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Wurde zuletzt als Lager genutzt: der ehemalige Netto-Supermarkt an der Schongauer Straße.

Ehemaliges Netto-Gelände

Fünf Märkte und eine Drogerie für Peiting

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Wie geht es weiter mit dem ehemaligen Netto-Gelände in Peiting? Eigentlich wollte die Bamberger Unternehmensgruppe FIM, die das Grundstück Ende 2017 erworben hatte, noch im abgelaufenen Jahr den Bauantrag für die ersehnte Drogerie samt weiteren Märkten auf den Weg bringen. Doch passiert ist nichts. Vor dem Aus steht das Projekt aber nicht.

Peiting – Es klang vielversprechend, was Jan Lerke Mitte vergangenen Jahres im Gespräch mit der Heimatzeitung verriet. Nicht nur, dass man fleißig an einer Wiederbelebung des seit dem Auszug von Netto und Kik brachliegendem Gelände arbeite, berichtete der Geschäftsführer der Bamberger FIM Unternehmensgruppe, die das Grundstück Ende 2017 erworben hatte. Das Interesse an dem Standort sei sogar so groß, dass man gar nicht alle potenziellen Mieter für die Gewerbeflächen berücksichtigen könne. Gleich alle drei großen Drogerieketten befanden sich laut Lerke unter den Bewerbern – für die Marktgemeinde eine wichtige Nachricht, denn seit dem Schlecker-Aus fehlt eine Drogerie in der Marktgemeinde. Bis Ende des Jahres, stellte der Geschäftsführer damals in Aussicht, werde man voraussichtlich den Bauantrag stellen können.

Doch auf diesen wartet man in der Gemeinde bislang vergebens. Bürgermeister Michael Asam zeigte sich zum Jahreswechsel im Interview mit den SN dennoch zuversichtlich. „Ich gehe davon aus, dass es mit dem Bau 2019 losgeht. Dann haben wir endlich das Thema Drogeriemarkt vom Tisch.“

Tatsächlich verfolgt dieses den Bürgermeister schon länger. 2015 hatte es bereits erste Pläne für einen entsprechenden Neubau gegeben, der Bauantrag war bereits genehmigt. Doch dem damaligen Projektentwickler fehlte das Grundstück, das sich im Besitz eines englischen Investors befand. Das Vorhaben entwickelte sich zur Hängepartie. Erst mit dem Verkauf an FIM, das die Fläche 2017 im Paket mit zwei weiteren Objekten erwarb, kam wieder Bewegung in die Sache. Zuletzt kehrte sogar wieder Leben ein in die leerstehende Gebäude an der Schongauer Straße. Über den Winter hatte Lerkes Firma die Flächen an das Musikhaus Kirstein vermietet, das im Weihnachtsgeschäft dringend Lagermöglichkeiten benötigte.

Dennoch stellt sich die Frage: Wie ernst ist es den Bambergern mit dem Projekt in Peiting? Schließlich wäre es nicht das erste Mal, dass ein gewerbliches Grundstück plötzlich den Besitzer wechselt. Doch Lerke beruhigt. Man sei nach wie vor dabei, die Entwicklung der erworbenen Fläche voranzutreiben, versichert der Geschäftsführer auf Nachfrage der Heimatzeitung. Dass man bislang keinen Bauantrag gestellt habe, liege daran, dass sich die Abstimmungen mit den potenziellen Mietern länger als gedacht hingezogen hätten, erklärt er. Man stehe aber mittlerweile kurz davor, die Vertragsverhandlungen abzuschließen. Das gelte insbesondere für den künftigen Hauptmieter. Um welche Drogeriekette es sich handelt, will Lerke noch nicht verraten. Für die zweite Februarwoche ist ein Architektentermin vor Ort geplant, bei dem letzte Details geregelt werden sollen.

Fünf weitere Geschäfte geplant

Auch was die Planung abseits des Hauptmieters angeht, gibt es Neuigkeiten. Neben der Drogerie sollen fünf weitere Geschäfte auf dem Gelände entstehen. Man habe einen Branchenmix gefunden, der sich mit den benachbarten Läden vertrage, sagt Lerke, ohne weiter ins Detail zu gehen. Bevor er Namen nennen könne, wolle man die Planungen noch mit der Gemeinde abstimmen. Das soll zeitnah geschehen. Aktuell geht Lerke davon aus, dass im April der Bauantrag gestellt werden kann. Ab Herbst könnten die Bagger rollen. Das lange Warten, es hätte dann endlich ein Ende.

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