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Stolperfalle: Das Pflaster am G ehweg in der Birkenriedstraße hat sich teilweise gesenkt.

Mängel verhindern Abnahme

Breitbandausbau in Peiting: Firma muss nacharbeiten

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Bei der Versorgung ihrer Bürger mit schnellem Internet will die Marktgemeinde Peiting ganz vorne mitspielen. Knapp eine halbe Million Euro wurden allein im vergangenen Jahr in den Breitbandausbau investiert. Doch die Tiefbauarbeiten liefen alles andere als reibungslos ab. Im Frühjahr muss deshalb nachgearbeitet werden.

Peiting – Die Baustellen im vergangenen Jahr waren nicht zu übersehen. Überall rückten Bagger an und rissen Straßen und Gehwege auf, um zig Kilometer neue Kabel zu verlegen. Doch beim Verschließen der Gräben nach getaner Arbeit nahmen es die Bauarbeiter des beauftragten Unternehmens offensichtlich nicht immer allzu genau.

Besonders augenfällig ist dies in der Birkenriedstraße. Dort hat sich das wieder eingebaute Pflaster des Gehwegs in Teilen abgesenkt – mit gefährlichen Folgen. Eine über 80-jährige Nachbarin sei auf dem unebenen Belag ins Stolpern geraten und gestürzt, teilt ein Anwohner der Heimatzeitung mit. Die Rentnerin habe Glück im Unglück gehabt und den Fall ohne größere Blessuren überstanden.

Im Marktbauamt ist das Problem bekannt. Der Versatz des Pflaster sei ein Mangel, den die ausführende Firma beheben müsse, heißt es. Es ist nicht die einzige Stelle, an der nachgearbeitet werden muss. In ganz Peiting habe man Bereiche moniert, die nicht sauber ausgeführt worden seien, teilt das Marktbauamt mit. Betroffen seien nicht nur gepflasterte Gehwege. Teilweise sei über den Bordstein asphaltiert, außerdem vielfach Kanten nicht sauber gearbeitet worden. „Eine Endabnahme ist aus diesem Grund noch nicht erfolgt.“

Schon an der Bürgerversammlung Ende November hatte Bürgermeister Michael Asam seinem Ärger über die von der Telekom beauftragte Firma Luft gemacht. Was diese hier abgeliefert habe, „war unterste Schublade“, wetterte der Rathauschef damals. Auch im Bauamt ist man über die Art und Weise, wie die Arbeiten abgelaufen sind, nicht begeistert. Eine Kommunikation sei mit den oft fremdsprachigen Arbeitern vor Ort nicht möglich, der Bauleiter nicht greifbar gewesen, lautet die Kritik. Teils seien Arbeiten begonnen worden, ohne die Straße entsprechend für den Verkehr abzusperren. Jetzt hofft man im Bauamt, dass zumindest die Ausbesserungsarbeiten im Frühjahr zeitnah erledigt werden.

Bis dahin dürfte der Ausbau des schnellen Internets auch technisch abgeschlossen sein. Denn noch immer fehlt der offizielle Startschuss seitens der Telekom für jene rund 2300 Haushalte, die als erste von den erfolgten Arbeiten profitieren sollen. „Aktuell rechnen wir mit einer Freischaltung bis Ende Januar“, sagt Peitings Geschäftsleiter Stefan Kort. Eine offizielle Bestätigung für diesen Termin gebe es allerdings nicht.

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