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Neuer Plan fürs Marienheim: Der Gebäudeteil links vorne soll etwas kleiner werden. 

Abgespeckter Plan

„Zuckerl“ für die Gegner: Neubau des Marienheims in Peiting soll kleiner werden

  • Barbara Schlotterer-Fuchs
    vonBarbara Schlotterer-Fuchs
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Last-Minute-„Zuckerl“ für die Initiatoren des Marienheim-Bürgerbegehrens: Wenn der Gemeinderat heute Abend über die Zulässigkeit des Begehrens entscheidet, so geschieht dies unter geänderten Voraussetzungen was den Neubau betrifft. Die Arbeiterwohlfahrt zeigt guten Willen. Das neue Heim soll an einer Seite um zwölf Meter verkürzt und von 70 auf 62 Wohneinheiten eingedampft werden.

Peiting– Es ist die Seite des Marienheim-Neubaus am Bühlach, die in den Hang hineinragt: Sie soll um zwölf Meter verkürzt werden. Wegrationalisiert werden damit zwei Appartments und insgesamt acht der geplanten 70 Plätze für Bewohner. Ein Entgegenkommen der Arbeiterwohlfahrt sei das, so Bürgermeister Peter Ostenrieder, der einmal mehr das Gespräch mit dem Betreiber der Einrichtung gesucht hatte, um das voraussehbar zähe Ringen um eine Entscheidung am Dienstagabend zu erleichtern.

So wird es heute nicht nur um die Zulässigkeit des Bürgerentscheids gehen. Eine Entscheidung fallen soll auch, was die Finanzierung eines Phantom-Gerüsts betrifft, das die Initiatoren des Bürgerbegehrens fordern, um die Ausmaße des Neubaus am Bühlach aufzuzeigen.

Zahl der Bewohner um zehn Prozent reduziert

Mit der Verkleinerung des Baus habe es sich die AWO nicht leicht gemacht, unterstreicht Ostenrieder. Schließlich dürfe sich konzeptionell nichts ändern. „Man ist sehr bemüht“, ergänzt er aus seiner Erfahrung aus den permanenten Gesprächen, in denen man sich austausche. Ostenrieder wertet die Überarbeitung der Planung als „Signal“ seitens der AWO – schließlich hätte man die Bewohnerzahl um immerhin zehn Prozent reduziert. Er hofft darauf, „dass jeder a bissl kompromissbereit“ ist. Schließlich sei der Gebäudekomplex jetzt „weniger wuchtig. Klar, die Höhe lässt sich nicht vermeiden.“

An der Höhe scheiden sich die Geister

Ja, nur genau an dieser stoßen sich die Geister. An den neun Metern nach oben plus Dachaufbau lässt sich eben nicht rütteln. Daran ändern auch die fehlenden zwölf Meter hintenraus nichts. Mit fehlender Kompromissbereitschaft hat es freilich nichts zu tun, wenn der Sprecher der Intitiative gegen den Neubau auf Anfrage erklärt: „Für uns hat sich gar nichts geändert.“ Schließlich bleibe es bei der enormen Höhe des Baus, „das ist das Hauptproblem“, so Schleich. Weshalb die Initiative weiterhin auf den Bau eines Phantomgerüsts besteht. „Das ist natürlich nur relevant, wenn der Bürgerentscheid heute zugelassen wird“, betont er weiter.

Bürgerinitiative: „Für uns hat sich gar nichts geändert“

Ob es ein Phantomgerüst geben wird, und wer das bezahlen soll – Gemeinde oder Anlieger: Das ist bis zum heutigen Abend völlig unsicher. Sicher ist einzig und alleine: Falls der Gemeinderat heute einen Bürgerentscheid gegen den Neubau des Marienheims am Bühlach ablehnen sollte, „wäre das aus unserer Sicht ein Stoß vor den Kopf für die über tausend Bürger, die auf unserer Liste unterschrieben haben“, so Schleich.

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Bürgerbegehren: 1001 Unterschriften gegen Peitinger Baumarkt-Pläne.

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