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Arbeitskreis soll Peitinger Friedhöfe gestalten

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Von: Sabine Krolitzki

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Das Friedhofskonzept umfasst auch die Grabstätten in Peiting. © Archiv Herold

Keine Fremdfirma soll die Peitinger Ruhestätten erneuern und verschönern, sondern ein neu gegründeter Arbeitskreis aus den eigenen Reihen – darauf hat sich der Gemeinderat Peiting hinter verschlossenen Türen geeinigt.

Peiting – Das Friedhofskonzept 2050 für Peiting beschäftigte die Markträte bereits im Januar 2017. Damals stellten Tobias Weiher von der gleichnamigen Firma und Landschaftsarchitekt Wolfgang Ritz Möglichkeiten vor, wie die beiden Bestattungsanlagen in der Gemeinde umgestaltet werden könnten. Grund: Die Ansprüche seitens der Bevölkerung haben sich geändert.

Nicht mehr nur Erdbestattungen sind gewünscht, auch Urnenwände oder -stelen sind häufig gefragt, sowie auch alternative Formen, wie Baum- oder Wiesenbeerdigungen. Zudem soll mehr Aufenthaltsqualität geschaffen werden. Das können altersgerechte Bänke mit etwas höheren Sitzflächen sein, oder auch plätschernde Brunnen und verschönernde Pflanzen. Denn ein Friedhof ist auch ein Treffpunkt, erklärten die Experten in einer öffentlichen Sitzung. Ein oft hinter vorgehaltener Hand angesprochenes Problem sei die Grabpflege selbst. Heutzutage ziehen die jungen Menschen häufig für den Beruf um – tägliches Blumengießen im Sommer und Neupflanzen im Frühling sind nicht mehr selbstverständlich, weil kaum machbar.

Nun haben sich die Räte gegen das Angebot der Firma ausgesprochen. „Dies hat unter anderem Kostengründe“, wie Hauptamtsleiter Stefan Kort erklärt. Aber man sei vor allem zu dem Schluss gekommen, dass man sich erst selbst klar werden wolle, inwiefern man die Ruhestätten in den kommenden Jahren gestalten wolle. Hierzu soll sich ein Arbeitskreis bilden. Bestehend aus Gemeinderäten aber auch anderen Personen, die sich fachlich als auch interressensmäßig berufen fühlen. Wie viele Mitglieder es allerdings werden sollen, ist noch nicht klar. „Wir sind momentan in der Findungsphase und bilden uns gerade“, so Kort auf Nachfrage der Schongauer Nachrichten.

Eine Entscheidung, die vermutlich nicht nur finanzielle Vorteile hat. Denn wer kennt die heimischen Anlagen besser, als die Ortsansässigen. Schließlich sind in einer kleinen Kommune die Ansprüche der Bürger nicht dieselben, wie in einer Großstadt.

In welcher Form die Peitinger künftig ihre letzte Reise antreten können, bestimmen künftig dann also die, die auch ihre Bedürfnisse zu kennen glauben.

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