Auf dem Weihnachtsweg waren die Teilnehmer zu Gast bei Herodes . . . 
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Auf dem Weihnachtsweg waren die Teilnehmer zu Gast bei Herodes . . . 

Gemeinsame Aktion der katholischen und evangelischen Pfarrgemeinde Peiting

Auf dem Weihnachtsweg in die Heilige Nacht

Das Fest der Geburt Christi lädt Gläubige ein, sich auf den Weg zu machen. In Corona-Zeiten haben sich der katholische Pfarrverband Peiting-Hohenpeißenberg und die evangelische Kirchengemeinde Peiting-Herzogsägmühle dazu einen Weihnachtsweg einfallen lassen.

  • Gemeinsame Aktion der katholischen und evangelischen Pfarrgemeinde Peiting
  • Familien und Kindern ziehen am Heiligen Abend zu verschiedenen aufgebauten Staionen
  • Über 400 Familien haben sich angemeldet für diesen Weihnachtsweg

Peiting – Das Echo war überwältigend: Schon im Vorfeld hatten sich über 404 Familien angemeldet, und als Pfarrerin Brigitte Weggel um 14.30 Uhr die erste von sieben Gruppen am Start am Hauptplatz begrüßte, war abzusehen, dass trotz leichten Regens weit mehr kommen würden.

Auf der Rathaustreppe stand auch ein Weiser aus dem Morgenland (Sonja Steinbacher), der durch sein Teleskop einen eigenartigen Stern am Himmel sah. Dieser Stern markierte auf den Gehwegen durch den Ort bis zur Pfarrkirche die Route, auf der es einiges zu entdecken gab.

Das „Bodenpersonal“ teilte an alle Begleithefte mit Liedern und Texten aus, und für jedes Kind gab es einen Stern mit auf den Weg. „Schön, dass so etwas stattfindet“, zeigten sich Nadja und Sven Schramm begeistert, die sich mit ihren beiden Kindern auf den Weg machten. „Wenn es den Kindern gut geht, geht es uns auch gut“.

. . . und verweilten anschließend bei den Hirten auf dem Feld. 

In der Pandemie war dieser Weihnachtsweg an der frischen Luft die bessere Alternative zu einer auf wenige Plätze beschränkte Christmette in den Gotteshäusern. So empfanden es nicht nur Sabine und Markus Eirenschmalz aus Birkland: „Ohne geistliche Einstimmung würde uns was fehlen am Heiligen Abend.“

Gruppen wie die Familienmusik Bader musizierten. 

Auch Martina und Torsten Schweiger aus Schwabsoien hatten davon in der Heimatzeitung gelesen und sind mit Sohn Theo nach Peiting gekommen. Die Bräuche mit den Kindern zu leben ist ihnen wichtig, weil sie sonst untergehen. Und beim Warten aufs Christkind am Heiligen Abend gehört vor der Bescherung eben auch das Miterleben der Geburt Christi dazu.

Viel Mühe gaben sich die Seelsorgeteams mit ihren zahlreichen Helfern, um das Weihnachtsevangelium über fünf Stationen hinweg zu verkünden. So war man beim Simabauer in der Freistraße zu Gast bei Herodes. Überwältigend die Kulissenmalerei in der Scheune, in prächtigen Gewändern Herodes (Benedikt Meßmer) und der römische Soldat (Jakob Schleich).

Am Pfarrsaal ertönten himmlische Klänge, und vor der alten Mädchenschule lagerten die Hirten auf dem Feld. In der Krippe vor dem Marienaltar in St. Michael lag schließlich dann das Kind in der Krippe. Und so wurden alle mit dem Segen Gottes von Pfarrerin Brigitte Weggel auf den Weg geschickt und am Ende von Pfarrer Robert Kröpfl in die Heilige Nacht entlassen.

GERHARD HEISS

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