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Bei den Kreistänzen mit Musikerin Anschi Hacklinger (Bild oben, Mitte, mit Mikro) konnten alle Besucher mitmachen.

Fest der Einheit der Kulturen

Kulturen vereint bei Kuchen, Musik und Tanz

Zum dritten Fest der Einheit der Kulturen hat der Diakonieort Herzogsägmühle jetzt in die Deckerhalle eingeladen. Auf dem Programm standen Musik mit Anschi Hacklinger und Band sowie ein Kochwettbewerb.

Herzogsägmühle – „Wir sollten uns nicht irre machen lassen von dem Wahnsinn, der uns durch die Medien entgegengepuscht wird“, meinte Herzogsägmühle-Direktor Wilfried Knorr, der unter den Gästen den Schirmherrn und stellvertretenden Landrat Karlheinz Grehl, den neuen Flüchtlingskoordinator des Landkreises, Martin Herzog, sowie Bürgermeister Michael Asam begrüßte. Besucher aus Syrien, Afghanistan, Pakistan, Eritrea, Iran, Schwaben und Bayern drängten sich in der voll besetzten Halle, wo mit zahlreichen Kuchen-spenden ein üppiges Buffet aufgebaut war.

Es wurde gelacht und geschwatzt, das bunte Gemisch von Menschen unterschiedlichster Herkunft und Kulturen feierte friedlich miteinander. „Wir alle tragen den Samen des Mitgefühls in uns. Er ist der eigentliche Kern unserer menschlichen Natur“, zitierte Grehl in seinem Grußwort den Dalai Lama. „Unsere Gesellschaft braucht Kraft und Mitgefühl. Lasst uns zusammen teilen. Gerechtigkeit ist die Lösung aller Probleme dieser Welt.“ Und: „Im Himmel werden wir einst neben vielen Kulturen sitzen.“

Die Anwesenden konnten das schon hier auf Erden, und zwar bei bester Stimmung. Bürgermeister Michael Asam hatte dem nicht mehr viel hinzuzufügen: „Wo wir als Gemeinde helfen können, helfen wir gerne mit“, betonte er. Nach den Reden ging es für die Ehrengäste zusammen mit einer Musikerin und einem Mädchen aus Afghanistan ans Verkosten. Sie bildeten die Jury zum Kochwettbewerb, zu dem sechs Teilnehmer Beiträge von süß bis herzhaft eingereicht hatten. Auf die Gewinner warteten Geschenkkörbe mit Produkten aus Herzogsägmühle.

Die Musikerin Anschi Hacklinger ist seit Jahren mit der Formation „Fei scho“ unterwegs. Beim Fest der Einheit der Kulturen präsentierte sie in Herzogsägmühle mit ihrer Band, bestehend aus Marion Dimbath (Posaune, Tuba, Gesang) und Johann Bengen (Perkussion), einen bunten Mix an selbst komponierten Stücken, die als Hintergrundmusik fast zu schade waren. Deshalb gab es im Anschluss an die offizielle Veranstaltung noch ein kleines Konzert für alle, die noch dableiben wollten.

Da durften natürlich auch die Walzer nicht fehlen, die sie am liebsten schreibt: „Die kann man immer brauchen“, sagte sie lachend. „Das arme Schwein, Coffee to go, Becher sind scheiße und der Lohn in sozialen Berufen ist unter aller Sau“, hieß eins dieser beschwingten Stücke vielsagend. Oder: „Du bist nicht willkommen in meinem Satz!“, gewidmet allen, die einen immer gerne unterbrechen.

Willkommen waren dagegen alle, die bei den von ihr angeleiteten Kreistänzen mitmachen wollten. Ein Vergnügen, bei dem die Besucher aller Kulturen ihren Spaß hatten.

VON URSULA FRÖHLICH

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