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Das alte Kreuzerhaus wird verkauft. Der Name soll aber auch bei einem Neubau erhalten bleiben.

Marktgemeinderat legt Verkaufsbedingungen fest

Altes Kreuzerhaus in Peiting: Nur der Preis entscheidet

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Das Schicksal des Kreuzerhauses in der Peitinger Ortsmitte ist schon länger besiegelt. Die Gemeinde will das 120 Jahre alte Gebäude meistbietend verkaufen. Auflagen für den Käufer über den Bebauungsplan hinaus soll es aber anders als ursprünglich angedacht nicht geben.

Peiting – Viele Jahre hat das Kreuzerhaus der Marktgemeinde gute Dienste erwiesen, zuletzt war im Erdgeschoss das Begegnungscafé untergebracht. Doch der Zahn der Zeit, er hat seine Spuren hinterlassen. Die Bausubstanz ist so schlecht, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohnt. Die letzten Mieter der oberen Etage sind schon vor längerem ausgezogen, zuletzt siedelte auch das Begegnungscafé um. „Das Gebäude ist komplett geräumt“, teilte Bürgermeister Michael Asam in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag mit. Dort ging es nun um das weitere Vorgehen in Sachen Verkauf, den das Gremium bereits im vergangenen Jahr angestoßen hatte.

Angedacht war damals, das Haus im Bieterverfahren zu veräußern. Allerdings sollte nicht automatisch der Investor mit dem höchsten Gebot den Zuschlag erhalten, sondern der, der gleichzeitig auch die beste Planung für das Grundstück im sensiblen Ortszentrum vorlegen konnte. Doch dieses zweite Kriterium stellte sich laut Geschäftsleiter Stefan Kort, der mit dem Verfahren betraut ist, bei näherer Prüfung als „äußerst schwierig in der Umsetzung“ heraus. Das fange schon bei der Beurteilung der möglichen Vorschläge für einen Neubau an. Um fair bewerten zu können, müsste man erst einmal explizit festlegen, was genau an Ort und Stelle gewünscht sei, erklärte Kort. Und auch danach sei es schwierig, den Käufer zu verpflichten, den Plan genauso umzusetzen. „Wir schlagen deshalb vor, es beim Kriterium Preis zu belassen“, sagte der Geschäftsleiter, der darauf hinwies, dass ein möglicher Investor ohnehin an den vorhandenen Bebauungsplan gebunden sei. Dieser erlaube sowohl Wohnen als auch Gewerbe.

Ablaufen soll der Verkauf laut Kort im zweistufigen Bieterverfahren, das heißt, Bewerber haben vier Wochen Zeit, ein Gebot abzugeben. In einer zweiten Bieterrunde wird den Interessenten mitgeteilt, auf welchem Rang sie sich mit ihrem Gebot befinden und haben dann noch einmal die Möglichkeit, ein neues Angebot abzugeben. Am Ende entscheidet der Gemeinderat über den Verkauf.

Mit dem Vorgehen zeigte sich das Gremium grundsätzlich einverstanden. Herbert Salzmann (SPD) allerdings gab zu bedenken, dass es schade wäre, wenn an dieser zentralen Stelle ein reines Wohnhaus entstünde. „Wir sollten den Interessenten mitgeben, dass die Gemeinde dort gern auch weiterhin Gewerbe hätte.“ Wünschenswert wäre das allemal, pflichtete Norbert Merk bei. Am Ende müsse man aber wohl froh sein, wenn dort „überhaupt Leben entsteht“. Von festen Vorgaben riet der CSU-Rat wie auch Franz Seidel (BVP) ab. „Wer investiert, will auch bestimmen, was stattfindet“, betonte der 2. Bürgermeister. Auch würden weitere Einschränkungen den Kaufpreis drücken.

Etwas irritiert zeigte sich Peter Ostenrieder (CSU) ob der Diskussion. Er werde immer müde belächelt, wenn er davor warne, Gewerbeflächen in Wohnraum umzuwandeln. „Wenn wir Gewerbeflächen erhalten wollen, erwarte ich mir in Zukunft da mehr Unterstützung.“

Die hatte sich auch Gunnar Prielmeier (SPD) für seinen Vorstoß erhofft, die auf dem Grundstück befindliche Garage als Lagerfläche für die Gemeinde zu erhalten. Doch darauf wollte sich Asam nicht einlassen. Der Aufwand sei zu groß, außerdem sei der Teil für die Grundstückserschließung wichtig, sagte der Bürgermeister.

In den Beschluss aufgenommen wurde dagegen auf Hinweis von SPD-Fraktionschef Christian Lory, dass der Erlös aus dem Verkauf für die Jugendarbeit verwendet werden soll. Das hatte der Gemeinderat bereits im vergangenen Jahr entschieden. Das Votum fiel einstimmig. Die Bezeichnung Kreuzerhaus soll das alte Gebäude übrigens auch in Zukunft tragen, wie der Bürgermeister auf eine entsprechende Nachfrage von Gerhard Heiß (CSU) bestätigte. „Der neue Eigentümer muss den Namen bei einem Neubau sichtbar auf der Fassade anbringen.“

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