Wegen der coronabedingt verkürzten Saison besuchten deutlich weniger Gäste das Peitinger Wellenfreibad als in den Jahren davor
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Der Blick auf die Statistik verrät: Wegen der coronabedingt verkürzten Saison besuchten deutlich weniger Gäste das Peitinger Wellenfreibad als in den Jahren davor.

Weniger Besucher und Einnahmen

Peitinger Freibad-Bilanz nach Corona-Sommer: „Es hätte schlechter laufen können“

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Am Montag ist im Peitinger Wellenfreibad die Sommersaison zu Ende gegangen. Weil die beliebte Einrichtung wegen der Corona-Lage später öffnete als normal, blieben Einnahmen und Besucherzahlen heuer deutlich hinter denen der Vorjahre zurück. Dennoch ist man bei der Gemeinde zufrieden.

Peiting – Auch wenn der Spätsommer dieser Tage seinem Namen noch einmal alle Ehre macht, ins Peitinger Wellenfreibad lockt er keine Badegäste mehr. Am Montag hatte die beliebte Einrichtung zum letzten Mal für dieses Jahr ihre Pforten geöffnet. Zurück bleibt der Blick auf eine Sommersaison, die als einer der außergewöhnlichsten in die lange Geschichte des Wellenfreibads eingehen dürfte. Und das liegt ausnahmsweise nicht am Wetter, um das es sich bei einem Freibad naturgemäß ja meistens dreht. Denn lange war nicht klar, ob es heuer überhaupt etwas werden würde mit einer Abkühlung für die Peitinger in ihrem beliebten Wellenfreibad. Die Corona-Krise stellte alles in Frage.

Das Hygienekonzept hat funktioniert

So konnte man erst am 8. Juni, drei Wochen später als gewöhnlich, in die Sommersaison starten – mit strengen Vorgaben. Nur 1400 Menschen durften zeitgleich ins Bad. Um dies zu gewährleisten wurde extra eine Zählanlage installiert. Warten musste dennoch keiner. „Die Maximalzahl haben wir nie erreicht“, sagt Manfred Turner, der in der Kämmerei für das Freibad zuständig ist. Die vielleicht wichtigste Nachricht in Pandemiezeiten: Das Hygienekonzept, das die Gemeinde für das Bad erarbeitet hatte, es habe funktioniert, freut sich Turner. „Dafür bedanken wir uns natürlich bei den Gästen, die sich an die Regelungen gehalten haben und so unseren Mitarbeitern das Leben leichter gemacht haben.“

Da lässt es sich verschmerzen, dass wegen der verkürzten Saison heuer deutlich weniger Menschen das Peitinger Freibad besuchten. „Mit rund 41 000 Gästen lagen wir rund 20 Prozent unter dem langjährigen Schnitt. Das entspricht 450 Badegästen pro Tag“, rechnet Turner vor. Zum Vergleich: 2019 waren es noch 57 000 Besucher gewesen. Entsprechend niedriger fielen die Einnahmen aus. Mit 64 000 Euro liegt man laut Turner gut ein Fünftel unter dem kalkulierten Betrag.

Deutlich weniger Saisonkarten wurden verkauft

Deutlich zurückhaltender zeigten sich die Peitinger heuer auch, was den Kauf der sonst sehr beliebten Saisonkarten anging. Im Vergleich zum Vorjahr seien trotz vergünstigter Preise 45 Prozent weniger Tickets abgesetzt worden, so der Kämmereimitarbeiter. Bei den Jugendlichen waren es sogar 54 Prozent weniger. „Das mag aber auch damit zu tun haben, dass aufgrund der Corona-Auflagen Jugendliche unter zwölf Jahren nur zusammen mit einem für die Betreuung zuständigen Erwachsenen ins Bad durften“, erklärt Turner.

Wer sich wegen der unsicheren Corona-Lage durch eine Saisonkarte nicht langfristig binden wollte, griff stattdessen offenbar lieber zum Tagesticket. Allein die Zahl der abgesetzten Tageskarten für Familien stieg laut Turner im Vergleich zum Vorjahr um 70 Prozent auf 850 Stück.

Während die Besucherzahlen insgesamt zurückgingen, zählte man heuer mehr Gäste im Rahmen der Ammer-Lech-Land-Kooperation. 480 Dauerkarteninhaber der Bäder in Schongau und Altenstadt nahmen den vergünstigten Eintritt im Peitinger Wellenfreibad in Anspruch. 2019 waren es noch 326 gewesen.

Auch weil das Wetter mitspielte – mit 36 Sommertagen lag man trotz verkürzter Öffnungszeit noch über dem langjährigen Mittel –, kann Turner trotz aller coronabedingten Widrigkeiten insgesamt ein positives Fazit ziehen: „Wir sind mit einem blauen Auge durch die durchwachsene Saison gekommen. Es hätte schlechter laufen können.“

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