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Der Bauernhof an der Oberen Straße wird abgerissen, es entstehen ein Wohnhaus und eine Tiefgarage. 

Bauausschuss stimmt zu  

Mehr Wohnraum für Peiting

Bauvorhaben für 19 neue Wohnungen, erstellt von Privatleuten, hat der Bauausschuss in der jüngsten Sitzung abgesegnet. Mitten im Ort, an der Bachstraße 1 und der Oberen Straße 14, entstehen Wohnanlagen mit bis zu zehn Wohneinheiten.

Peiting „Es ist gut und wichtig, dass in Peiting so viele neue Wohnungen von privater Hand entstehen“, sagte Bürgermeister Michael Asam. Die neuen Mehrfamilienhäuser bieten Wohnungen in der Größenordnung von 60 bis 137 Quadratmetern und stellen so ein attraktives Wohnungsangebot im Ort dar. Zudem kämpft die Gemeinde laut Asam derzeit mit Vorschriften des Emissionsschutzes, so dass es mit neuer Bebauung nicht vorangeht.

Trotzdem wurde nicht alles abgesegnet, was sich die Bauherren wünschten. So soll auf dem Areal eines alten Bauernhofs an der Oberen Straße 14 ein Mehrfamilienhaus mit zehn Wohnungen sowie eine Tiefgarage mit 21 Stellplätzen gebaut werden. Mit den gewünschten schwarzen Dachziegeln konnte sich der Gemeinderat aber nicht anfreunden. Der Bebauungsplan schreibt laut Bauamtsmitarbeiterin Bettina Habersetzer rote Ziegel vor. Daran wollte Gemeinderat Peter Ostenrieder auch festhalten, um den dörflichen Charakter zu wahren. „Da stehen ringsum große Gebäude, die alle rot eingedeckt sind“, pflichtete Hermann Mödl bei. Eine Meinung, der sich alle einstimmig anschlossen. Einstimmig wurde überdies die Befreiung von den Balkonvorschriften abgelehnt. Statt der vorgeschriebenen 1,60 hätten die Bauherren gerne 1,95 Meter über die Gebäudegrenze hinausgebaut.

Ebenfalls ein Mehrfamilienhaus soll an der Bachstraße 1 in der Nachbarschaft des Rathauses entstehen. Hier sind neun Wohneinheiten geplant. Da der ursprüngliche Plan bereits einmal verhandelt worden und um eine Wohnung zugunsten von Stellplätzen abgespeckt worden war, gab es keine Beanstandungen. „Ich denke, mit dem kann man leben“, so Michael Asam. Hermann Mödl gab noch einmal die Firsthöhe zu bedenken. Da diese aber vergleichbar mit der des auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegenden Ärztehauses ist, gab es keine Beanstandungen.

Ebenfalls positiv beschieden wurden geplante Dachgauben an der Lorystraße 23 und der Bahnhofstraße 13 sowie die Errichtung eines Sattel-Pultdachstuhls über einer Garage am Weidenweg 16 und der Einbau einer Schleppdachgaube am Uhrerskreuzweg 6. Abgelehnt wurde, da „nicht Bebauungsplan-konform“, die Erneuerung des Dachgeschosses mit Querbau und Carport im Saliterweg 4. Dort soll ein Gespräch mit dem Bauherrn eine machbare Lösung bringen, betonte Asam. Ihr Gartenglück künftig mit Häuschen genießen dürfen die Bewohner an der Michael-Dacher-Straße 13. Dort soll mit Einverständnis der Nachbarn ein Gartenhäuschen mit Holzlege außerhalb der Bebauungsgrenze errichtet werden. „Respekt für den Bauherrn, dass er in diesem Fall einen Antrag stellt und nicht einfach hinbaut“, bekundete Michael Asam dazu.

Ursula Fröhlich

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