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Notdurft auf dem Bühlach? Die sollten sich Spaziergänger verkneifen. Denn hier handelt es sich um einen Container mit wichtiger Technik für den Betriebsfunk. 

Betriebsfunk in Peiting

Ein „Klohäusel“ für den Notfall

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Um die Kommunikation im Notfall zu verbessern, möchte die LEW an einem Stahlgitterhochspannungsmasten eine Antenne auf einer Höhe von 27 Metern installieren. Der Peitinger Gemeinderat ist dafür – dass die Technik in einem Container untergebracht ist, der wie ein Klohäusel aussieht, sorgte aber für Lacher.

Peiting – Seitens der Bundesnetzagentur ist LEW Verteilnetz (LVN) als örtlicher Verteilnetzbetreiber angehalten, eine Notfallkommunikation zu errichten. Im Fall einer Katastrophe oder Störungen im Stromnetz ist eine zuverlässige Kommunikation über öffentliche Mobilfunkanbieter nicht mehr gewährleistet. Grund: eine unzureichende Notstromversorgung. Aus diesem Grund hat sich die LVN für digitalen Betriebsfunk als Notfallkommunikationsmedium im gesamten Netzgebiet entschieden. Die Frequenzen und die dazugehörigen Sendeleistungen werden von der Bundesnetzagentur zugeteilt und überwacht.

Je nachdem, wie die Landschaft ist, wird die Funkversorgung zum Teil stark beeinflusst. Gerade in bergigen oder hügeligen Gebieten gestaltet sich eine Funkversorgung relativ schwierig. In Peiting wird das Funksignal von Schongau durch den Höhenzug zwischen den Kommunen abgeschwächt. Ohne eine zusätzliche Station des digitalen Betriebsfunks ist in der Region um die Marktgemeinde eine Kommunikation nicht möglich.

Als Standort hat die LEW einen Hochspannungsmasten auf dem Bühlach auserkoren. Dort soll eine Antenne auf einer Höhe von 27 Metern installiert werden. Die Technik wird in einem Container untergebracht, der mit Holz verschalt wird. Grundstücks-Eigentümer genehmigte das Vorhaben – sofern das Gremium die Zustimmung erteilt.

Ob das Bretterhäusel besser aussieht, wenn es verwittert ist?

„Die Anlage wird außerhalb der Ortschaft errichtet, um mögliche Mobilfunkgegner zu beruhigen“, so Matthias Grunenberg von LEW.

Thomas Elste: „Wer nutzt den Betriebsfunk, wenn es mit den Behördennetz nichts zu tun hat? Kann die Polizei trotzdem auf die Frequenz zugreifen.“ Nein, betonte Grunenberg, nur die Lechwerke könnten den Funk nutzen.

Mindestens 48 Stunden reiche die Akkulaufzeit im Notfall aus, beantwortete Grunenberg die Frage von Herbert Salzmann (SPD).

Und Michael Deibler (CSU) sprach dann das aus, was sich alle insgeheim dachten: „Für mich sind das Ansinnen und die technischen Dinge klar. Ich habe auch kein Problem mit dem Standort, aber ich habe ein Problem mit dem Klohäusel, dass da steht.“ Wäre da noch ein Herzerl ausgeschnitten, „könnte man in Versuchung kommen“, pflichtete Bürgermeister Michael Asam bei.

Über die Gestaltung könne man noch reden, so Grunenberg. „Vielleicht nicht so rustikal“, grinste Asam. Bernhard Huber (BVP) war dann allerdings der Meinung, man müsse den frischen Brettermantel des Häuschens nur ein halbes, dreiviertel Jahr verwittern lassen, dann füge es sich gut in die Umgebung ein. „Des kriegen wir schon hin, dass das da reinpasst“, schloss Asam den Tagesordnungspunkt.

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