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Bürgermeister Michael Asam (li.) stellte sich den Fragen der Birkländer bei der Bürgerversammlung.

Bürgerversammlung Birkland

Neue Lösung für Geh- und Radweg

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Seit vielen Jahren wird in Birkland über einen neuen Geh- und Radweg zwischen dem Sägewerk und dem eigentlichen Ort diskutiert. Weil das Projekt bislang an Grundstücksverhandlungen scheiterte, wurde auf der Bürgerversammlung jetzt eine alternative Lösung vorgestellt. Ganz unproblematisch ist allerdings auch diese nicht.

Peiting – Dass in einer Bürgerversammlung Vorhaben der Gemeinde vorgestellt werden, ist nicht ungewöhnlich. Schließlich ist die Information der Bürger ja der ureigene Zweck einer solchen Zusammenkunft. Allerdings dürfte es eher selten vorkommen, dass ein Projekt auch für den Gemeinderat Neuland ist. Entsprechend schauten nicht nur die durchaus zahlreich erschienenen Birkländer, sondern auch die Markträte überrascht auf, als Bürgermeister Michael Asam die Vorstellung einer alternativen Fuß- und Radwegverbindung zwischen Sägewerk und Ort ankündigte.

Alternativ deshalb, weil die eigentlich schon vor Jahren favorisierte Lösung entlang der Staatsstraße bislang nicht zustande gekommen ist. „Leider ist es an der Zustimmung eines Grundstückseigentümers gescheitert“, rief Asam in Erinnerung. Bevor sich der Gemeinderat mit dem Thema näher beschäftige, wolle man die Bürgerversammlung nutzen, um eine erste Rückmeldung zu erhalten, erklärte der Bürgermeister.

Die Idee: Statt die Verbindung für Fußgänger und Radfahrer entlang der Staatsstraße zu führen, soll ein Wiesenweg ausgebaut werden. Dieser zweigt kurz nach dem Sägewerk rechts ab, verläuft dann Richtung Norden, ehe er auf Höhe des Ortsrands nach Westen abbiegt und schließlich zurück zur Staatsstraße führt. Den Tipp, diese Möglichkeit zu prüfen, hatte Gemeinderat Peter Ostenrieder gegeben, der selbst in Birkland lebt.

Den Auftrag dazu bekam der neue Marktbauamtsmitarbeiter Fabian Kreitl, der bei der Versammlung zwei Varianten aufzeigte. Die erste sah einen asphaltierten Weg vor, der zwar sowohl für Fußgänger, als auch Radfahrer geeignet wäre, allerdings gleich mehrere Probleme mit sich brachte. Zum einen müsste die Gemeinde in den Bereichen, wo er fast 90 Grad um die Ecke führe, mehr Grund zukaufen, um die Kurven für Radfahrer zu entschärfen, sagte Kreitl. Zum anderen dürfe der Weg nicht zu steil sein, um die Vorschriften für einen Radweg zu erfüllen. Da er zum Teil ein Gefälle von zwölf Prozent aufweise, müsste dafür massiv ins Gelände eingegriffen werden. „Da wäre ein riesiger Aushub von sechs Meter nötig und wir hätten eine neun Meter hohe Böschung“, rechnete Kreitl vor. Die Kosten lägen bei rund 170 000 Euro ohne Grunderwerb. Zum Vergleich: Die ursprüngliche Planung wäre mit 300 000 Euro zu Buche geschlagen, allerdings abzüglich erklecklicher Zuschüsse.

Günstiger mit rund 70 000 Euro liegt die zweite Variante. Als Schotterweg ausgeführt wäre die Verbindung jedoch im Winter nur eingeschränkt nutzbar und kein offizieller Radweg, erläuterte Kreitl. Dafür würden die Eingriffe in die Landschaft wegfallen.

Asam bezeichnete das Ergebnis als „ernüchternd“. Die erste Option komme wegen des großen Flächenverbrauchs eigentlich nicht in Frage, stellte der Bürgermeister fest. Bleibe die zweite, bei der unklar sei, ob sie von den Bürgern auch genutzt würde.

Tatsächlich war die Reaktion der anwesenden Anwohner eher skeptisch. Ihr Wunsch: Die Gemeinde solle lieber noch einmal einen Anlauf für einen Gehweg an der Straße unternehmen. Der würde besser angenommen und mehr Sicherheit für die Kinder bringen. Da die meisten Radfahrer eh auf der Straße unterwegs seien, könne der Fußweg deutlich schmaler ausfallen, was möglicherweise eine Einigung mit dem Grundstückseigentümer erleichtere, so der Vorschlag. Schließlich hatte dieser sein Veto eingelegt, weil der 2,5 Meter breite Weg in der ursprünglichen Planung zu nah an seinem Haus vorbei geführt hätte.

Asam wies allerdings daraufhin, dass die Gemeinde im Fall einer schmaleren Verbindung auf Zuschüsse verzichten müsse. Er versprach aber, noch einmal das Gespräch mit den Beteiligten zu suchen. „Vielleicht kriegen wir die Zustimmung.“

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