IT-Auszubildende gibt es schon jetzt bei ept. Ihre Zahl soll in den nächsten Jahren weiter wachsen.
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IT-Auszubildende gibt es schon jetzt bei ept. Ihre Zahl soll in den nächsten Jahren weiter wachsen.

In der Marktgemeinde Peiting

ept investiert in IT-Ausbildungszentrum

  • Christoph Peters
    VonChristoph Peters
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IT-Spezialisten sind begehrt, so begehrt, dass Unternehmen sich schwer tun, entsprechende Stellen adäquat zu besetzen. Bei ept will man aus der Not eine Tugend machen. In Peiting investiert der Steckverbinderhersteller in ein neues IT-Ausbildungszentrum, um eigene Fachkräfte heranzuziehen.

Peiting – Ohne Computer geht heute nichts mehr, das gilt für kleine Firmen, aber natürlich umso mehr für große Unternehmen. „Alle Welt spricht von Digitalisierung, Industrie 4.0, Agilität und der digitalen Beherrschung von Geschäftsprozessen. Eine leistungsfähige IT ist die Basis und unverzichtbar für diese neuen Anforderungen an moderne Unternehmen“, weiß man deshalb auch bei ept. Doch entsprechend begehrt sind jene, die diese Herausforderungen umsetzen sollen. Der Bedarf an IT-Fachkräften ist hoch, wie viele andere Betriebe tut man sich auch beim Steckverbinderhersteller schwer, Stellen adäquat zu besetzen.

Neues Ausbildungszentrum ab Herbst 2022

Um Abhilfe zu schaffen, will man bei ept künftig verstärkt auf den eigenen Nachwuchs setzen. Ab September 2022 soll ein neues IT-Ausbildungszentrum in Peiting in Betrieb gehen. 3,5 Millionen Euro will die Firma laut Geschäftsführer Thomas Guglhör über die nächsten zehn Jahre in die Hand nehmen, um die IT-Spezialisten von morgen auszubilden. Ein eigener Ausbilder soll dabei die Betreuung und Ausbildung übernehmen.

Zu Beginn werden die Berufe Fachinformatiker für Systemintegration und Kaufmann für IT-Systemmanagement angeboten. Ab dem Jahr 2023 soll der Beruf der Fachinformatiker für Anwendungstechnik hinzukommen. Schon in der Vergangenheit habe man entsprechende Ausbildungsplätze angeboten, allerdings nicht regelmäßig, sagt Irina Lew, Leiterin der Unternehmenskommunikation. Mit dem neuen Ausbildungszentrum soll sich das ändern. Komplett neu ist die Möglichkeit eines dualen Studiums zum Wirtschaftsinformatiker inklusive der Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration oder für Daten- und Prozessanalyse.

ept setzt schon jetzt auf eigene Auszubildende

Planmäßig sollen bis zum Jahr 2030 insgesamt 22 Auszubildende und Studierende des IT-Bereiches fertig werden. Schon jetzt setzt ept in vielen Bereichen auf eigene Auszubildende und macht damit gute Erfahrungen. „Für uns war es deshalb jetzt eine logische Konsequenz, dies auch in der IT-Sparte auszubauen“, sagt Lew. 2021 zählte das Unternehmen 31 Berufsanfänger, mit den neuen Angeboten sollen jährlich sechs weitere hinzukommen.

Grundsätzlich steht bei allen IT-Berufen der Umgang mit IT-Hard- und Software im Mittelpunkt. Fachinformatikern für Systemintegration planen und konfigurieren IT-Systeme, richten diese also ein und betreiben bzw. verwalten sie anschließend. Die Anwendungsentwickler hingegen entwickeln Funktionen oder auch ganze Programme für die Abwicklung und Automatisierung firmeninterner Abläufe, die sogenannten Geschäftsprozesse. Die IT-Kaufleute wiederum sind zudem für kaufmännische Aufgabenstellungen zuständig, wie das Abwickeln von Bestellprozessen oder die Planungssoftware als Service für das Projektmanagement.

„Engagierten jungen Menschen mehr Chancen geben“

Bei ept freut man sich bereits auf die neuen Azubis und Studierenden im neuen IT-Ausbildungszentrum. Personalleiter Joachim Ruber: „Wir möchten damit engagierten jungen Menschen noch mehr Chancen auf eine gute Ausbildung in einem gefragten Berufszweig ermöglichen.“

Wegen Corona geht man neue Wege, um Auszubildende zu informieren: In Schongau gab es heuer die erste Online-Ausbildungsmesse.

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