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Mit dem Hubschrauber wurden die Bergretter zur Einsatzstelle geflogen.

Bergunfall in den Ammergauer Alpen

Mann (72) an der Hochplatte abgestürzt

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Schock bei sommerlicher Bergtour in den Ammergauer Alpen. Bei der Überschreitung von der Hochplatte zum Fensterl ist am Sonntag ein Wanderer abgestürzt.

Eine 15-köpfige Wandergruppe aus Ravensburg war am Sonntag auf der Überschreitung von der Hochplatte zum Fensterl in den Ammergauer Alpen, um wieder zurück zur Kenzenhütte zu gelangen. Kurz vor dem Abzweig Richtung Norden, verlor ein 72-jähriger Mann aus der Gruppe das Gleichgewicht und stürzte 20 Meter durch steiles, schroffiges Gelände.

Der Hilferuf per Handy lief zunächst bei der Leitstelle Allgäu auf, die daraufhin die Bergwacht Füssen alarmierte. Auf Grund der Meldung „Sturz aus großer Höhe“ wurde sofort ein Hubschrauber mit Seilwinde dazugerufen. Dann übergab der Einsatzleiter Füssen die Rettung an die Bergwacht Steingaden. 

Ein Bergretter wurde vom RK 2 aus Reutte am Wankerfleck aufgenommen und zur Unfallstelle geflogen. Vor Ort stieg der Bergwachtler und ein Besatzungsmitglied im Schwebflug am Grat aus und konnten den Ersthelfer, der sich schon um den Verunglückten kümmerte, unterstützen. Der Patient wurde mit dem Luftretter per Winde in den Hubschrauber geladen und sofort ins Krankenhaus nach Füssen transportiert. 

Zum Glück hatte er sich bei seinem Sturz nur großflächige Hautabschürfungen und eine Kopfplatzwunde zugezogen. 

„Die Bergfreunde des Verunglückten waren von der Situation etwas überfordert, sodass noch zwei weitere Bergretter der Bergwacht Steingaden-Peiting zum Unfallort geflogen wurden“, so Robert Zimmermann von der Bergwacht.  „Somit konnte dann die Gruppe über den sogenannten Mulisteig auf der Südseite der Hochplatte zur Kenzenhütte begleitet werden.“ Wie Zimmermann meint, hätte der schwierigere Abstieg durch das Fensterl vielleicht bei dem einen oder anderen zu einer Blockade geführt und dadurch einen Folgeeinsatz auslösen können.

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