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Wer bei Air Berlin gebucht hat, muss umdisponieren. Ende Oktober stellt die Fluglinie ihren Flugbetrieb komplett ein. 

Air Berlin-Pleite

Ein Birkländer Vielflieger auf Irrwegen

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Stellen Sie sich vor, Sie buchen voller Vorfreude Flugtickets für Ihren Urlaub und plötzlich ist die Airline, mit der Sie fliegen, pleite. Passiert ist das Peter Ostenrieder aus Birkland. Den Peitinger CSU-Fraktionschef, der gerade seine freien Tage in den USA verbringt, hat die Air Berlin-Pleite voll erwischt. Wir sprachen mit ihm über eine ungewollte Stornierungsbestätigung, Hilfe aus Portugal und ob seine Teilnahme an der nächsten Gemeinderatssitzung jetzt in Gefahr ist.

-Herr Ostenrieder, in der bayerischen Heimat lässt sich’s gerade wunderbar aushalten. Der goldene Herbst lässt grüßen. Kann Florida da mithalten?

Natürlich, das Wetter hier in Key West ist ein Traum. 30 Grad, Sonne, da gibt’s wenig zu meckern.

-Das kann man über Ihre Fluglinie nicht sagen. Air Berlin hat am Sonntag den Flugbetrieb auf den Fernstrecken eingestellt. Wann haben Sie erfahren, dass Ihr Rückflug ins Wasser fällt?

Das kann ich Ihnen genau sagen. Es war gut eine Woche vor unserem Hinflug, und zwar am 29. September, dem ersten Tag der Oberland-Ausstellung. Da hat mir Air Berlin per E-Mail eine „Stornierungsbestätigung“ geschickt, worin es hieß, dass der Rückflug nicht mehr stattfinde.

-Der Hinflug war nicht betroffen?

Peter Ostenrieder ist ein Leidtragender der Air Berlin-Insolvenz.

Nein, wenn man mal davon absieht, dass es für uns nach Miami ging und nicht wie geplant nach Orlando. Die Flugverbindung dorthin hatte Air Berlin bereits zum 25. September eingestellt. Von der Umbuchung habe ich eine Woche vorher erfahren. Aber das war nicht weiter schlimm. Ich musste nur die Mietwagenreservierung ändern. Wir sind dann direkt nach der Landung mit dem Auto nach Orlando ins Hotel gefahren.

-Und jetzt sitzen Sie in Key West und wissen nicht, wie Sie heimkommen.

Nein, so schlimm ist es zum Glück nicht (lacht). Ich habe noch am gleichen Tag, als ich die Stornomeldung bekommen habe, einen Ersatzflug gebucht. Wir fliegen jetzt wie geplant am 23. Oktober Richtung Heimat, nur mit TAP Air Portugal statt mit Air Berlin.

-Allerdings auf eigene Kosten.

Stimmt. Da ich schon im Mai gebucht hatte, also vor der Insolvenz im August, wird der gestrichene Flug nicht erstattet. Da heißt es: Pech gehabt. Immerhin konnte ich meine angesparten Flugmeilen noch für ein Upgrade in die Businessclass nutzen. Die verfallen ja auch. So war der Hinflug wenigstens komfortabel. Bekannte hat es da schlechter getroffen. Sie haben für November bei Air Berlin gebucht, da ist alles weg.

-Ihre Kollegen im Peitinger Gemeinderat werden aufatmen, wenn sie erfahren, dass Sie pünktlich die Heimreise antreten. Denn damit sollte Ihrer Teilnahme an der nächsten Gremiumssitzung am 24. Oktober nicht gefährdet sein, oder?

(lacht) Da steht tatsächlich noch ein Fragezeichen dahinter. Da wir am Sitzungstag später als ursprünglich geplant in Düsseldorf landen werden, muss ich noch den Air Berlin-Flug von dort nach München umbuchen. Aber ich bin zuversichtlich, dass das klappt.

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