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AWO-Förderpreis für sieben besondere Projekte

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Die AWO-Preisträger mit der stellvertretenden AWO-Kreisvorsitzenden Ute Frohwein-Sendl (vo. li.) und Bürgermeister Michael Asam (hi. 3. v. li.) © Fröhlich

Seit 2009 vergibt die Arbeiterwohlfahrt (AWO) alle zwei Jahre einen Förderpreis für soziales und ehrenamtliches Engagement. Dieses Jahr wurden insgesamt sieben Preisträger von Schulen bis hin zu sozialen Einrichtungen im AWO-Seniorenzentrum geehrt.

Peiting – „Ich weiß, was sie leisten“, betonte Gastgeber Dominik Spring, Leiter des Peitinger AWO-Seniorenzentrums. Auch in seiner Einrichtung sorgen über 50 Ehrenamtliche für die kleinen Extras in der Freizeitgestaltung, die sonst nicht zu leisten wären. „Das ehrenamtliche Engagement ist besonders wert zu schätzen. Ehrenamtliche gestalten ohne eigenen Vorteil unser Gemeinwesen, unsere Demokratie und unsere Gesellschaft“, betonte die stellvertretende AWO-Kreisvorsitzende Ute Frohwein-Sendl.

Das wollte Peitings Bürgermeister und AWO-Kreisvorstandsvorsitzender Michael Asam nicht ganz so stehen lassen. „Engagement lohnt sich, man bekommt etwas zurück“, sagte er. Es gebe, trotz guter Absicherung, in unserer Gesellschaft noch viele Lücken im zwischenmenschlichen Bereich, die durch das Ehrenamt gefüllt werden.

Für die diesjährigen Preisträger gab es als Dankeschön und Anerkennung einen kleinen Geldbetrag. Wie vielfältig ehrenamtliches Engagement aussehen kann, wurde ersichtlich, als die Preisträger ihre Projekte vorstellten.

Der erste Preis ging an die Grund- und Mittelschule Oberammergau. Hier wurde 2016 von der ehemaligen Rektorin das Schulfrühstück ins Leben gerufen. „Es fängt bedürftige Kinder auf, die ungefrühstückt in die Schule kommen. Rund 30 Kinder bekommen ein vernünftiges warmes Frühstück“, führte Schulleiterin Maria Hochenleitner aus.

Den zweiten Preis durfte die Josef-Zerhoch-Mittelschule Peißenberg entgegennehmen, die sich seit vier Jahren im Rahmen eines Mittelschultags für wichtige soziale Themen und das Miteinander der Kulturen einsetzt. Gaby Zeitler nahm den Preis stellvertretend entgegen.

Das Gymnasium Weilheim in Kooperation mit dem SOS-Kinderdorf konnte sich über den dritten Preis freuen. Im Rahmen der offenen Ganztagsschule entstand das Projekt, Schüler in die Betreuung von Schülern mit einzubinden. „Der Preis zeigt, worauf es ankommt. Nicht Profit-Denken ist gefragt, sondern das Miteinander“, betonte Schulleiterin Beatrix Aigner.

Ebenfalls für das Miteinander, vor allem für das von älteren Menschen, setzt sich der AWO-Ortsverein Schongau ein. Hier gestalten Ehrenamtliche Spielenachmittage, Gymnastikstunden oder Fahrten, wie Vorsitzende Barbara Karg erläuterte.

Aus der Weilheimer Tafel entstand die Initiative „Tafelacker“. Syrischen Bauernfamilien wurde ein Stück Land und Saatgut zur Verfügung gestellt, um selbst Lebensmittel anzubauen. Die Hälfte des Ertrags dürfen sie behalten, der Rest geht an die Weilheimer Tafel. „Alle machen ganz begeistert mit. Im Winter wollen die Frauen ein Kochbuch schreiben“, erzählte Eva-Maria Muche von der Tafel.

Schon 1976 wurde die Kleidertauschzentrale des AWO-Ortsvereins Penzberg gegründet. Anfangs ging es um Kinderkleidung. Inzwischen wurde sie auf Erwachsenenkleidung erweitert, und es werden auch Flüchtlinge mit Kleidung versorgt.

Ebenfalls gewürdigt wurde das Engagement des Weltladens Garmisch-Partenkirchen, der aber keinen Vertreter zur Veranstaltung schicken konnte.

Ursula Fröhlich

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