+
Noch stehen die elf Sozialwohnungen leer. Doch spätestens Ende April sollen die ersten Mieter an der Föhrenstraße einziehen. 

Freistaat-Projekt an der Föhrenstraße in Peiting

Neue Peitinger Sozialwohnungen sind fertig

  • schließen

Knapp ein Jahr ist der Spatenstich für elf neue Sozialwohnungen an der Föhrenstraße in Peiting her, die das Staatliche Bauamt im Auftrag des Freistaats errichtet. Nun steht das Projekt vor der Vollendung, wenn auch später als geplant. Geklärt ist mittlerweile auch, was mit den Gebäuden geschieht, wenn sie nicht mehr benötigt werden.

Peiting – Es war am Ende der jüngsten Gemeinderatssitzung, als Alfred Jocher den Punkt Verschiedenes nutzte, um sich nach dem aktuellen Stand in Sachen Wohnanlage an der Föhrenstraße zu erkundigen. Dem Gemeinderat war aufgefallen, dass die elf Wohnungen, die der Freistaat dort für anerkannte Flüchtlinge und sozial Schwache errichten lässt, bislang noch nicht bezogen sind. Eine durchaus berechtigte Frage, schließlich hatte es im vergangenen Jahr von Seiten des als Bauherr fungierenden Staatlichen Bauamts geheißen, dass die drei Gebäude zum Ende des Jahres fertig sein würden. Neuer Termin für die offizielle Übergabe sei der 13. April, wusste Bürgermeister Michael Asam, der natürlich bereits von der Verzögerung erfahren hatte.

Schließlich wartet die Gemeinde sehnsüchtig auf die Fertigstellung der zwischen 45 und 90 Quadratmeter großen Sozialwohnungen, von denen sie ein Drittel selbst belegen kann. Man habe mehrere potenzielle Mieter, die dringend Wohnraum brauchen, erklärte der Gemeindechef. Und auch bei den anerkannten Flüchtlingen gebe es eine lange Liste, schildert Asam im Gespräch mit der Heimatzeitung. Zwar sei für sie die Regierung von Oberbayern zuständig, „aber man hat uns versprochen, dass wir bei der Belegung mitreden dürfen“.

Dass es mit dem ursprünglich anvisierten Termin nicht geklappt hat, erklärt Peter Aumann vom Staatlichen Bauamt mit üblichen Verzögerungen, die bei solch einem Projekt eintreten können. „Der Zeitplan war von Beginn an sehr knapp.“ Statt im Dezember fand die Abnahme Anfang Februar statt. Anschließend sorgte jedoch der Kälteeinbruch dafür, dass mit den Außenanlagen erst vier Wochen später als geplant begonnen werden konnte. Jetzt aber sei außer der Bepflanzung alles fertig, so Aumann.

Fertig ist mittlerweile auch der Vertrag, der die Details der Zusammenarbeit von Marktgemeinde und Freistaat regelt. „Er liegt aktuell zur Prüfung im Ministerium“, sagt Asam. Über dessen Ausgestaltung hatte es im vergangenen Jahr lange Differenzen gegeben. Streitpunkt war die Frage, was mit den Gebäuden auf Gemeindegrund geschieht, wenn sie von der Regierung von Oberbayern nach der veranschlagten Nutzungszeit von maximal 15 Jahren nicht mehr benötigt werden. Eine Kaufverpflichtung sah die Gemeinde damals angesichts des ungewissen Zustands der Wohnanlage skeptisch. Bliebe nur deren Abriss, fürchtete man, auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Letztendlich habe man sich auf einen Kompromiss geeinigt, sagt der Bürgermeister. Der sieht so aus, dass der Markt der Kaufverpflichtung zustimmt, der Freistaat dafür im Gegenzug bis zum Verkauf für den Unterhalt der Gebäude Sorge trägt. So soll gewährleistet werden, dass die Wohnungen, die in Holzständerbauweise errichtet wurden, auch nach Ablauf der 15 Jahre weiter genutzt werden können. Bange, dass es dann am Bedarf fehlt, hat der Rathauschef nicht. „Günstige Wohnungen sind begehrt.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Gestohlenen Maibaum wieder zurückgeholt
In Prem wechselte in diesen Tagen ein Maibaum so oft seine Besitzer wie andere Leute ihre  Unterwäsche. Den Dieben wurde der Stamm gleich wieder stibitzt.  Jetzt wird er …
Gestohlenen Maibaum wieder zurückgeholt
Angriff auf den Rathauschef
Mit fast 120 Besuchern war die Bürgerversammlung in Rottenbuch gut besucht. Diskussionsbedarf gab es immer noch bezüglich des geplanten Supermarkts auf dem ehemaligen …
Angriff auf den Rathauschef
Außer Kontrolle geratener Kran rasiert Dach ab
Diesen Schock wird eine Böbinger Familie so schnell nicht vergessen: Am Dienstagnachmittag hat sich ein auf dem Nachbargrundstück ihres Hauses stehender Kran …
Außer Kontrolle geratener Kran rasiert Dach ab
Rathauschef zufrieden, Telekom reumütig
Im Großen und Ganzen zeigte sich Bürgermeister Georg Epple bei der Bürgerversammlung zufrieden. Den Bürgern selbst waren der Breitbandausbau und seine Tücken ein großes …
Rathauschef zufrieden, Telekom reumütig

Kommentare