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Das Grundstück an der Ammergauer Straße, das bebaut werden soll, ist nur im südlichen Teil eben. Richtung Norden fällt es steil ab.

Bauausschuss Peiting

Baulücke oder Außenbereich?

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Dürfen auf einer freien Fläche an der Ammergauer Straße mehrere Mehrfamilienhäuser errichtet werden? Diese Frage hat jetzt für Kopfzerbrechen im Peitinger Bauausschuss gesorgt. Am Ende wurde die Bauvoranfrage abgelehnt. Gestorben ist das Vorhaben damit aber nicht.

Peiting – Das Grundstück, um das es am Dienstag in der Bauausschusssitzung ging, befindet sich nördlich des V-Markts an der Ammergauer Straße. Wie Fabian Kreitl vom Marktbauamt erläuterte, sollen dort mehrere Mehrfamilienhäuser entstehen. So weit, so gut. Verzwickt macht die Sache die Lage und Größe des Grundstücks. Denn um als Baulücke zu gelten, womit es dem Innenbereich zugeordnet werden kann, muss es bestimmte Kriterien erfüllen. „Das ist eine knifflige Geschichte, die unter den Fachleuten heiß diskutiert wird“, sagte Bürgermeister Michael Asam.

So muss sich zum einen die Größe der Grundstücke, die auf der Fläche entstehen sollen, an der umliegenden Bebauung orientieren. Mit rund 1100, 1200 und 1500 Quadratmeter wären diese in dem Fall nach dem Plan des Antragstellers deutlich größer. „Rund 700 Quadratmeter wären unproblematisch“, sagte Asam. Die naheliegende Lösung, die Grundstücke zu verkleinern und statt drei vier auszuweisen, führe allerdings auch nicht zum Ziel. Denn ab dieser Zahl könne man nicht mehr von einer Baulücke sprechen, schilderte der Rathauschef das Dilemma. Ob das Landratsamt bei einer größeren Verdichtung mitspiele, stehe noch nicht fest. „Bei der Aufsichtsbehörde gibt es im Moment dazu noch keine klare Meinung.“

Und noch ein weiteres Problem sprach der Bürgermeister an. So habe die Gemeinde in der Vergangenheit bei einem Bauantrag in besagtem Bereich auf die Einhaltung der Außenbereichs-Vorgaben gepocht. „Diese Entscheidung würden wir auf den Kopf stellen.“

Rot schraffiert die Fläche, auf der die Mehrfamilienhäuser entstehen sollen. Daneben die ehemalige Kiesgrube.

Auch Peter Ostenrieder erinnerte an die „schwierige Diskussion“, die man damals geführt hatte. Kritisch sah der CSU-Fraktionschef zudem, dass die Bauvoranfrage keinen Aufschluss darüber gebe, wie die Grundstücke künftig erschlossen werden sollen. Gerade mit Blick auf die stark frequentierte Ammergauer Straße sei eine rückwärtige Erschließung zu überlegen.

Hermann Mödl (BVP) konnte die Debatte über Innen- oder Außenbereich nicht nachvollziehen. Er sei damals schon dafür gewesen und sehe auch jetzt kein Problem, sagte er. „Wir wollen doch Baugrund schaffen.“

Einen gangbaren Weg zeigte schließlich Herbert Salzmann (SPD) auf. Er schlug vor, die Fläche im Flächennutzungsplan als Innenbereich auszuweisen und gleichzeitig eine Veränderungssperre zu verhängen. „Dann haben wir Zeit, einen Bebauungsplan aufzustellen, bei dem alle Betroffenen mitreden können.“

Dieser Vorschlag stieß auf breite Zustimmung. Hermann Mödl regte darüber hinaus an, die gesamte Fläche der ehemaligen Kiesgrube in den Bebauungsplan einzubeziehen, um für die künftige Entwicklung in diesem Bereich gewappnet zu sein. Einstimmig wurde die Bauvoranfrage abgelehnt und beschlossen, die Veränderungssperre auf den Weg zu bringen.

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