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Fre uen sich auf die Benefiz-Kunstausstellung: Organisatorin Susann Tabatabai-Schweizer mit den Künstlern Fride Wirtl-Walser, Peter Meyr und Theodora Hadiak.

Benefiz-Veranstaltung in Peiting

Besondere Kunst-Auktion für iranisches Waisenkinder-Projekt

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Ein Kunstwerk erwerben und damit auch noch Gutes bewirken: Diese Möglichkeit besteht am kommenden Freitagabend im Peitinger Sparkassensaal. Mit der Benefiz-Auktion will die Peitinger Künstlerin Susann Tabatabai-Schweizer ein besonderes Waisenkinder-Projekt in Iran unterstützen.

Peiting – Alles begann vor zwei Jahren. Damals befand sich Susann Tabatabai-Schweizer gemeinsam mit Peitinger Künstlerfreunden auf Kulturreise in Iran. Ein Land, zu dem die Peitingerin von Geburt her eine besondere Verbindung hat. Geboren in Teheran, verbrachte sie dort ihre Jugend, ehe sie mit 17 Jahren während der iranischen Revolution 1979 nach Deutschland kam. Die Reise führte die Gruppe auch in die Wüstenstadt Kashan, wo man im historischen Hotel „Negin-House“ abstieg. „Das war reiner Zufall“, erinnert sich die Künstlerin. Jedoch einer mit bleibendem Eindruck.

Denn ihre Unterkunft war nicht irgendein Hotel, sondern Teil der Negin-Stiftung, die sich für Straßen- und Waisenkinder einsetzt. Gegründet habe sie ein iranischer Arzt mit seiner Frau, die den Großteil des Jahres in Boston leben, erzählt Susann Tabatabai-Schweizer, die sofort fasziniert von dem sozialen Engagement war. „Sie haben aus eigenen Mitteln mehrere historische Häuser renoviert, in denen sie Waisen- und Straßenkinder ein liebevolles Zuhause ermöglichen.“ Darüber hinaus bekämen die jungen Menschen eine berufliche Ausbildung, um ihnen eine Chance für die Zukunft in ihrer eigenen Heimat zu geben, erklärt die Peitingerin. „Mich hat das sehr berührt und begeistert.“

Schnell reifte in ihr der Entschluss, das Projekt zu unterstützen. So entstand die Idee zu einer Benefizkunstausstellung, bei der Werke zugunsten der Stiftung versteigert werden sollten. „Alle Mittel fließen direkt und ohne Verwaltungskosten zu 100 Prozent in das Projekt“, betont Tabatabai-Schweizer.

Die insgesamt 18 Arbeiten, die am Freitag, 3. November, ab 17 Uhr im Sparkassensaal für den guten Zweck unter den Hammer kommen, hat die Peitingerin allesamt von befreundeten und bekannten Künstlern gespendet bekommen. „Ohne die viele Unterstützung wäre das gar nicht gegangen.“ Dazu zählen neben vier iranischstämmigen Künstlern und einer Künstlerin aus Österreich auch bekannte Gesichter aus der Region. Bei Peter Mayr, Theodora Hadiak und Fride Wirtl-Walser rannte die Peitingerin offen Türen ein. „Es geht um eine gute Sache. Da habe ich nicht lange überlegen müssen“, sagt Malerin Theodora Hadiak aus Schongau. Ihre Peitinger Kollegin Fride Wirtl-Walser findet das Projekt „eine sinnvolle Hilfe“, denn „Kinder sind immer die ersten in der Gesellschaft, die leiden müssen“. Und auch für Peter Mayr, der in der Vergangenheit schon öfter Susann Tabatabai-Schweizer bei Benefiz-Veranstaltungen unterstützt hat, sei es „gar keine Frage gewesen zu helfen“.

Besonders gerührt hat die Organisatorin die Gemeinschaftsarbeit der Tabaluga-Erwachsenengruppe, die die Künstlerin in ihrem Atelier betreut. „Als sie gehört haben, dass es um ein Projekt mit Kindern geht, wollten sie sofort helfen.“ Herausgekommen ist ein farbenprächtiges Freudenbild.

Obwohl die Kunstauktion natürlich im Mittelpunkt steht, ist sie nicht der einzige Höhepunkt der Veranstaltung. So wird Dr Nima Mina, Professor für Orientalistik an der Universität in London, einen Dia-Vortrag über die Geschichte, Kunst und Kultur des Iran halten. „Er reist extra aus England an“, freut sich die Organisatorin über den besonderen Gast. Für das leibliche Wohl ist mit persischem Fingerfood ebenso gesorgt wie für die musikalische Untermalung mit Fusions-Musik. Alles ist angerichtet für einen gelungenen Abend.

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