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Sollen bald einem Neubau Platz machen: die ehemaligen Gebäude von Netto und Kik an der Schongauer Straße in Peiting. 

Gelände lag lange brach

Traum der Peitinger wird wahr: Hier soll große Drogerie-Kette einziehen

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Seit drei Jahren träumt man in Peiting davon, dass dem brachliegenden Netto-Kik-Gelände an der Schongauer Straße neues Leben einhaucht. Jetzt sieht alles danach aus! 

Peiting – Seit die Kaufbeurer Firma Konzeptbau im März 2015 erste Pläne für die Ansiedlung der Drogerie sowie weiterer Fachmärkte auf dem ehemaligen Netto-Kik-Gelände vorgestellt hatte, war es still um das Projekt geworden. Das lag freilich weniger an den Kaufbeurern als an der schwierigen Grundstückssituation. Weil die Fläche nicht Netto selbst, sondern einem englischen Investor gehörte, zogen sich die Verhandlungen über einen Kaufpreis hin. Im vergangenen Jahr wechselte das Grundstück endlich seinen Besitzer. Käufer war allerdings nicht Konzeptbau, sondern die FIM Unternehmensgruppe mit Sitz in Bamberg. Wie die Kaufbeurer ist auch diese Firma auf die Entwicklung von Handelsimmobilien spezialisiert. Schon vor Weihnachten hatte sich Bürgermeister Michael Asam deshalb optimistisch gezeigt, dass bald wieder Bewegung in den Fall Rossmann kommt. Er sollte recht behalten.

Anfang des Jahres empfing der Bürgermeister Vertreter der FIM Unternehmensgruppe in seinem Büro im Rathaus. Die gute Nachricht: „Sie haben mir mitgeteilt, dass sie die Planung weiterverfolgen wollen, wenn auch die Gemeinde weiter daran interessiert ist“, berichtet Asam im Gespräch mit der Heimatzeitung.

Auch ein Modegeschäft auf der Wunschliste

Das bestätigt ein Anruf in der Firmenzentrale in Bamberg. Dort hat man die vergangenen Monate genutzt, um das Potenzial des Peitinger Grundstücks zu ermitteln, nachdem man es im Paket mit zwei weiteren Objekten im Norden Deutschlands erworben hatte. Das Ergebnis der Analyse sei mehr als positiv ausgefallen, sagt Jan Lerke, der als Prokurist für das Immobilienmanagement zuständig ist. Daher sei die Entscheidung gefallen, die Entwicklung der Fläche selbst zu übernehmen.

Heißt: FIM kümmert sich um den Abriss des alten und den Bau des neuen Gebäudes wie auch die anschließende Vermietung der Flächen. Erste vielversprechende Gespräche mit potenziellen Mietern haben laut Lerke bereits stattgefunden. Die Resonanz sei besser als erwartet, freut sich der Prokurist, der zudem bestätigen kann, dass Rossmann nach wie vor starkes Interesse daran habe, als Hauptmieter in das neue Gebäude einzuziehen.

Was die Art der weiteren Fachmärkte angehe, habe man sich natürlich angeschaut, was von der Gemeinde gewünscht sei, sagt Lerke. Ganz oben auf der Liste steht dort bekanntlich neben der Drogerie ein Modegeschäft mit höherwertigem Angebot – ein durchaus realistisches Anliegen, wie der Prokurist durchblicken lässt. Interessenten gebe es außerdem bereits für einen Schuhmarkt und weitere Ergänzungssortimente. „Ich bin sicher, dass wir hier einen guten Branchenmix hinkriegen.“

Bis Ende März will das Unternehmen Klarheit über die künftige Nutzung haben. Dies sei wichtig, um in die genaue Planung der neuen Räumlichkeiten mit den Architekten einsteigen zu können, erklärt Lerke.

Baubeginn wohl nicht vor 2019

Da Bauantrag und die Verhandlung der Mietverträge ebenfalls Zeit erfordern, rechnet der Prokurist damit, dass mit dem Bau 2019 erst begonnen werden kann. „In diesem Jahr ist das Ganze wohl nicht mehr realisierbar.“

Bis die Peitinger ihren Schlecker-Nachfolger bekommen, wird es also noch eine gute Weile dauern. Doch Warten, das ist man in der Marktgemeinde in dieser Sache ja schon gewohnt. Wichtig ist für Asam deshalb erst einmal nur eines: „Ich bin froh, dass endlich was vorwärts geht.“

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