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So sieht der Plan des Altenstadter Biomasseheizkraftwerks aus.  Unten ist der bestehende Teil, oben ist der Rundbau für den Brennstoffbunker mit 20 Metern Durchmesser zu sehen.

Erweiterung des Biomasseheizkraftwerks

Müllverbrennung in Altenstadt: Auch aus Peiting kommt Kritik

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Die geplante Erweiterung des Biomasseheizkraftwerks in Altenstadt hat jetzt auch den Peitinger Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag beschäftigt.

Peiting – Thomas Elste (Grüne) war es, der das Thema ansprach. Er forderte, dass der Markt sich im Genehmigungsverfahren gegen das Vorhaben einsetzen solle. „Wir liegen hier ebenfalls in Hauptwindrichtung“, sagte er mit Blick auf Schongau. Die Lechstadt hat bereits Widerstand gegen die Erweiterung angekündigt. Im Biomasseheizkraftwerk sollen künftig neben Altholz auch häusliche und gewerbliche Abfälle verbrannt werden.

Wie Bürgermeister Peter Ostenrieder (CSU) berichtete, sei die Marktgemeinde erst am vergangenen Freitag von der Regierung von Oberbayern am Verfahren beteiligt worden. Man habe allerdings entschieden, als Gemeinde keine Stellungnahme abzugeben, sagte der Rathauschef. Als Grund nannte Ostenrieder, dass diese keine Auswirkung auf die Entscheidung der Regierung habe. Grundsätzlich halte er die Vorgehensweise in dem Verfahren für „sehr seltsam und irritierend“, betonte Ostenrieder. Noch wisse man überhaupt nicht, um welche Stoffe es sich genau handle, die in Altenstadt künftig verbrannt werden sollen.

Der Rathauschef berichtete in diesem Zug von Gesprächen, die er mit Hans Schütz von der Umweltinitiative Pfaffenwinkel, Altenstadts Bürgermeister Andreas Kögl und dem Chef der Erbenschwanger Abfall- und Verwertungsgesellschaft (EVA), Fritz Raab geführt habe. Alle hätten sich ebenfalls „sehr erstaunt“ über das beschleunigte Verfahren gezeigt, das die Regierung von Oberbayern für die Erweiterungspläne gewählt habe.

Elste reichte die Antwort des Bürgermeisters. Weitere Wortmeldungen aus den Reihen des Gremiums gab es nicht.

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