Der Peitinger Künstler Peter Mayr in seinem Atelier vor einigen seiner Objekte. Er bietet jetzt Corona-konforme Atelierbesuche nach Voranmeldung an. Außerdem plant er fürs kommende Jahr wieder einen „Serialienmarkt“.
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Der Peitinger Künstler Peter Mayr in seinem Atelier vor einigen seiner Objekte. Er bietet jetzt Corona-konforme Atelierbesuche nach Voranmeldung an. Außerdem plant er fürs kommende Jahr wieder einen „Serialienmarkt“.

Der Peitinger Künstler Peter Mayr will anderen Künstlern helfen

Atelierbesuche als Weg aus der Coronakrise

  • vonRafael Sala
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Für den Peitinger Künstler Peter Mayr sind es triste Tage und Wochen. Seit dem „Lockdown Light“ kann der Maler und Grafiker keine Seminare mehr in seinem Atelier geben, Kurse sind weggebrochen, der beliebte „Serialienmarkt“ ebenfalls, und das „Graficum“ darf er auch nicht mehr zu Geld machen.

Peiting – Alles in allem ist es ein finanzielles Desaster für den Peitinger Künstler Peter Mayr – stellvertretend für viele andere freischaffende Künstler. Denn gerade durch die tageweise Vermietung seiner Räume an Yoga- und Tanzgruppen, TaiChi- und Hebammenkurse konnte er sich bis dato über Wasser halten. „Wir rütteln an der Insolvenz, es sind wirklich schlimme Zeiten“, sagt der 53-jährige bekannte Künstler seufzend, der sich zuvor über mangelnde Aufträge nicht beklagen konnte.

Corona hat allem einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Auflagen, die quasi zu einem neuerlichen Lockdown geführt haben, treffen Mayr und die Kunstszene im Ort hart. Man kann guten Gewissens von einem Totalausfall sprechen. Um aus der Not eine Tugend zu machen und trotzdem Künstlern aus seinem Freundes- und Bekanntenkreis ein Forum zu bieten, hat sich Mayr jetzt etwas für die Vorweihnachtszeit einfallen lassen: Ab sofort bis Weihnachten sind individuelle Atelierbesuche möglich.

Das Konzept: Auf Anmeldung dürfen Leute das „Graficum“ an der Lorystraße 26 besichtigen und können künstlerische Objekte wie Serienauflagen oder spezielle Editionen kaufen. Auch sogenannte „Multiples“ sind darunter: Das sind künstlerische Arbeiten, die in der Gegenwartskunst der Druckgrafik im dreidimensionalen Bereich entsprechen, aus einer bestimmten Anzahl von seriell hergestellten Objekten bestehen und vom Künstler autorisiert sind. „Darunter sind auch Zugpferde wie Bernd Zimmer oder Josef Lang“, schildert Mayr.

Zu sehen sein werden unter anderem Originalholzschnitte von Zimmer, Eisengüsse und Bronzefiguren von Lang, filigrane Arbeiten von Christine Gräper, Lichtkreationen von Johanna Widmann und viele andere Objekte aus der Hand namhafter Künstler. Überraschungen seien inklusive, versichert der Peitinger.

„Wir haben viel Platz, und je nach aktueller Lage können sich auch mehrere Gäste in den verschiedenen Räumen aufhalten und völlig frei bewegen.“ Sämtliche Corona-Auflagen würden dabei strengstens eingehalten. „Das Hygienekonzept ist überprüft und gewährleistet. Wir freuen uns über jeden Teilnehmer und vor allem auf neugierige Besucher“, sagt Mayr. Eine Anmeldung kann telefonisch unter der Rufnummer 08861/693671 oder per Mail an peemm@t-online.de erfolgen.

Mayr will optimistisch in die Zukunft blicken. Deswegen plant er auch, den beliebten „Serialienmarkt“ doch noch stattfinden zu lassen – am 27. und 28. März kommenden Jahres. Vorausgesetzt natürlich, dass Corona das zulässt und keine neuerlichen Auflagen das Veranstaltungsleben zum Erliegen bringen. Auf diesem Markt können Grafiker, Maler und andere Kunstschaffende der Bildenden Künste ihre Arbeiten ausstellen und zum Verkauf anbieten. „Zugelassen und angeboten werden bevorzugt Arbeiten professionell arbeitender Künstler, Designer und Kunsthandwerker“, so Mayr.

Interessenten können ihre Bewerbungen in digitaler Form bis spätestens zum 31. Januar kommenden Jahren senden an: peemm@t-online.de.

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