Maria Lutzenberger vom Peitinger Alpenverein und Andreas Kästl vom örtlichen Fischereiverein.
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Maria Lutzenberger vom Peitinger Alpenverein und Andreas Kästl vom örtlichen Fischereiverein organisieren den gemeinschaftlichen Frühjahrsputz der Marktgemeinde.

42 Gruppen unterwegs

Aktion „Sauberes Peiting“: Viele Freiwillige packen an

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Am morgigen Samstag fällt der Startschuss für die Aktion „Sauberes Peiting“. Über 370 Freiwillige sind dem Aufruf von Alpen- und Fischereiverein gefolgt und haben sich für den gemeindlichen Frühjahrsputz angemeldet. Der „Riesenzuspruch“ freut die Organisatoren. Sogar ein Kindergarten macht mit.

Peiting – Mitte März hatten Alpen- und Fischereiverein ihre Idee einer gemeinsamen Müllsammelaktion präsentiert. Für ein „Sauberes Peiting“ sollten an einem Aktionstag alle zusammenhelfen, um Gewässer, Straßen und Wege im Ort und seiner Umgebung von Unrat zu befreien, so der Gedanke. Dass ihr Aufruf solche Wellen schlagen würde, damit hatten die Organisatoren freilich nicht gerechnet. Maria Lutzenberger vom Alpenverein kann den „Riesenzuspruch“ gar nicht richtig fassen. Über 370 Freiwillige haben sich in den vergangenen Wochen bei ihr und ihrem Fischereivereinskollegen Andreas Kästl angemeldet, um am Samstag Peiting vom Müll zu befreien.

„Das war eine regelrechte Lawine, die uns da überrollt hat“, freut sich Lutzenberger über die vielen Zusagen. Unter den Teilnehmern sei ein kompletter Kindergarten, die Ortsvereine von SPD und Grüne sowie der örtliche TSV, berichtet die Organisatorin. „Ganz besonders freut mich, dass sich viele Familien angemeldet haben.“

Jede Straße im Ort ist besetzt

Insgesamt 48 Gruppen werden am Samstag im ganzen Peitinger Gemeindegebiet unterwegs sein. Aufgrund des großen Zuspruchs habe man nicht nur jede Straße im Ort besetzen können, sondern auch Außengebiete wie die Schnalz oder Peiting-Hausen. „Eine Gruppe hat sich gleich für den Grubsee gemeldet und macht dort sauber“, so Lutzenberger.

Um herauszufinden, wo sich das Sammeln besonders lohnt, haben Lutzenberger und ihre Mitstreiter in den vergangenen Wochen zahlreiche Wege in der Umgebung abgeklappert. Selbst bis zum Märchenwald führt eine der Routen. Der liege zwar auf Schongauer Flur, aber da gehen auch viele Peitinger spazieren, sagt Lutzenberger und fügt scherzend hinzu: „Wenn sich noch ein paar Freiwillige melden bis Samstag, dann können wir Schongau gleich noch mit sauber machen.“ Einzuwenden hätte die Nachbarstadt dagegen sicher nichts.

Außen vor bleibt nur die Umgehungsstraße, auch wenn die dortigen Böschungen für Müllsammler erfahrungsgemäß ein regelrechtes El Dorado darstellen. „Aber das war uns ohne Gehweg einfach zu gefährlich“, erklärt die Organisatorin. Die Sicherheit der Teilnehmer gehe vor.

Eisgutschein für die Teilnehmer

Für jede Gruppe haben die Organisatoren ein kleines Päckchen geschnürt, das in den vergangenen Tagen mit dem Rad verteilt wurde. Darin enthalten sind neben einem Plan des genauen Sammelgebiets auch Müllbeutel, Latex-Handschuhe und Anweisungen für einen Corona-konformen Ablauf. Auch ein Eisgutschein für jeden Teilnehmer liegt dem Paket bei – als Belohnung nach getaner Arbeit. Die haben sich die fleißigen Peitinger Müllsammler dann sicher auch verdient.

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