Bald Geschichte: Der hölzerne Richtfunkturm auf dem Schnaidberg wird durch eine stählerne Variante ersetzt. 
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Bald Geschichte: Der hölzerne Richtfunkturm auf dem Schnaidberg wird durch eine stählerne Variante ersetzt. 

Peitinger Bauausschuss stimmt Bauantrag für Sendeanlage auf dem Schnaidberg zu

Aus Holzturm wird Stahlmast

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Mit seinen 66 Metern galt der Mobilfunkturm auf dem Peitinger Schnaidberg einst als höchstes Holzbauwerk Deutschlands. Doch seine Tage sind gezählt.

Peiting – Weil Ameisen der Konstruktion schweren Schaden zugefügt haben, soll er durch einen Turm aus Stahl ersetzt werden. Einem entsprechenden Bauantrag hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt.

Bei einer Routinekontrolle im Sommer war den Vodafone-Technikern der Ameisenbefall an dem Richtfunkturm aufgefallen. Den Insekten hatte das Douglasienholz, aus dem der Turm 2002 errichtet wurde, offenbar sehr gemundet. „Die Stabilität ist nicht mehr gegeben“, warnte damals eine Sprecherin des Mobilfunkanbieters mit Blick auf die angefressenen Ausleger. Mit umfangreichen Sicherungsarbeiten musste der Turm in der Folge stabilisiert werden (wir berichteten). Schon damals stand fest, dass man um einen Ersatzneubau nicht herumkommen würde.

Wie dieser aussehen soll, stellte Marktbaumeister Fabian Kreitl nun in der jüngsten Sitzung des Peitinger Bauausschusses vor, als es um den entsprechenden Bauantrag des Betreibers ging. Statt auf Holz setzt dieser nun auf die sichere Variante aus Stahl. Der neue Turm werde zudem mit 69 Metern noch einmal höher als sein Vorgänger, erläuterte Kreitl.

Als Holzbauer sei es deprimierend, dass nun auf Stahl statt auf Holz gesetzt werde, kommentierte Andreas Barnsteiner (BVP) das Vorhaben. Freilich könne er den Anbieter verstehen, die hölzerne Variante habe sich leider als nicht so lange haltbar erwiesen wie gedacht. Schon im Sommer hatte auch Revierleiter Stefan Lubos stellvertretend für die Bayerischen Staatsforsten angekündigt, dass man Vodafone beim geplanten Ersatzbau keine Steine in den Weg legen wird: „Wir werden nicht darauf beharren, dass es wieder Holz wird.“

Thomas Elste (Grüne) nutzte die Gelegenheit, um sich zu erkundigen, ob mit dem neuen Masten auch eine neue Nutzung einhergehe. Er gehe davon aus, dass die Technik vom alten auf den neuen Turm übernommen werde, entgegnete Bürgermeister Peter Ostenrieder (CSU). „Wenn neue Frequenzen hinzukommen, werden wir darüber informiert.“ Seit 2010 stellt Vodafone seinen Kunden auf dem Schnaidberg die Mobilfunktechnik LTE (4G) zur Verfügung. Erst vor Kurzem wurde der Funkturm 5G-fähig gemacht (wir berichteten).

Weitere Nachfragen gab es nicht. Einstimmig segnete das Gremium den Bauantrag ab.

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