Noch grünt es grün am Peitinger Zeißlerweg. Im Laufe des kommenden Monats sollen die Bauarbeiten des V-Baumarktes beginnen.
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Noch grünt es am Peitinger Zeißlerweg. Das soll sich bereits ab Oktober ändern. Im Laufe des kommenden Monats sollen die Bauarbeiten des V-Baumarktes beginnen.

Millionen-Projekt am Zeißlerweg

V-Baumarkt-Neubau in Peiting: Unternehmen gibt Zeitplan bekannt - juristische Schlappe für Projekt-Gegner

  • Christoph Peters
    VonChristoph Peters
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  • Barbara Schlotterer-Fuchs
    Barbara Schlotterer-Fuchs
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Jetzt geht es nur noch um Wochen: Bereits im Oktober werden am Peitinger Zeißlerweg die Bagger anrollen. Der Startschuss für das im Schongauer Land viel diskutierte Groß-Bauprojekt V-Baumarkt fällt. Schon Ende 2022 soll der Neubau eröffnet werden.

Update vom 20. September, 18 Uhr: Nachdem der Zeitplan für den Neubau des V-Baumarkts in Peiting steht, gibt es nun neue Entwicklungen in Sachen der anhängigen Klagen gegen das Projekt.

Wie Peter Duvinage, Anwalt der Baumarkt-Gegner, am Montagnachmittag gegenüber der Redaktion bekanntgab, habe man den Normenkontrollantrag, mit dem man gegen den Bebauungsplan vorgehen wollte, zurückgezogen. Grund seien mangelnde Erfolgsaussichten, lässt der Anwalt durchblicken. Ein Rückschlag für Bürgerbegehren-Initiatorin Anna-Maria Fedisch und Gemeinderat Christian Lory (Unabhängige Peitinger), in deren Namen Duvinage den rechtlichen Schritt unternommen hatte (wir berichteten). Zuletzt hatte der Verwaltungsgerichtshof bereits Bedenken an der Zulässigkeit geäußert.

Noch ist das juristische Tauziehen allerdings nicht beendet. Denn auf die beiden noch laufenden Revisionsverfahren hat der zurückgezogene Antrag keine Auswirkungen. Im März hatte das Verwaltungsgericht die Klagen gegen die Nichtzulassung der beiden V-Baumarkt-Bürgerbegehren abgewiesen. Die Baumarkt-Gegner gingen daraufhin in Berufung (wir berichteten).

Erstmeldung vom 20. September, 12 Uhr: Peiting – „Nach einer längeren Planungsphase haben jetzt die ersten Vergabegespräche begonnen“, erklärt V-Markt-Sprecher Martin Glöckner. Bei günstigen Baubedingungen könnte die Eröffnung des V-Markt Baumarkts im Gewerbegebiet am Zeißlerweg Ende 2022 stattfinden.

„Im Mittelpunkt der Vergabe stehen regionale Baufirmen aus Oberbayern und Schwaben“, erklärt Glöckner. Somit könnte bereits Mitte Oktober der Baustart mit den Erdarbeiten erfolgen. „Für das Frühjahr und den Sommer 2022 sind dann die Hochbau-Arbeiten geplant.“ Im Vergleich zum V-Baumarkt Füssen wird der neue V-Baumarkt in Peiting mit einer Verkaufsfläche von knapp 8000 Quadratmetern kleiner ausfallen.

Photovolatik-Anlage, Dachbegrünung und Ladesäulen

„Nachhaltigkeit und Umweltschutz wird bei dem neuen Gebäude groß geschrieben“, betont der Unternehmens-Sprecher. Dazu würde beispielsweise das Dach begrünt und mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet. Das Regenwasser auf dem Parkplatz wird nicht in die Kanalisation eingeleitet, sondern versickert über Rigolen vor Ort im Boden. Für Elektrofahrzeuge wird es Ladesäulen geben.

Mit dem neuen V-Baumarkt will das Unternehmen über 50 Arbeitsplätze und zusätzliche Ausbildungsplätze in Peiting schaffen. Erstmals äußert man sich seitens des V-Markts auch zur Zukunft des Schongauer V-Baumarkts: „Durch die geringe Fläche kann im Schongauer Markt derzeit nur ein Basis-Sortiment im Baumarkt-Bereich angeboten werden. Ist der Peitinger Baumarkt erst mal eröffnet, „wird das Sortiment in Schongau auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse angepasst“.

V-Markt-Sprecher Martin Glöckner betont im Bezug auf die Proteste gegen den Markt auch: „Die Bevölkerung von Peiting wurde bei den Planungen einbezogen.“

Klagen der Baumarkt-Gegner: Berufungsverfahren noch offen

Wie steht es eigentlich um die Erfolgsaussichten der Bürger, die sich bekanntlich gar nicht einbezogen gefühlt haben und jetzt den Klageweg beschreiten? Stimmt es, dass der Normenkontrollantrag vom Gericht zurückgewiesen wurde? Peter Duvinage, Rechtsanwalt der Baumarkt-Gegner erklärt: „Das Verwaltungsgericht hat bislang lediglich mitgeteilt, dass es nach dem vorliegenden Sachstand den Normenkontrollantrag für unzulässig hält und unsere Seite zur Stellungnahme aufgefordert, die nach Akteneinsicht erfolgen soll. Von einer gerichtlichen Zurückweisung kann also gegenwärtig keine Rede sein“, betont er. Was die beiden noch anhängigen Berufungsverfahren anbelangt, gibt es keinen neuen Sachstand.

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