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Begeisterten bei ihren zwei Konzerten in Herzogsägmühle: die Mitglieder der Singgruppe R egenbogen. Der Erlös der beiden Konzerte kommt der Wärmestube Schongau zugute.

Ausverkaufte Konzerte in Herzogsägmühle

„Musikalischer Regenbogen“ der Extraklasse

Gleich zweimal ein ausverkauftes Haus hatte die Singgruppe Regenbogen im Rainer-Endisch-Saal in Herzogsägmühle. Unter dem Motto „Musikalischer Regenbogen“ begeisterte sie ihr Publikum mit einem Mix aus Gospel, Schlager, Pop- und Instrumentalmusik. Der Erlös aus den Konzerten kommt der Wärmestube Schongau zugute.

Herzogsägmühle –Fast 37 Jahre besteht die Singgruppe Regenbogen, die laut Chorleiterin Rosi Drainas-Haseitl ursprünglich einmal für eine Hochzeit gegründet worden war. „Wir waren ganz lang der Jugendchor. Jetzt sagt man das nicht mehr“, scherzte Rosi Drainas-Haseitl, die aber trotzdem einige junge Chormitglieder vorstellen konnte.

Dass Alter aber kein Nachteil sein muss, bewies die Gruppe Regenbogen mit einem durch und durch hörenswerten und abwechslungsreichen Programm. Kann sie doch nicht nur auf erfahrene Sänger und einige exzellente Solisten zurückgreifen, sondern auch auf mehrere Musiker.

Mit den Instrumenten Klavier, Harfe, Hackbrett, Gitarre, Violine, Querflöte, Trommel und verschiedenen Rhythmusinstrumenten wurden stimmungsvolle Instrumentalstücke verwirklicht. Ein „musikalischer Regenbogen“ der Extraklasse also, der sich quer durch die Kontinente und Jahrzehnte spannte und von extrem musikalischen „Überzeugungstätern“ präsentiert wurde.

Allen voran Rosi Drainas-Haseitl, die nicht nur an der Geige den Bogen in der Hand hielt, sondern diesen auch energisch als Taktstock schwang und für einige Solos verantwortlich zeichnete. „Seid Ihr bereit?“, war nicht nur einmal zu hören.

Und bereit waren ihre Chormitglieder wirklich: Bereit, mit Begeisterung und Sangesfreude alles und das Beste zu geben. Da wurden selbst so „olle Kamellen“ wie „Wochenend und Sonnenschein“ zu beschwingten kleinen Juwelen. Mit „Tage wie diese“ – in einem ausgefeilten Arrangement – trafen die „Toten Hosen“ auf die „Comedian Harmonists“.

Mit „Kompliment“ und „Weit weit weg“ gesellten sich auch noch die „Sportfreunde Stiller“ und Hubert von Goisern dazu.

Kombiniert mit traditionellen Liedern aus aller Welt, Musical-Melodien und Spirituals, war die gelungene Mischung perfekt. „Paradise road“, geschrieben elf Jahre vor Abschaffung der Rassentrennung in Südafrika, wurde Nelson Mandela gewidmet. Und auch der Dusty Springfield-Song „Son of a Preacherman“ durfte nicht fehlen.

Einen Ausflug in nostalgische Zeiten gab es mit „Ich brech’ die Herzen der stolzesten Frauen“ und „Du hast Glück bei den Frauen, Bel ami“. Ein Chormitglied, das namentlich nicht genannt werden möchte, brillierte mit einem Solo ebenso wie im Duett und verteilte auch noch ganz charmant Rosen im Publikum. Mit dem Michael Jackson-Song „Man in the Mirror“, zeigte er zudem, dass er auch Popsongs draufhat.

Als Überraschungsgast kam Ex-Regenbogen-Mitglied Luisa Schnell auf die Bühne und erntete Begeisterungsstürme für eine frische Interpretation von Beethovens „Joyful“. Mit „Mr. Sandman“ und „Gute Nacht, Freunde“ zum Mitsingen verabschiedete sich der hochmusikalische Regenbogen unter tosendem Applaus vom Publikum. Der Erlös der beiden Konzerte – 3320 Euro – kommt der Wärmestube Schongau zugute, die laut Martin Holleschowsky die rund 20 000 Euro Betriebskosten pro Jahr rein aus Spenden finanziert.

VON URSULA FRÖHLICH

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