Einen durchgehenden Radweg von Schongau bis zur Abfahrt nach Kinsau hinter Birkland will das Staatliche Bauamt verwirklichen, wenn die Grundstücksbesitzer mitspielen.
+
Einen durchgehenden Radweg von Schongau bis zur Abfahrt nach Kinsau hinter Birkland will das Staatliche Bauamt verwirklichen, wenn die Grundstücksbesitzer mitspielen.

Grundstücksverhandlungen laufen bereits

Durchgehender Radweg von Schongau nach Birkland in Planung: „Das ist ein echter Knüller“

  • Christoph Peters
    VonChristoph Peters
    schließen

Kaum ist der ersehnte Radweg zwischen Sägewerk und dem eigentlichen Ort Birkland in trockenen Tüchern, gibt es schon die nächsten guten Nachrichten. Nicht nur, dass das Projekt bereits im Frühjahr umgesetzt werden könnte. Es soll auch deutlich umfangreicher ausfallen als bisher geplant.

Peiting – Es war Anfang Oktober, als Peitings Bürgermeister Peter Ostenrieder stolz Vollzug melden konnte. Gemeinsam mit Vertretern des Staatlichen Bauamts hatte er gerade erfolgreich die Grundstückseigentümer entlang der Staatsstraße zwischen dem Hauptort Birkland und dem Sägewerk abgeklappert, um die Bauvereinbarungen für den geplanten Radweg abzuschließen (wir berichteten). Offensichtlich hatte der reibungslose Ablauf beim Bauamt bleibenden Eindruck hinterlassen, denn vor zwei Wochen unterbreitete die Weilheimer Behörde dem Peitinger Rathauschef ein verlockendes Angebot: Gelänge es dem Bürgermeister, die nötigen Grundstücke zu besorgen, würde man nicht nur für einen Lückenschluss des Radwegs nach Schongau im Bereich des Herzogsägmühler Bergs sorgen, sondern auch die Verbindung durch den Hauptort Birkland bis zur Abzweigung nach Kinsau entsprechend ausbauen.

Bürgermeister ist bei Grundstücksverhandlungen guter Dinge

Ostenrieder machte sich noch am gleichen Tag ans Werk, und wieder scheinen sich die Bemühungen auszuzahlen. Von 15 innerörtlichen Grundstücksbesitzern habe er von einem Großteil bereits die Zusage, berichtet der Rathauschef im Gespräch mit den Schongauer Nachrichten. Und auch außerorts sind die Verhandlungen über die benötigten Flächen schon so weit gediehen, dass der Umsetzung wohl nichts mehr im Wege steht.

Sowohl im Kernort als auch nördlich bis zur Abzweigung Richtung Kinsau soll der vorhandene, schmale Asphaltstreifen auf 2,5 Meter ausgebaut werden. Im Ort werde das möglicherweise nicht an allen Stellen gelingen, sagt Ostenrieder. Doch mit der ein oder anderen Engstelle könne man leben. Weil der neue Weg direkt an der Staatsstraße läuft und die im Ort nicht arg breit ist, soll es eine überfahrbare Randsteinlösung geben, die landwirtschaftliche Fahrzeuge bei Begegnungsverkehr überfahren können.

Lückenschluss beseitigt Gefahrenstelle

Ein deutliches Plus an Sicherheit für Radfahrer verspricht auch der Lückenschluss am Herzogsägmühler Berg. Bislang müssen Radler in dem Bereich rund 300 Meter auf der Staatsstraße fahren, ehe sie wieder auf den Forstweg einbiegen können. Dort soll nicht nur parallel zur Fahrbahn ein neuer Radweg entstehen, auch der weitere Weg durch den Wald bis zur Herberge soll ausgebaut und asphaltiert werden. Auch an eine Anbindung an Herzogsägmühle ist gedacht. „Wir wollen versuchen, einen kleinen, sicheren Zubringerradweg zur Einfahrt nach Herzogsägmühle in Höhe Roter Berg zu realisieren“, kündigt Ostenrieder an.

Baubeginn bereits im Frühjahr?

Auf zwischen 1,5 bis zwei Millionen Euro beziffert der Rathauschef die Kosten für das Gesamtprojekt. Dank des Sonderprogramms „Stadt und Land“, mit dem der Bund flächendeckende Fahrradinfrastruktur fördert, käme das Staatliche Bauamt allerdings weiterhin mit den bislang für den Birkländer Radweg vorgesehenen Budget von rund 0,5 Millionen Euro aus – was die zusätzlichen Maßnahmen überhaupt erst möglich mache. „Für uns ist das auf jeden Fall ein echter Knaller. Diese Verbindung wäre Alltags- und zugleich auch Freizeitradwegenetz“, freut sich der Bürgermeister. Wenn das Projekt realisiert werde, könne man mit dem Fahrrad sicher von Schongau über Birkland bis nach Kinsau fahren.

Und das könnte schon bald der Fall sein: „Ich gehe davon aus, dass wir das Thema noch vor Weihnachten eintüten. Dann könnte der Bau bereits im Frühjahr beginnen.“

Schongau-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser Schongau-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Schongau – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare