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Für das neue Baugebiet am Hochweg in Peiting müssen der Bolzplatz sowie die Bäume und Sträucher entlang der Straße weichen. Die Rodungsarbeiten sollen bis Ende Februar abgeschlossen sein.

13 Bauplätze in Peiting

Am Hochweg entsteht ein neues Baugebiet

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Bauland in Peiting ist gefragt, doch bei der Ausweisung von neuen Baugebieten kommt die Marktgemeinde nur schleppend voran. Während das größte Projekt Basili-Wiese nach wie vor in der Schwebe ist, gibt es gute Nachrichten vom Hochweg. Dort sollen 13 Bauplätze entstehen.

Peiting – Schon im vergangenen Jahr, als sich abzeichnete, dass die Ausweisung von 45 Baugrundstücken auf der Basili-Wiese sich weiter verzögern würde, hatte die Marktgemeinde auf weitere Anstrengungen ihrerseits verwiesen, Baugrund zu schaffen. Von drei kleineren Baugebieten mit insgesamt 60 Grundstücken sprach Geschäftsleiter Stefan Kort damals und machte damit den vielen Bauwerbern neue Hoffnung, die seit Jahren vergeblich auf einen gemeindlichen Bauplatz warten.

In einem Fall ist die Gemeinde jetzt einen entscheidenden Schritt weiter gekommen. Für eine 7500 Quadratmeter große Fläche nördlich des Hochwegs ist sie sich mit dem Grundstückseigentümer einig geworden. Der Kaufvertrag sei bereits notariell geschlossen, bestätigt Kort auf Nachfrage der SN. Als Nächstes muss nun noch der Gemeinderat das Grundstücksgeschäft absegnen, die Zustimmung dürfte aber als sicher gelten.

Nächster Schritt ist die Aufstellung eines Bebauungsplans, der die einzelnen Parzellen genau festlegt. Der Platz reicht laut Kort für 13 Grundstücke mit einer Größe von im Schnitt rund 600 Quadratmeter. Klar ist angesichts der Anzahl der Plätze: Längst nicht jeder, der auf der Warteliste für einen Bauplatz steht, wird damit zum Zug kommen. „Aber es ist ein Anfang“, sagt der Geschäftsleiter.

Bis die Grundstücke vergeben werden können, wird es freilich noch eine Weile dauern. Zwischen sechs und neun Monate, schätzt Kort, werde das Bauleitverfahren dauern. „Das sollte zügig gehen.“ Schwierigkeiten wie bei der Basili-Wiese, wo der Lärmschutz wegen des nahen Freibads die Planung erschwert, seien nicht zu erwarten. Auch bei der Erschließung sieht der Geschäftsleiter keine Probleme. Mit dem Hochweg sei die Straße bereits vorhanden, gleiches gelte für Wasser- und Kanalleitungen. Läuft tatsächlich alles glatt, könnte die Vergabe Anfang 2020 erfolgen. „Wir werden die Bauwerber natürlich über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten“, verspricht Kort.

Dass es die Gemeinde eilig hat, zeigt sich daran, dass schon in den nächsten Wochen Mitarbeiter des Bauhofs die auf dem Grundstück wachsenden Bäume und Sträucher entfernen sollen. Aus naturschutzrechtlichen Gründen müssen diese Arbeiten bis Ende Februar erledigt sein, will man nicht bis zum Herbst warten müssen. Der Markt werde später an geeigneter Stelle eine Neubepflanzung vornehmen, verspricht Kort.

Wichtig zu wissen: Nicht alle der 13 Baugrundstücke werden über die Gemeinde nach den im vergangenen Jahr beschlossenen Richtlinien veräußert, die unter anderem abhängig vom Einkommen vergünstigte Preise vorsehen. Denn ein Teil der Bauplätze bleibt nach den Vertragsmodalitäten in der Hand des ursprünglichen Grundstücksbesitzers. Dieser könne die Bauplätze auf dem freien Markt weiterverkaufen oder aber selbst nutzen, erklärt Kort. Über die genaue Aufteilung will sich der Geschäftsleiter zu diesem Zeitpunkt noch nicht äußern.

Noch nicht geklärt ist außerdem, was mit dem Bolzplatz geschieht, der sich derzeit genau dort befindet, wo später einmal neue Häuser stehen sollen. Man sei auf der Suche nach einem alternativen Standort, sagt Kort. Dieser solle sich, so das Ziel, in der unmittelbaren Umgebung befinden.

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