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Seit 1996 findet in Peiting der „Tag der Helfer” statt.
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Seit 1996 findet in Peiting der „Tag der Helfer” statt.

Tag der Helfer

Leben retten als eingespieltes Team

Ein Tag im Sommer 1996 darf als Geburtsstunde des „Tag der Helfer” bezeichnet werden. Auf Initiative von Rudolf Schropp, damaliger Kommandant der Peitinger Feuerwehr, wurde diese Veranstaltung das erste Mal organisiert. Das Interesse der Bürger war gewaltig. Die Erfolgsstory wurde nun zum 7. Mal präsentiert.

Peiting Das Programm des Informationstags war eine Punktlandung. Dafür sorgten elf verschiedene Helfer- und Informationsgruppen, die rund um das Feuerwehr Gerätehaus ihre Arbeit und natürlich auch ihre Ausrüstungen vorstellten. „Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen, die Mühen der Vorbereitungen haben sich allemal gelohnt“, so ein erstes Resümee von Klaus Straub.

Bei dem Kommandanten der Peitinger Wehr, der in den vergangenen Wochen mit seiner Mannschaft die Vorbereitungen stemmte, liefen an diesem Tag alle Fäden zusammen. Der große Ansturm der Besucher und das gezeigte Interesse waren quasi Wertschätzung und Dankeschön an die vielen Helfer. Nicht zu vergessen, dass diese zum großen Teil ehrenamtlich ihre Gesundheit aufs Spiel setzen, um Mitbürger in teilweise sehr kritischen Situationen zu retten. Manchmal leider auch bergen müssen. Solche Situationen werden auf den Stationen der Gruppen gezeigt.

Dabei verstehen es die Helfer, Besucher in gewisse Situationen mit einzubinden. Es ist ein Tag zum „hautnah dabei sein“. So kann an einem Rüstwagen der Feuerwehr unter fachkundiger Anleitung mit der Schere ein Holzstock durchtrennt werden. Einige Meter daneben wird’s heiß. Hier besteht die Möglichkeit, mit einem Feuerlöscher lodernde Flammen zu löschen. Immer umlagert ist natürlich die große Drehleiter, die an diesem Tag voll ausgefahren in den Himmel ragt. Dass auch das Löschfahrzeug Z6 der Bundeswehr mit seinen 680 PS im Mittelpunkt der Gerätschaften der Floriansjünger steht, ist glasklar.

Hautnah durch eine Laserpistole der Polizei blicken konnte der Besucher am Stand der Schongauer Inspektion. Gegenüber geben Kollegen der Kripo Ratschläge, wie man sich gegen Einbrecher schützen kann.

Über den ganzen Tag hindurch zeigen Sanitäter im BRK-Zelt, wie man Personen im Falle eines Falles reanimiert. An verschiedenen Übungspuppen kann die schweißtreibende Arbeit der Ersthelfer nachempfunden werden. Die Gruppen des Technischen Hilfswerks sowie die Wasserwacht waren nicht nur mit einer Fahrzeugpalette vor Ort, auch deren Betreuungspark für Kinder sorgte für Kurzweiligkeit. SEG Rettungshundestaffel Weilheim-Schongau: Diese zeigt, mit welcher Disziplin Herr oder Frau und Hund zusammenarbeiten und die verschiedensten Hindernisse überwinden. 365 Tage im Jahr, täglich 24 Stunden in Bereitschaft sind die Kameraden der Bergwacht Peiting-Steingaden. Wie umfangreich und auch gefährlich es ist, Verletzte aus dem Berg zu retten, demonstrieren sie vor Ort bei ihrer Vorführung.

Der Höhepunkt des Tages ist zweifellos die groß angelegte Vorführung des Zusammenspiels von Helfer vor Ort, Polizei, Rettungsdienst, Notarzt und Feuerwehr auf der Bahnhofstraße. Zahlreiche Zuschauer erlebten ein Szenario, wie es immer wieder auf unseren Straßen vorkommt. Zwei Pkw stoßen frontal zusammen. Dabei wird die Fahrerin des einen Fahrzeuges eingeklemmt, der Fahrer des zweiten Pkws erleidet mittelschwere Verletzungen. Moderator Werner Hoyer von der Gebietsverkehrswacht Schongau zieht zwei Führerscheinneulinge hinzu, die erste Maßnahmen ergreifen müssen. Dann geht es Schlag auf Schlag. Polizei, Helfer vor Ort, Rettungsdienst und Notarzt treffen ein. Dazu die Feuerwehr, die sofort mit dem Rettungssatz Spreizer und Schere das Dach des Pkws entfernt. Professionell kommentiert durch Manfred Maier von der Polizeiinspektion Schongau, durch Klaus Straub für die Feuerwehr, Dr. Cornelius Pahl für Notärzte und BRK. Wie wichtig nach so einer Situation die Betreuung von Geschädigten und Einsatzkräften ist, erklärt Notfallseelsorger Matthias Lösch. „Wie kann ich mit dieser Belastung umgehen?“ ist die Frage. Sei es die Notfallseelsorge für die Betroffenen oder die Feuerwehrseelsorge für die Retter, diese oft nicht wahrgenommene Einrichtung ist von enormer Wichtigkeit.

Hans-Helmut Herold

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