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Gefragter Mann: DFB-Integrationsbeauftragter Jimmy Hartwig, ehemaliger Fußballnationalspieler, der beim Flüchtlingsturnier in Peiting nicht nur Autogramme schrieb.

Flüchtlingsturnier in Dreifachhalle  

Sonderlob: „Die Trainer müssen blind sein“

Faire und spannende Spiele, ein prominenter Gast, nämlich DFB-Integrationsbotschafter Jimmy Hartwig, sowie super Stimmung auf den Zuschauerrängen: Das Fußballturnier für Toleranz „Mia spuin z’am“ des Asylhelferkreises war ein voller Erfolg.

Peiting „Es wird immer professioneller“, staunte Bürgermeister Michael Asam anlässlich des zweiten Fußballturniers für Toleranz in der Dreifachturnhalle. Gemeint waren sowohl die organisatorischen Leistungen des Asylhelferkreises in Zusammenarbeit mit der FA Peiting, als auch die Spielkünste der Spieler. Die Zuschauer erlebten zehn Mannschaften, die mit ganzem Herzen dabei waren und mit vollem Einsatz spielten.

„Ganz toll gespielt! Ich habe ganz tolle Talente gesehen und wundere mich, warum einige von euch nicht in einem Verein spielen. Die Trainer müssen blind sein“, gab es auch ein großes Lob von Jimmy Hartwig. Der ehemalige Nationalspieler fühlte sich in der bunt gemischten Menge sichtlich wohl, gab Autogramme, ließ bereitwillig gefühlt tausend Selfies mit Anwesenden über sich ergehen und scherzte mit den Spielern. Von Berührungsängsten war da nichts zu spüren. Kein Wunder, dass Bürgermeister Michael Asam befand: „Er ist ein ehrlicher Vertreter für die Integration.“

Ein großes Dankeschön richtete Asam auch an die Asylhelfer: „Wir sind froh und dankbar euch zu haben.“ Die Spiele waren durchweg sehr spannend anzuschauen und es gab jede Menge schöne Szenen. Schiedsrichter Klaus Wegwarth hatte alle Hände voll zu tun, bei den schnellen Spielen die Übersicht zu behalten. Und Jimmy Hartwig, der eigentlich das Endspiel pfeifen wollte, musste nach der ersten Halbzeit passen.

Jimmy Hartwig lobt das sportliche Niveau

Erfreulich wenig hatte Stadionarzt Dr. Thomas Pfeffer zu tun. Dafür sicherte er sich ein Foto mit Jimmy Hartwig. Der Sieger-Pokal ging wieder an die Mannschaft, die im vergangenen Jahr noch unter „Schongau“ angetreten war und in diesem Jahr aufgrund von Umquartierungen als Mannschaft „Herzogsägmühle international“ antrat. In einem spannungsgeladenen Endspiel setzen sich die Herzogsägmühler souverän mit 3:0 gegen Peißenberg durch, obwohl deren Torwart großen Einsatz zeigte und fast Übermenschliches leistete. Der Großteil des Spiels fand nämlich vor seinem Tor statt, er musste einen Angriff nach dem anderen abwehren. Und manch ein Spieler sah das Geschehen auf dem Fußballfeld so ehrgeizig, dass er sich gar nicht über den Glückwunsch von Hartwig zum zweiten Platz freuen konnte.

Zum Schluss gab es für jede Mannschaft einen von Intersport Schuster gesponserten Fußball inklusive Autogramm von Jimmy Hartwig. Der wurde seinem Posten als Integrationsbotschafter des DFB definitiv gerecht, indem er den Anwesenden mit auf den Weg gab: „Bleibt gerade und ehrlich. Wer ehrlich bleibt im Leben, dem stehen alle Türen offen.“

Ursula Fröhlich

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