet werde.

Genau die will man nun mit der Spende besonders unterstützen. Seit diesem Jahr verfolgt Hochland laut Schleeh eine neue Spendenstrategie, die es den einzelnen Standorten des weltweit agierenden Käseherstellers erlaubt, Vorhaben vor Ort zu fördern. Jeder im Team sei aufgefordert gewesen, Vorschläge zu liefern, so der Nachhaltigkeitsmanager.

Schleeh erkundigte sich in Herzogsägmühle, welche Projekte in Frage kommen könnten. Vier Ideen stellte er anschließend in der Sitzung des Spendengremiums vor. Das Ergebnis: Weil alle gleich großen Anklang fanden, entschloss man sich, jedes einzelne mit 10 000 Euro zu unterstützen.

Vier Projekte werden unterstützt

Dazu zählen der Wiederaufbau der Licht- und Wachsmanufaktur, die bekanntlich 2019 einem Brand zum Opfer gefallen war, die Anschaffung eines Treppenlifts für den integrativen Kindergarten der Kinderhilfe Oberland in Polling, das Projekt „Chancen ergreifen“, das Menschen mit Fluchthintergrund eine Ausbildung ermöglicht, und die tiergestützte Therapie.

Dass man das Geld gut gebrauchen kann, daran lässt Knorr keinen Zweifel. Ohne Spendengelder, die im Jahr rund 500 000 Euro ausmachen, würde es für sein Unternehmen lediglich zur schwarzen Null reichen, rechnet der Geschäftsführer vor. Nur mit diesen Einnahmen könnten zusätzliche Investitionen getätigt oder Angebote wie etwa die tiergestützte Therapie für Menschen finanziert werden, in deren Fall die Kostenträger nichts bezahlen, betont Knorr.

Freuen dürfte den Direktor der Herzogsägmühle deshalb, dass man bei Hochland das Engagement nicht als Eintagsfliege sieht. „Unser Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit der Herzogsägmühle weiter zu vertiefen und auszubauen und damit die wertvolle Arbeit der Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigungen zu unterstützen.“, betont Geschäftsführer Josef Stitzl.

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