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Die neue Ampel samt Vorfahrtsschild am Hirschvogeleck in Peiting. 

Achtung an Hirschvogeleck & Co.

Neue Verkehrsregeln in Peitings Ortsmitte

Erleichterung nicht nur bei den Geschäftsinhabern: Seit vergangenem Dienstag ist die Peitinger Ortsmitte wieder uneingeschränkt befahrbar. Allerdings ist die geänderte Vorfahrt am Hauptplatz zu beachten.

Peiting – „Was ist das denn? Sind wir jetzt in Österreich?“, fragt eine Passantin am Dienstag erstaunt, als sie die gelben Straßenmarkierungen am Hauptplatz in Peiting sieht.

Gerhard Habersetzer vom Marktbauamt kann in dieser Hinsicht beruhigen. Die auffällige gelbe Markierung soll lediglich die Autofahrer auf die geänderte Vorfahrtsregelung am Hirschvogeleck hinweisen. „Die gelben Markierungen bleiben vorläufig“, meint er. Im Gemeinderat wurde eine Testphase von einem Jahr vereinbart. Dann wird sich zeigen, ob die neuen Markierungen übernommen werden.

Verwirrend ist die neue Regelung für manche Autofahrer aber schon. Einige scheinen aus der Poststraße kommend und in die Schongauer Straße weiterfahrend oder umgekehrt, ihr neues Vorfahrtsglück kaum fassen zu können. Immer wieder bleiben Autos stehen und sorgen für kritische Situationen. Autofahrer, die aus Richtung Hauptplatz oder Müllerstraße kommen, halten an den neuen Stop-Schildern und fahren einfach weiter, wenn ein Fahrzeug auf der Vorfahrtsstraße stehenbleibt.

Die Durchfahrt in der Schongauer Straße ist wieder frei.

„Das ist gewöhnungsbedürftig“, sagt eine andere Passantin lachend. Das trifft wohl auch auf die neue Fußgänger-Ampel in der Poststraße zu. Die wenigsten drücken und warten, bis das grüne Signal kommt, sondern gehen einfach so über die Straße. „Beschwerden gab es bis jetzt noch keine“, so Gerhard Habersetzer über die neue Verkehrssituation. Er kann sich aber vorstellen, dass der eine oder andere aufgrund der geänderten Vorfahrt künftig den Hauptplatz meidet.

Das ist auch von der Gemeinde so gewollt: Der Durchgangsverkehr im Bereich zwischen Kirche und Rathaus soll dezimiert werden. 170 000 Euro hat die gesamte Baumaßnahme samt Erneuerung von Wasserleitungen, Kanalarbeiten und Asphaltierung gekostet. Die Arbeiten zur Vorfahrtsänderung mit Ampel, Markierungen und Beschilderung dürften dabei ungefähr mit 25 000 Euro zu Buche geschlagen haben, schätzt Habersetzer.

„Stop!“ heißt es vom Hauptplatz kommend.

Ob sich die neue Regelung durchsetzt und den gewünschten Erfolg bringt, bleibt jetzt abzuwarten. Die Geschäftsleute im Ortskern sind jedenfalls erleichtert. „Juhu, die Baustelle ist weg!“, heißt es auf einem Plakat vor dem Geschäft Kids & Style am Hauptplatz, wo das Ereignis mit einer zweitägigen Rabattaktion gefeiert wurde. Auch gegenüber bei Betten Weißenbach ist man froh, dass alles ausgestanden ist.

Eine offizielle Eröffnungsfeier für die durch die Baumaßnahme gesperrten Abschnitte am Hauptplatz ist allerdings nicht geplant, wie von Gerhard Habersetzer zu erfahren war.

Ursula Fröhlich

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