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Endlich wieder Weihnachtsmärkte in Herzogsägmühle und Peiting - was heuer geplant ist

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Von: Christoph Peters

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Ein Höhepunkt des Herzogsägmühler Weihnachtsmarktes ist der Besuch des Nikolaus, der auch heuer fest eingeplant ist.
Ein Höhepunkt des Herzogsägmühler Weihnachtsmarktes ist der Besuch des Nikolaus, der auch heuer fest eingeplant ist. © Archiv

Noch dauert es ein bisschen bis zur Adventszeit, doch eine frohe Kunde gibt es schon jetzt: Nach der coronabedingten Absage im vergangenen Jahr wird der Herzogsägmühler Weihnachtsmarkt heuer wieder stattfinden. Auch in Peiting sind die Planungen angelaufen.

Herzogsägmühle/Peiting – Einfach gefallen war den Verantwortlichen in Herzogsägmühle die Entscheidung im vergangenen Jahr nicht, den Weihnachtsmarkt abzusagen. Doch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auflagen ließen eine solche Großveranstaltung damals nicht zu. Immerhin lockt das dreitägige Ereignis im Normalfall tausende Besucher in das Dorf, die die adventliche Stimmung genießen und durch das umfangreiche Angebot an weihnachtlichen Produkten und Geschenkideen stöbern.

Auch heuer standen die Organisatoren um Direktor Wilfried Knorr angesichts der andauernden Pandemie vor der schwierigen Frage: Durchführen oder erneut absagen? Ein Dilemma, das die Verantwortlichen dabei in den vergangenen Wochen besonders beschäftigte: Sollte die Veranstaltung nur mit der 3G-Regel stattfinden können, „müssten wir Leute wegschicken, die nicht beweisen können, dass sie gesund sind“, schildert Knorr. Das aber passe nicht zum Selbstverständnis der Diakonie. Auf der anderen Seite würde eine Absage all jene treffen, die sich hätten impfen lassen, um ihr normales Leben zurückzubekommen. Und niemand könne sagen, ob man im nächsten Jahr nicht vor dem gleichen Problem stünde. „Wir können ja nicht auf Jahre hinaus alles zumachen“, sagt Knorr. Also sei mehrheitlich die Entscheidung gefallen, den Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende trotz der Bedenken durchzuführen.

Im Außenbereich gilt keine 3G-Regel und Maskenpflicht

Umso erleichterter war man in Herzogsägmühle, als in der vergangenen Woche das bayerische Kabinett zahlreiche Erleichterungen für die Weihnachtsmärkte im Freistaat beschloss. Demnach gilt im Außenbereich keine 3G-Regel und Maskenpflicht, auch Alkohol darf ausgeschenkt werden, eine Umzäunung des Marktgeländes ist ebenfalls nicht erforderlich. „Wir sind natürlich sehr froh über die Vereinfachungen“, sagt Knorr, auch wenn es noch die ein oder andere Unstimmigkeit in den Regelungen gebe. Etwa ob die Mitarbeiter in den Ständen Maske tragen müssen oder nicht. „Aber diese Details werden sich noch klären.“

Maske tragen müssen auf jeden Fall die Besucher, wenn sie die Deckerhalle oder den Rainer-Endisch-Saal betreten, wo traditionell etwa die Herzogsägmühler Werkstätten ihre Produkte feilbieten. Auch hier gilt die 3G-Regel nicht, weil diese nur für gastronomische Angebote im Innenraum vorgeschrieben ist. „Deshalb wird es kein Café in der Deckerhalle geben“, erklärt Knorr. Zudem soll generell möglichst viel nach draußen verlagert werden, um ein zu großes Gedränge zu vermeiden. Auch die Eröffnung am Freitag, 26. November, findet daher auf dem Dorfplatz und nicht in der Halle statt. Insgesamt wird der Markt laut Knorr heuer ein wenig kleiner als in der Vergangenheit mit weniger externen Anbietern. Ansonsten bemühe man sich, soweit es gehe, um ein normales Programm, verspricht der Direktor. So ist auch der Besuch des Nikolaus fest eingeplant. „Da ist der Andrang der Kinder immer groß, weshalb wir noch schauen müssen, wie wir das organisieren.“

Weihnachtsmarkt ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor

Für Herzogsägmühle ist der Weihnachtsmarkt ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Rund 120 000 Euro setzt das Unternehmen mit der Veranstaltung um. Doch nicht nur deshalb freut man sich auf den Neustart. „Weihnachtsmärkte haben auch eine soziale Funktion“, sieht es Knorr wie Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Dieser hatte sich für die Lockerungen stark gemacht. „Gerade Familien und Kinder haben besonders unter Corona gelitten. Für sie ist der Besuch eines Weihnachtsmarkts ein besonderes Erlebnis. Deshalb war es mir so wichtig, dass diese Märkte heuer möglichst unbeschwert möglich sind. Sie sind ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität.“

Den will man auch in Peiting gehen. Nach einem Jahr Pause sind die Planungen für den Weihnachtsmarkt in der Ortsmitte angelaufen, wie Geschäftsleiter Stefan Kort erklärt. Er soll parallel zu Herzogsägmühle ebenfalls am ersten Adventswochenende stattfinden. Weitere Details will die Gemeinde demnächst bekanntgeben.

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