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Gut gefüllt war die Schloßberghalle am Dienstag bei der Peitinger Bürgerversammlung. Viele Fragen musste Bürgerme ister Michael Asam allerdings nicht beantworten.

Bürgerversammlung in der Schloßberghalle

Noch ein Kreisverkehr für Peiting

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Michael Asam hat schon viele Bürgerversammlungen abgehalten und dabei so einiges erlebt. Die jüngste am vergangenen Dienstag dürfte der Peitinger Bürgermeister vermutlich in die Kategorie unspektakulär einordnen. Kritische Nachfragen der Bürger gab es kaum. Die bekamen immerhin die ein oder andere Neuigkeit serviert.

Peiting – „Ich hab kurz Angst gehabt, dass wir heute nur einen Tisch brauchen. Aber Sie machen es wie ich und kommen pünktlich auf die Minute“, scherzte Asam, als er um kurz nach 20 Uhr die erschienen Bürger in der Schloßberghalle begrüßte. Die war erneut gut besetzt, wenngleich im Vergleich zum Vorjahr der ein oder andere Stuhl leer blieb. Ein Aufreger-Thema wie der Bürgerentscheid zum Bahnhofstraßenausbau, der 2016 für ein übervolles Haus sorgte, fehlte diesmal. So stand der Rechenschaftsbericht des Bürgermeisters und ein Vortrag zum Stand des Breitbandausbaus (siehe Kasten) im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Auf satten 67 Seiten hatte die Verwaltung alle Fakten zusammengetragen. „Da brauch’ ich eigentlich gar nichts mehr sagen“, sagte Asam augenzwinkernd. Tat er dann aber doch. Und was der Bürgermeister berichtete, war fast durchweg positiv. Ein Haushalt, der mit 27 Millionen Euro auf Rekordniveau liegt, sprudelnde Steuereinnahmen, ein Schuldenstand von gerade einmal zwei Millionen Euro. Weniger schön sei, dass die Gemeinde sechs Millionen Euro als Kreisumlage an den Landkreis abführen müsse. Aber er wolle nicht jammern, betonte Asam, angesichts der wichtigen Aufgaben, die der Landkreis zu stemmen habe.

Viel habe auch die Gemeinde heuer investiert, fuhr der Bürgermeister fort. Etwa in den Ausbau der Bahnhofstraße, wo Ende November der zweite Bauabschnitt abgeschlossen sein werde. Im ehemaligen Raiffeisenbank-Gebäude habe man ansprechende Räumlichkeiten für die Verwaltung geschaffen und in den Breitbandausbau seien allein heuer knapp eine halbe Million Euro investiert worden. Vor allem die Arbeiten am schnellen Internet seien nicht zu übersehen gewesen. Die vielen Baustellen hätten für viel Unmut gesorgt, sagte Asam, der nicht mit Kritik sparte. „Was die ausführende Firma hier abgeliefert hat, war unterste Schublade.“

Neuer Kreisverkehr an der Blauen Sparkasse

Gebaut wird auch im kommenden Jahr kräftig. So stehe der dritte und letzte Abschnitt der Bahnhofstraße an. In der nächsten Sitzung des Gemeinderats werde man den lang ersehnten Bau der Fußballplätze – immerhin 1,5 Millionen Euro – vergeben, kündigte Asam an. Außerdem plane man einen Kreisverkehr an der Blauen Sparkasse, verriet er. „Das wird viel bringen für den innerörtlichen Verkehr.“ Natürlich sprach Asam auch die Wohnbebauung auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände an. „Wir sind froh, dass in Sachen Sozialwohnungen etwas geschieht.“ Gegenüber am Bahnhof werde es dagegen wohl erst 2020 mit dem Bau von Kino, Parkdeck und Verbrauchermarkt losgehen. „Da werde ich als Pensionist zur Einweihung kommen.“ Vorher fertig werde der neue Kindergarten an der Basili-Wiese.

Streitthema Wohnbauland

Apropos Basili-Wiese: Mit dem neuen Baugebiet gehe es nach den Verzögerungen durch die Lärmschutz-Probleme endlich vorwärts, erklärte Asam, für den das Thema Wohnbauland mittlerweile zum Streitthema geworden ist. Besonders ärgere ihn der Vorwurf, die Gemeinde habe es versäumt, rechtzeitig Baugrund zu schaffen. „Wir haben frühzeitig Weichen gestellt“, betonte er. Aber niemand habe ahnen können, dass sich die Situation so verschärfe. Man sei dabei, weitere Grundstücke zu kaufen und zu erschließen – so sollen etwa am Hochweg sieben Bauplätze entstehen –, doch „das geht nicht von jetzt auf gleich“. Auch was Gewerbegrund angehe, sehe es aktuell nicht rosig aus.

Dann hatten die Bürger das Wort. Die erste Meldung drehte sich um das Hirschvogeleck. Ein Bürger beklagte, dass die parkenden Autos an der Oberen Straße die Sicht der Autofahrer behindern würden, die aus Richtung Ortsmitte in die Schongauer Straße einbiegen wollten. Man habe dies bereits mit der Polizei angesprochen, entgegnete Asam. „Das langsame Hineintasten ist gewollt.“

Ein anderer Peitinger klagte, dass sich kaum ein Autofahrer an die geltenden 30er Zonen halten würde. Es werde einfach „durchgebrettert“. Wenn man schon die Tempolimits ändere, müsse man diese auch kontrollieren, forderte er. Dies werde man verstärkt tun, versprach Asam.

Es blieben die einzigen beiden Wortmeldungen an diesem Abend. Der endete mit einem Film über die Erhebung Peitings zur Marktgemeinde 1958. Bilder, die für Asam eines zeigten: „Wir sind ein illustres, feierlustiges Völkchen geblieben.“

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