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Ein schöner und in Bayern wohl einmaliger Brauch: Beim „Baur“ in Ramsau waren die Ministranten schon, hier durfte Sohn Fabian Angerer das Christkindl wiegen. 

Brauchtum

Christkindlwiaga bis Silvester unterwegs

Einen schönen Brauch gibt es in Peiting: Die Christkindlwiaga ziehen jetzt wieder von Haus zu Haus und sammeln für den guten Zweck.

Peiting – Jetzt ziehen die Christkindlwiaga in Peiting wieder von Haus zu Haus bis hinaus in die Weiler und überbringen singend die Botschaft des Mensch gewordenen göttlichen Kindes. Seit Stephani sind die Ministrantinnen und Ministranten in drei Gruppen mit dem Christkindl noch bis Silvester unterwegs. Möglich ist das, weil die ehemaligen Ministranten Markus Jocher und Andreas Guttek sowie Martin Rössle drei weitere Krippen anfertigten und Bernhard Huber dazu Kopien des Barockkindls schnitzte. Das Original, das über die Jahrhunderte viel mitmachen musste – unzählige Schneeballschlachten der Lausbuben Gottes und so manche Fahrt auf Peitnach und Lech – wird ab dem zweiten Weihnachtsfeiertag am linken Seitenaltar der Pfarrkirche St. Michael aufgestellt.

Durch den in Bayern wohl einmaligen Brauch des „Kindelwiegens“ soll das Bewusstsein geprägt werden, dass Gottes Botschaft von Frieden und Rettung alle Menschen auf Erden angeht. Mit dem Erlös werden wie in den vergangenen Jahren soziale Projekte unterstützt und so das „Licht des Glaubens in alle Welt getragen“. Ein Teil der Spenden fließt in die Gruppenarbeit vor Ort.

Die Peitinger erwarten die Christkindlwiaga schon mit freudigem Herzen. Beim „Baur“ in Ramsau durfte Sohn Fabian Angerer das Kindl schon wiegen, wie es der überlieferte Brauch ist. Seine Schwester Lena war als Ministrantin heuer erstmals mit dabei.  hg

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