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Im Gespräch: Bürgermeister Michael Asam diskutiert mit Birkländern über ihre Anliegen.

Bürgerversammlung in Birkland

Bauprojekte in Peiting und ein Tempo-Limit-Wunsch

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Wohnen, Angebote für Kinder sowie der geplante Geh- und Radweg waren Themen der Bürgerversammlung in Birkland. Ein gemeinsames Anliegen wurde geäußert.

Birkland – Die Autos fahren viel zu schnell durch den Ort, schilderten gleich mehrere Birkländer bei der dortigen Bürgerversammlung. Marktbaumeister Fabian Kreitl hatte soeben den geplanten Geh- und Radweg vorgestellt. Über 1,2 Kilometer führt dieser entlang der Staatsstraße durch Birkland. Als Knackpunkt nannte Kreitl eine enge Kurve. Dort rücke der Weg sehr nahe an die Straße heran.

Nach den Schilderungen wollten deshalb gleich mehrere Birkländer wissen, ob der neue Weg als Anlass genommen werden könne, endlich eine Geschwindigkeitsbegrenzung einzuführen. Zwischen Sägewerk und Kirche die erlaubte Geschwindigkeit auf 60 km/h reduzieren, so ein Vorschlag. Schließlich konnte auch in der Peitinger Ortsmitte einfach eine Tempo-30-Zone eingeführt werden.

Bürgermeister Michael Asam wies darauf hin, dass das in Birkland nicht so leicht umsetzbar sei, da es sich um eine Staatsstraße handelt. Die Gemeinde sei aber mit Polizei und Straßenbauamt im Gespräch (siehe unten).

Auch eine Smileyanlage würde schon helfen, Autofahrer auf ihre Geschwindigkeit hinzuweisen und zu einem langsameren Tempo zu bewegen, so ein weiterer Vorschlag. Asam wollte aber zunächst den Termin abwarten.

Neue Grundstücke in Birkland

Bei der Bürgerversammlung ging es auch um Wohnungen und Bauplätze. Der Bedarf ist auch in Birkland groß. Deswegen hatte der Gemeinderat in der vorangegangenen Sitzung beschlossen, zusätzlich zu zwei Grundstücken zwei weitere zum Verkauf freizugeben. Vor allem junge Birkländer interessieren sich dafür, so Geschäftsleiter Stefan Kort. Der Gemeinderat war sich einig, dass es unterstützenswert sei, wenn sie im Ort bleiben wollen.

Viele Birkländer waren zu diesem Zeitpunkt bereits anwesend. Asam griff das Thema aber auch in der Bürgerversammlung noch einmal auf. Er erklärte, dass die Gemeinde weitere Baugebiete in Peiting plane. Eines auch in Zusammenarbeit mit Herzogsägmühle.

Allerdings wolle man mit Bedacht an alle Planungen gehen und überlegen, inwieweit der Ort noch wachsen soll, erklärte Asam. Schließlich braucht ein größerer Ort auch mehr Infrastruktur. Schon jetzt gebe es Probleme, alle Kinder im Kindergarten unterzubringen. Deswegen ist ein Neubau geplant. Auch beim Hort und der offenen Ganztagsschule wird die Nachfrage in den kommenden Jahren wohl steigen. Deshalb ist auch ein Anbau der Alfons-Peter-Grundschule geplant. Hier sind im Haushalt 2019 für die Planungen 50 000 Euro vorgesehen, im Haushalt 2020 sind es 2 200 000 Euro für die Durchführung, legte Kämmerer Christian Hollrieder die Zahlen dar.

Angebote für Peitinger Jugend: Fußballplatz und Jugendzentrum

Außerdem möchte die Marktgemeinde möglichst bald ein neues Jugendzentrum bauen. Das jetzige Gebäude soll an einen Wohlfahrtsverband abgegeben werden.

Ein weiteres Angebot für Kinder und Jugendliche wurde bereits realisiert: Der neue Fußballplatz mit Umkleidegebäude soll am 1. Juni freigegeben werden, der Naturplatz werde nächste Woche abgenommen. „Und selbstverständlich kann auch die Birkländer Jugend den Platz nutzen“, betonte Asam.

Eine weitere Investition ist im Haushalt für den Breitbandausbau vorgesehen, sagte Kämmerer Christian Hollrieder. Durch ein Landes- und Bundesförderungsprogramm wird der Ausbau für Haushalte bis 30 Mbit/s unterstützt.

Diskussion über unpassierbaren Gehweg in Birkland

Außerdem wurde in der Bürgerversammlung über den Gehweg kurz nach der Raiffeisenbank gesprochen. Dieser sei durch Baumwurzeln unpassierbar, vor allem mit Kinderwagen müsse man auf die Straße ausweichen. Bürgermeister Michael Asam sagte zu, eine Lösung für den brüchigen Abschnitt zu finden. „Der Baum ist aber erhaltenswert, den werden wir nicht fällen.“ Wie die Reparaturmaßnahmen aussehen werden, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

Nach der Bürgerversammlung: Bürgermeister Michael Asam spricht mit Polizei über gewünschtes Tempo-Limit

Zusammen mit Vertretern vom Straßenbauamt und der Polizei hat sich Peitings Bürgermeister Michael Asam die Strecke in Birkland angeschaut, für die Bürger ein Tempo-Limit gefordert hatten. Die Strecke sei laut Polizei aber nicht für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h prädestiniert, da die Straßenführung ohnehin keine schnellere Geschwindigkeit zulasse. Nur in Einzelfällen werde schneller gefahren, diese Fahrer lassen sich auch durch Schilder nicht davon abbringen, so Asam. Um zu überprüfen, ob es sich tatsächlich nur um Einzelfälle handelt, sollen jetzt aber Messungen durchgeführt werden. Am Birkländer Ortseingang von Aich kommend, soll außerdem eine Smileyanlage aufgestellt werden, die die Geschwindigkeit anzeigt. „Verkehrsteilnehmer sollen so darauf hingewiesen werden, dass sie in einen Ort fahren, und dazu bewegt werden, abzubremsen“, erläutert Asam.

Auch interessant: Dass die Kultkneipe M32 abgerissen werden soll, sorgt in Peiting für Diskussionen. Eine Initiative will das Gebäude jetzt retten. Die Gemeinde nicht.

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