+
Der vom Verschönerungsverein betreute Josefsbrunnen in Peiting ist frisch restauriert. Mit auf dem Bild Vorstand Ludwig Kirchbichler (links) und Christian Gindhart.

Figur am Peitinger Brunnen restauriert

Frischer Glanz für den Heiligen Josef

Im frischen Glanz erstrahlt wieder der Josefsbrunnen an der Oberen Straße in Peiting. Für Christian Gindhart war es Ehrensache, die im Sockelbereich durch Regen und Schnee in Mitleidenschaft gezogene Figur zu restaurieren.

PeitingChristian Gindhart hatte Hilfe bei der Restaurierung der Figur am Josefsbrunnen: Konrad Obermeier, der die Gewindestange neu eingoss. Und so konnte jetzt Vorstand Ludwig Kirchbichler zusammen mit Gindhart die 1974 von Lorenz Buchner geschnitzte Statue wieder anbringen.

Der vom Wallgauer Betonwerk Sprenger nach Entwürfen des Verschönerungsvereins errichtete Brunnen wurde 1980 feierlich eingeweiht. Er soll stets an das 100-jährige Jubiläum des um die Schönheit der Marktgemeinde bemühten Vereins erinnern und vor allem die jüngere Generation dazu anspornen, das Erbe der Väter zum Wohle der Heimat fortzusetzen.

Der Betontrog ersetzte damals den aus dem Jahre 1949 stammenden und stark beschädigten hölzernen Brunnen. Die ursprüngliche Figur wurde leider gestohlen, doch der begnadete Holzschnitzer Lorenz Buchner schuf 1974 einen neuen Heiligen Josef und Walter Habermann fertigte 1980 die Kupferüberdachung an. „Jetzt sind alle von uns betreuten Brunnen, Kreuze und Anlagen wieder in einem guten Zustand“, freute sich Ludwig Kirchbichler. So kann er bei der Hauptversammlung am Freitag, 21. April, sein Vorstandsamt mit gutem Gewissen seinem Nachfolger übergeben.

Neben der Lourdesgrotte, dem Kreuzweg auf den Kalvarienberg und der Pestkapelle sind vor allem die Brunnen Zeugnisse der Heimatgeschichte Peitings. Im Dorf versorgten früher die Brunnen der privaten Genossenschaften und die gefassten Quellen an der Peitnach die Einwohnerschaft und das Vieh mit Wasser. Zum Tränken wurde das Vieh in den Bach und an die Brunnentröge getrieben. Neben dem Josefsbrunnen erinnert noch heute der Georgsbrunnen an der Schongauer Straße an diese Zeit.

Der inzwischen künstlerisch gestaltete Marienbrunnen am Hauptplatz, ehemals auch „Platzbrunnen“ genannt, diente ebenfalls als Viehtränke. Bilder davon sind im Museum im Klösterle zu sehen. Aufgelassen wurde hingegen der Wendelinsbrunnen beim Feld meir, dessen Figur nun am Giebel des Anwesens Echtler („Zum Bicheler“) ziert. Öffentliche Brunnentröge standen ferner in der Müllerstraße (beim „Bodlschweizer“) und den „Häuseln“ an der Steingadener Straße.

Gerhard Heiß

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Beim Abbiegen entgegenkommendes Auto übersehen
Schon wieder hat es auf der B23 bei der Einfahrt zur Peitinger Umgehungsstraße gekracht: Drei Verletzte sind die Bilanz des Unfalls vom Sonntagabend.
Beim Abbiegen entgegenkommendes Auto übersehen
Wohnung für Goldstück gesucht
„Sie ist so eine Perle, wir fiebern alle mit und hoffen mit ihr, dass es ein gutes Ende nimmt.“ Plantsch-Chef Andreas Kosian spricht von Hope aus Uganda, Mitarbeiterin …
Wohnung für Goldstück gesucht
Schwanenfamilie hält Rottenbucher Feuerwehr in Atem
Eine Schwanenfamilie hat der Rottenbucher Feuerwehr in den vergangenen Tagen einige Arbeit beschert.
Schwanenfamilie hält Rottenbucher Feuerwehr in Atem
Türsteher geschlagen, Täter geflohen
Türsteher haben oft einen schlechten Ruf. Doch jetzt wurde ein 35-Jähriger in Schongau Opfer von Schlägen.
Türsteher geschlagen, Täter geflohen

Kommentare