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Suche nach den Gründen: Die Geburtenrate in Peiting legte zu, was manchen doch rätseln lässt.  

Einwohnerstatistik 2016

Peiting legt bei Geburten zu

Die Peitinger Einwohnerstatistik zeigt für 2016 etwas Erfreuliches: Die Zahl der Geburten stieg auf den höchsten Wert seit 15 Jahren. Dafür heirateten weniger Paare.

Peiting – Der Anstieg der Geburten in Peiting im vergangenen Jahr um 23 Buben und Mädchen lässt hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Mit 101 Babys lag man erstmals seit 2001 – damals kamen 106 Kinder zur Welt – wieder über 100 Neugeborene. Im Gegenzug musste man allerdings auch bei den Sterbefällen eine Zunahme um sieben Personen auf 176 Tote registrieren. Nur 1993 (188) und 1988 (178) mussten mehr Peitinger zu Grabe getragen werden. Unter den Verstorbenen waren neben dem letzten ehrenamtlichen Bürgermeister der ehemaligen selbstständigen Gemeinde Birkland, Anton Geiger, auch der Stadtpfarrer von Vils, Rupert Bader, und Eugen Weyrich, der die Volkshochschule und Bücherei in der Marktgemeinde aufgebaut hat.

Spürbare Auswirkungen hatten die Unruhen und Kriege in der Welt. So stieg die Zahl der ausländischen Mitbürger in den vergangenen drei Jahren um 345 auf nunmehr 882 Personen an. Insgesamt gab es Ende 2016 genau 11 561 Einwohner. Zusätzlich waren 415 Personen mit einem Zweitwohnsitz gemeldet. Die älteste Dame, Therese Suttner, konnte 2016 bereits ihren 101. Geburtstag feiern. Emma Bunk vollendete ihr 100. Lebensjahr und eine weitere Dame blickte auf 98 Lenze zurück. Andreas Hirschauer und Sepp Krötz sind mit 97 Jahren die beiden ältesten Männer und Zeitzeugen der Bergwerksgeschichte. Insgesamt können 54 Damen und 20 Herren auf 91 und mehr Lebensjahre zurückblicken. Aktuell liegt das Durchschnittsalter in der Marktgemeinde bei 46 Jahren. 2623 Bürger sind über 65 Jahre, ihnen stehen 3471 Junge bis 30 Jahre gegenüber.

Türken stellen wieder die meisten Ausländer

Die größte Gruppe unter den ausländischen Mitbürgern stellen nach wie vor die Türken mit 93 Personen. Den zweiten Platz belegen die Syrer (79 Männer und Frauen) vor den Rumänen (75), Polen (63) und Österreichern (62). Aus dem Kosovo kommen 60 Bürger. Knapp dahinter liegen die Italiener (56) und Afghanen (51). Eine weitere größere Gruppe stellen die 40 jungen Männer aus Pakistan. Insgesamt verteilen sich die Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit auf 63 Länder aller Kontinente – von Afghanistan bis Vietnam.

Wie aus den jetzt veröffentlichten Zahlen des Einwohnermeldeamts hervorgeht, erblickten im vergangenen Jahr 101 Babys das Licht der Welt, fünf von ihnen in der Marktgemeinde selbst. Im Jahr 2015 waren es noch 78 Babys gewesen. Zum Vergleich: 2014 (89), 2013 (84), 2012 (73), 2011 (91) sowie 2010 und 2009 jeweils 82 Kinder.

67 Paare gaben sich vor dem Standesbeamten das Ja-Wort, vier weniger als im Vorjahr. 2014 verzeichnete die Marktgemeinde mit 76 Eheschließungen ein Zwischenhoch. 2013 beschritten 60 Paare den gemeinsamen Weg in die Zukunft. 2012 wagten 55 Paare den Schritt in Ehe. 2011 waren es 56 (2010: 65 und 2009: 63). Den Neuvermählten stehen allerdings 27 Ehescheidungen gegenüber. 2015 waren es 26 Scheidungen gewesen (2014: 29, 2013: 24, 2012: 35, 2011: 32, 2010: 27, 2009: 22).

Zugenommen hat erneut die Zahl der Todesfälle mit 176 Personen gegenüber 2015 mit 169 und 2014 mit 149 Sterbefällen. Im Jahr 2013 wurden 163 Peitinger zu Grabe getragen. 2012 starben 162 Mitbürger und 2011 waren es 151 gewesen. 2010 und 2009 mussten jeweils 154 Sterbefälle beurkundet werden.

Weniger Menschen zogen nach Peiting als in 2015

810 Zuzügen standen im vergangenen Jahr 752 Wegzüge gegenüber. Die Zahl der An- und Abmeldungen war in Peiting allerdings schon immer hoch, nicht zuletzt auf Grund der Herzogsägmühle und den Alten- und Pflegeheimen. Die Entwicklung bei den Zuzügen gestaltet sich wie folgt: 2015 verzeichnete die Statistik 921 Zuzüge (2014: 733, 2013: 683, 2012: 754, 2011: 716, 2010: 637, 2009: 699). Bei den Wegzügen aus Peiting wurden im Jahr 2015 unterm Strich 701 gezählt (2014: 685, 2013: 590, 2012: 655, 2011: 682, 2010: 611, 2009: 632).

Gerhard Heiss

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