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Staatssekretär Gerhard Eck (li.) und der Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer (re.) gratulierten Felix Ditschek zum 2. Platz bei der Polizeimeisterschaft im Ju-Jutsu.

Auszeichnung für Peitinger Polizisten

Judokas sind auch im Ju-Jutsu vorn dabei

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Das Innenministerium hat 37 sportlich besonders erfolgreiche Polizisten für ihre ausgezeichneten Leistungen geehrt. Unter ihnen sind auch die beiden Peitinger Andreas Neureuther und Felix Ditschek. Ihre Erfolge erzielten beide allerdings nicht in ihrer Paradedisziplin Judo, sondern im Ju-Jutsu.

Peiting/München – Natürlich richteten sich bei der Ehrung im Innenministerium zuerst alle Augen auf die erfolgreichen Olympioniken in Polizeiuniform. Ramona Hofmeister hatte mit der Bronzemedaille beim Snowboard Parallel-Riesenslalom die erste Medaille bei einer Winterolympiade für einen Spitzensportathleten der Bayerischen Polizei errungen. Anna Fernstädt war beim Skeleton im Endklassement auf dem 6. Platz gelandet, während Christian Rasp als Anschieber im Team von Viererbob-Pilot Johannes Lochner Achter geworden war. „Unseren Olympioniken herzlichen Glückwunsch zu ihren hervorragenden Leistungen“, gratulierte Sportstaatssekretär Gerhard Eck.

Eine Olympiateilnahme konnten die Peitinger Andreas Neureuther und Felix Ditschek zwar nicht vorweisen, dennoch zählten auch sie zum erlauchten Kreis der 37 ausgezeichneten Sportlern in Reihen der bayerischen Polizei. Beide haben bei den Deutschen Polizeimeisterschaften im Ju-Jutsu, die im Dezember vergangenen Jahres in Lindow stattfanden, den zweiten Platz in ihrer jeweiligen Gewichtsklasse belegt. Das ist insofern ein durchaus erstaunlicher Erfolg, da beide eigentlich in einer anderen Sportart zuhause sind. Für die Judo-Mannschaft des TSV Peiting kämpfen sie in der Bayernliga.

„Wir sind da mehr oder weniger reingerutscht“, sagt Neureuther. Als die beiden im vergangenen Jahr bei den Süddeutschen Polizeimeisterschaften im Judo in Esslingen antraten, fand am gleichen Tag auch der Vergleich im Ju-Jutsu statt. „Irgendwer ist auf die Idee gekommen, ob wir da nicht auch mitmachen wollen“, so Neureuther, der sich zuvor beim Judo den Süddeutschen Meistertitel in seiner Gewichtsklasse gesichert hatte. Ähnlich erfolgreich lief es für ihn bei der Premiere im Ju-Jutsu. Nach einer kurzen Regelkunde durch die Trainer erkämpfte er sich auf Anhieb den dritten Platz. „Judo und Ju-Jutsu sind sich sehr ähnlich“, erklärt der 22-Jährige sein gelungenes Debüt.

Im Würgegriff: Andreas Neureuther (oben) schaffte es bei der Deutschen Polizeimeisterschaft im Ju-Jutsu bis ins Finale, musste sich dort aber seinem Kontrahenten geschlagen geben.

Auch seinem Peitinger Mannschaftskameraden Felix Ditschek glückte die Premiere in der fremden Sportart so gut, dass der 27-Jährige wie Neureuther anschließend zu weiteren Sichtungslehrgängen eingeladen wurde. „Zur Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft haben wir außerdem bei Vereinen mittrainiert“, sagt der Polizist, der bei der PI Murnau arbeitet. Mit Erfolg, wie der Wettkampf im Dezember bewies. Erst im Finale mussten sich die beiden Peitinger geschlagen geben. „Gerechnet hab’ ich damit nicht“, gibt Neureuther zu, der bei der Bereitschaftspolizei in Königsbrunn seinen Dienst verrichtet. „Ein bisschen Losglück war auf jeden Fall dabei, die guten haben sich alle gegenseitig aus dem Turnier geworfen.“

Folgt jetzt die große Ju-Jutsu-Karriere? Da winken beide ab. „Privat bleibt der Fokus auf Judo“, sagt Neureuther, dessen Vater Günther bekanntlich einer der erfolgreichsten deutschen Judokas war. Dem pflichtet auch Ditschek bei. Dienstlich allerdings könnten die Medaillen keine Eintagsfliege bleiben. Die nächste Ju-Jutsu-Meisterschaft haben beide schon im Blick.

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