Diese unschöne Ausbeute hat die Gruppe beid er Aktion Sauberes Peiting im Wald gefunden.
+
Diese unschöne Ausbeute hat die Gruppe im Wald gefunden.

Vom Einkaufswagen bis zum Fahrrad

Aktion „Sauberes Peiting“: Über 400 Freiwillige sammeln säckeweise Unrat

  • vonRafael Sala
    schließen

Müllsammelaktion mit einem ebenso guten wie schlechten Fazit: Schlecht, weil im wahrsten Sinne des Wortes wieder so viel Unrat zum Vorschein kam. Gut, weil so viele Peitinger wie noch nie mithalfen, all’ das einzusammeln.

Peiting – „So etwas habe ich noch nicht erlebte“, freute sich Organisatorin Maria Lutzenberger am Samstagmittag in Peiting. „Die Resonanz war einfach gigantisch.“ Rund 400 Peitinger haben bei der Aktion „Sauberes Peiting“ mitgewirkt, die die Alpenvereins-Sektion Peiting und der örtlichen Fischereiverein erstmals gemeinsam ausgerichtet haben.

Ob Klein oder Groß, Jung oder Alt, ob in Familien, Gruppen oder als Einzelkämpfer: Unermüdlich waren die Helfer vergangenen Samstag unterwegs, um an den verschiedensten Stellen im Ort und in der Region um Peiting herum all’ die unliebsamen Hinterlassenschaften aufzuspüren, die sich im Laufe des Jahres angesammelt haben.

Brennpunkte waren neben dem Ortszentrum der Grubsee, Uferabschnitte am Lech, die Schnalz, der Peitinger Ortsteil Herzogsägmühle und der Märchenwald bei Schongau. Selbst bis nach Hohenpeißenberg sind die Helfer ausgeschwärmt.

„Selbst volle Windeln haben wir aus dem Wald gezogen“

Dass viele Ausflügler ihren Müll einfach achtlos wegwerfen und sich um Umweltbelange nicht scheren, ist leider nicht erst seit diesem Tag traurige Realität. Dass aber der Unrat nicht nur zunimmt, sondern mittlerweile einfach alles entsorgt wird, macht Lutzenberger und ihre Mitstreiter fassungslos. „Selbst volle Windeln haben wir aus dem Wald gezogen.“ Bierflaschen, Tausende von Zigarettenkippen, die überall auf dem Boden und in den Wiesen liegen, alte, verrostete Fahrräder, Einkaufswagen und sogar eine 100 Kilogramm schwerere Eisenstange, die aus dem Grubsee gezogen werden musste: „Es ist einfach der Wahnsinn, was wir alles gefunden haben, was die Leute alles wegwerfen.“

Etwas Erfreuliches inmitten all’ der schlechten Nachrichten rund um Corona: Dass so viele Menschen Zeit hatten, sich für die Reinigungsaktion zu engagieren, ist auch auf die Pandemie zurückzuführen. „Die Menschen wollen halt nicht nur zu Hause rumsitzen, sondern auch etwas Sinnvolles machen“, sagt Lutzenberger. Und alle seien bester Laune gewesen, was für ihre Motivation spricht.

Schongau-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser brandneuer Schongau-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Schongau – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare