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Der zweite Bauabschnitt des Bahnhofstraßen-Ausbaus steht kurz vor dem Abschluss.

Freigabe Ende November

Peitinger Bahnhofstraße: Zweiter Bauabschnitt so gut wie fertig

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Die letzten Arbeiten laufen, nächste Woche soll der Verkehr wieder rollen: Der zweite Bauabschnitt des Bahnhofstraßen-Ausbaus zwischen dem Kreisverkehr bei der Bäckerei Sesar und dem Ostbahnhof ist so gut wie fertig.

Peiting – Noch verwehrt das Baustellen-Schild am Kreisverkehr bei der Bäckerei offiziell die Zufahrt zur östlichen Bahnhofstraße. Gleiches gilt auf der anderen Seite beim Ostbahnhof und in den Seitenstraßen. Doch Autofahrer müssen sich nicht mehr lange gedulden, bis sie die wichtige Hauptverkehrsstraße wieder ganz normal nutzen können. Ende November soll der zweite Bauabschnitt endgültig fertig sein, hatte Bürgermeister Michael Asam in der Bürgerversammlung am Dienstag verkündet. „Wir sind in den Endzügen“, bestätigt Gerhard Habersetzer vom Marktbauamt. Es seien nur noch letzte Restarbeiten zu erledigen.

Das zeigt auch ein Besuch auf der Baustelle – oder das, was von ihr noch übrig geblieben ist. Arbeiter verladen am gestrigen Freitag mit einem Radlader bereits nicht mehr benötigte Pflastersteine auf einen Lkw. Ein paar Meter weiter wird letzte Hand an die Straßengullys gelegt. Es herrscht fast schon eine gespenstische Stille, die nur ab und zu von einem vorbeifahrenden Anlieger unterbrochen wird.

Vor ein paar Wochen sah das noch ganz anders aus. Ende Mai begannen die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt des Millionen-Projekts. Auf dem 320 Meter langen Teilstück rückten die Bagger an. Nicht nur die schadhafte Straße musste ertüchtigt werden, sondern gleichzeitig sollte beidseitig ein Gehweg geschaffen werden. Dazu kam die Erneuerung der maroden Wasserleitungen samt der einzelnen Hausanschlüsse. Logistisch eine Herausforderung für die beteiligten Firmen, schließlich sollten die Anwohner und anliegenden Geschäfte möglichst wenig belastet werden. „Das hat gut geklappt“, sagt Habersetzer, der der ausführenden Firma Haseitl ein großes Lob ausspricht. „Wir haben kaum Beschwerden gehabt.“

Diesen Eindruck bestätigt Corinna Passig. Die junge Mutter wohnt an der Bahnhofstraße, auch das Haus ihrer Oma liegt direkt am Schauplatz des Geschehens. Sie lobt die Kommunikation mit Haseitl. „Wir haben zum Beispiel immer gewusst, wann unsere Zufahrt gesperrt sein wird.“ Sie sei aber natürlich froh, dass die Baustelle jetzt bald vorbei sei.

Belastungsprobe für ansässige Geschäfte

Drei Kreuzzeichen macht auch Richard Rieser. Für den Inhaber des gleichnamigen Autohauses waren die zurückliegenden Monate nicht einfach, auch wenn die Zusammenarbeit mit Haseitl sehr gut geklappt habe, wie er betont. Vor allem im Verkauf habe man Einbußen zu beklagen. Weil es während der Bauphase vor Ort an Platz fehlte, habe man die Autos am Bahnhof und auf einem eigens angemieteten Grundstück abstellen müssen. Mittlerweile sind die Wagen zurück am Firmengelände. „Wir sind froh, dass wir jetzt nicht mehr nur ein Haus, sondern wieder ein Autohaus sind“, sagt Rieser.

Mit dem Ablauf der Bauarbeiten ist man im Marktbauamt zufrieden – auch wenn der ursprünglich angepeilte Fertigstellungstermin nicht ganz eingehalten werden konnte. „Wir sind zwei Wochen hinterher“, sagt Habersetzer. Grund für die Verzögerung ist die Verlegung der zusätzlichen Speedpipe-Rohre, die der Gemeinderat beschlossen hat, um für einen späteren Glasfaserausbau gewappnet zu sein. Diese seien in der ursprünglichen Ausschreibung nicht enthalten gewesen, erklärt Habersetzer. Bei der Suche nach einer geeigneten Firma bekam man die Auswirkungen des derzeitigen Baubooms zu spüren. „Wir haben keinen Betrieb gefunden, die sind alle ausgelastet.“ Schließlich erklärte sich Haseitl auf Drängen der Gemeinde bereit, die Leitungen mitzuverlegen – mit entsprechenden Auswirkungen auf den Zeitplan.

Dritter Bauabschnitt startet 2018

Mit der Abnahme der Arbeiten, die in der kommenden Woche erfolgen soll, sind zwei Drittel des Mammutprojekts geschafft. Im Frühjahr 2018 rollen zum letzten Mal die Bagger: Dann steht der finale dritte Bauabschnitt vom Bahnhofsgebäude bis zur Schönriedlstraße an.

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