Der Bebauungsplan für die Basili-Wiese: Noch fehlt der Satzungsbeschluss. Grafik: Gemeinde

Baugebiet Basili-Wiese

Alles hängt am Grundstückskauf

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Bauland ist heiß begehrt, das gilt auch für die Marktgemeinde Peiting. Die will deshalb 45 neue Bauplätze für Eigenheime an der Basili-Wiese schaffen. Doch weil sich das Grundstücksgeschäft hinzieht, droht der Zeitplan erneut durcheinanderzugeraten. Auch an anderer Stelle geht es eher schleppend voran.

Peiting – Im Oktober vergangenen Jahres hatte die Marktgemeinde öffentlich gemacht, was viele ohnehin schon vermutet hatten. Wegen den Problemen mit dem Lärmschutz zum Wellenfreibad (wir berichteten) würde man den ursprünglich avisierten Zeitplan nicht einhalten können, hieß es damals. Statt Ende 2017 sei mit einem Verkauf der insgesamt 45 Grundstücke im Baugebiet Basili-Wiese an Bauwillige voraussichtlich erst Ende September 2018 zu rechnen. Keine gute Nachricht für die immerhin gut 200 Bauwilligen, die bis zu diesem Zeitpunkt bei der Gemeinde ihr Interesse an einem Bauplatz bekundet hatten.

Nun sieht es so aus, als ob sich die künftigen Bauherren noch ein bisschen länger gedulden müssen, bis sie ihren Traum vom Eigenheim realisieren können. Denn noch immer ist die Marktgemeinde nicht im Besitz der für das Baugebiet nötigen Flächen, wie Geschäftsleiter Stefan Kort auf Anfrage der Schongauer Nachrichten bestätigt. Die Basili-Wiese ist bekanntlich in privater Hand, die Gemeinde besitzt lediglich ein Ankaufsrecht. Was der genaue Grund dafür ist, warum es bislang nicht zu einer Einigung zwischen Besitzer und Gemeinde gekommen ist, will Kort nicht verraten. Er spricht von „Vertragsmodalitäten“, die es noch zu klären gelte. „Wir sind auf einem guten Weg, ein Ende ist absehbar.“

Das Problem: Solange das Grundstücksgeschäft nicht unter Dach und Fach ist, kann auch der Bebauungsplan nicht vom Marktgemeinderat verabschiedet werden. Ursprünglich sollte dies bereits Anfang des Jahres geschehen. Aktuell sei das Bauleitverfahren pausiert, erklärt Bettina Habersetzer vom Marktbauamt. Ob es direkt zum Satzungsbeschluss kommt oder der Plan vorher noch einmal ausgelegt werden muss, hängt laut ihr davon ab, wie groß die noch ausstehenden Änderungen ausfallen. Weitere Verzögerungen sind also nicht ausgeschlossen. 

Zahl der Bauwilligen ist auf 240 gestiegen

Hinzu kommt, dass die Gemeinde sich erst mit einem gültigen Bebauungsplan an die Ausschreibung der Tiefbauarbeiten für die Erschließung der Basili-Wiese machen kann. Diese, so hat es die Verwaltung festgelegt, ist aber Voraussetzung für den Verkauf der Bauplätze an die Bauinteressenten. Heißt: Bevor nicht Straßen, Wasser- und Abwasserleitungen gebaut sind, startet auch das Vergabefahren nicht. „Momentan ist alles in der Schwebe“, gibt Kort zu. Dass es heuer noch etwas wird mit dem Verkauf an die wartenden Bauinteressenten, deren Zahl mittlerweile auf stolze 240 gestiegen ist, daran scheint allerdings auch der Geschäftsleiter nicht mehr so recht zu glauben. Es könne gut sein, dass man erst im Frühjahr 2019 soweit sei.

Weiteres Baugebiet geplant

Weil der Baudruck so groß ist – Kort erreichen fast täglich neue Anfragen nach Bauplätzen – bemüht sich die Gemeinde auch an anderer Stelle, Bauland zu schaffen. Schon länger verhandelt man mit dem Eigentümer der Wiese zwischen Drosselstraße und Unterfeldweg über einen Kauf selbiger. Die Fläche würde laut dem Geschäftsleiter Platz für 25 bis 30 Bauplätze bieten. Noch seien die Verhandlungen aber nicht abgeschlossen. „Die Basili-Wiese hat Vorrang.“

Übrigens: Wer dort vergünstigt bauen darf, entscheidet die Gemeinde bekanntlich nach einer eigens festgelegten Vergaberichtlinie. Diese hatte man 2016 extra neu aufgelegt, um die Anforderungen der EU zu erfüllen. Doch nun muss die Gemeinde laut Kort noch einmal bei den Einkommensgrenzen und dem Punktesystem nachbessern. Das Thema soll in der nächsten Gemeinderatssitzung behandelt werden.

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