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Mit dem Bau der Fußballplätze in der Peitinger Kiesgrube ist bereits begonnen worden. Im Herbst sollen die Plätze bespielbar sein.

In der alten Kiesgrube

Bau der Fußballplätze in vollem Gange

Gut Ding braucht lange Weil’! Dies trifft auf den Bau der beiden Fußballplätze in der Peitinger Kiesgrube zu – ein Projekt, das bereits seit rund zehn Jahren im Gespräch ist und jetzt endlich in Angriff genommen worden ist. Die Kosten liegen bei 1,4 Millionen Euro.

Peiting – „Wir freuen uns, dass es heuer noch was wird“, sagt Peitings Fußballer-Chef Uwe Enzmann. Auch er schaut regelmäßig nach dem Baufortschritt in der Kiesgrube. Das Gelände ist bereits eingeebnet, die Drainagenrohre sind verlegt, und die Konturen für die beiden neuen Fußballplätze zeichnen sich schon ab – es geht also was vorwärts. Bagger sind am Werk, und die bauausführende Firma Kutter aus Memmingen ist zuversichtlich, dass der Sportplatzbau reibungslos durchgezogen werden kann.

Als der Gemeinderat 2009 beschloss, für die Fußballer einen neuen Ort zum Trainieren zu schaffen, ahnte noch niemand, wie schwierig die Umsetzung des Vorhabens werden würde. Das fing schon bei der Standortsuche an. 2012 entschied man sich mangels anderer Flächen für die gemeindeeigene Kiesgrube. Noch im gleichen Jahr wurde der Bebauungsplan auf den Weg gebracht, ein Geologe, der den Boden einer ersten Schadstoffprüfung unterzog, gab grünes Licht.

Neben zwei Fußballplätzen sieht die damalige Planung auch vor, die Fläche des benachbarten Feuerwehr-Fußballplatzes für einen neuen Parkplatz sowie eine Erweiterung des Bauhofs zu nutzen. Zudem sollen neue Umkleiden entstehen.

Tatsächlich rollten 2013 zur Freude der Fußballer die ersten Bagger an, die Arbeiten am Unterbau für die beiden Fußballplätze sollten beginnen. Doch ein Jahr später die Ernüchterung: Bei Bodenproben wird im südlichen Teil des Geländes belastetes Material entdeckt, das entsorgt werden muss. Wenige Monate später gerät das Projekt endgültig ins Stocken. Schuld ist die bayernweite Altlastenuntersuchung, in deren Rahmen die einstige Hausmülldeponie unter dem Feuerwehr-Fußballplatz unter die Lupe genommen wird. Bis heute liegt kein abschließendes Ergebnis vor.

2016 wurde der Bebauungsplan in zwei Teile aufgegliedert. So konnte die Planung in der Kiesgrube unabhängig von der Altlastenuntersuchung vorangetrieben werden.

Die Bauträgerschaft über die neuen Fußballplätze hat nicht der TSV Peiting, sondern (aus steuerlichen Gründen) die Marktgemeinde Peiting, die für den Bau verantwortlich zeichnet. Die nötigen Arbeiten wurden in vier Losen vergeben. Der dickste Brocken ist der Tiefbau, der auch Entwässerung und den Rasenplatz beinhaltet. Er schlägt laut dem Kämmerer mit rund 900 000 Euro zu Buche. Die anderen drei Lose betreffen die Umzäunung, die Beleuchtung mit Flutlicht und den Kunstrasenplatz. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 1,4 Millionen Euro netto.

Bei der jüngsten Delegiertenversammlung des TSV Peiting zeigte sich Bürgermeister Michael Asam zuversichtlich, dass man heuer im Oktober auf die neuen Fußballplätze anstoßen kann. Fußballer-Chef Uwe Enzmann glaubt noch nicht ganz daran, er ist schon froh, wenn vor Einbruch des Winters alles fertig wird und dann auch auf dem Kunstrasenplatz gespielt werden kann.

Die 1,4 Millionen Kosten muss die Marktgemeinde Peiting aufbringen. „Diese Ausgaben sind im Haushalt 2018 bereits eingeplant“, so der Hinweis von Marktkämmerer Christian Hollrieder.

Für den Bau der neuen Umkleidekabine sind allerdings der TSV Peiting und die Fußballer zuständig. „Die alten Pläne, die vor zehn Jahren gemacht worden sind, kann man in die Tonne treten“, sagt Fußballer-Chef Uwe Enzmann. Derzeit sei man in Kontakt mit Baufirmen, um zu einer günstigen Lösung zu kommen. Selbstverständlich werden die Fußballer auch Eigenleistungen einbringen.

Offen ist allerdings noch, wie teuer die Altlastensanierung kommt. Maximal muss die Marktgemeinde Peiting 127 000 Euro aufbringen. „Alles was darüber hinausgeht, bezahlt die Gesellschaft für Altlasten“, teilte Kämmerer Hollrieder mit.

Michael Gretschmann

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