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Der Marktsonntag im Juni in Verbindung mit dem Schmankerlfest war gut besucht.

Gemeinderat Peiting

Peiting macht Rolle rückwärts bei Marktsonntags-Regel

Kommando zurück: Erst vor drei Jahren wurde vom Gemeinderat beschlossen, die Marktsonntage von drei auf zwei zu reduzieren. Auf Wunsch der Geschäftsleute soll jetzt die alte Regelung wieder greifen.

Peiting „Manchmal zeigt halt erst die Erfahrung, was besser ist“, sagte Kämmerer Christian Hollrieder. Nachdem die alten Marktsonntage am dritten Sonntag im März, am dritten Sonntag im Juli und am zweiten Sonntag im November im Jahr 2014 zugunsten von zwei Markttagen am Fronleichnams-Wochendende im Juni sowie am ersten Sonntag im Oktober und der Möglichkeit von verkaufsoffenen Sonntagen am Palmsonntag und zum Weihnachtsmarkt geändert worden waren, soll jetzt die alte Regelung zurückkommen.

Anlass war eine Umfrage der Gemeinde bei den Gewerbetreibenden. Da der Gewerbeverband seit zwei Jahren keinen Vorstand mehr hat, bemühte sich die Gemeinde, sprich zweiter Bürgermeister Franz Seidel und Christian Hollrieder, in Gesprächsrunden mit Industrie, Dienstleistern, Handwerk, Gastronomie und Handel, das Gewerbe zu aktivieren. Dabei wurde bei den Händlern im Ortskern der Wunsch laut, die alte Marktsonntag-Regelung wiederzubeleben.

35 von 54 Einzelhändlern am Ort beteiligten sich an der Umfrage. 19 davon nehmen grundsätzlich nicht an Marktsonntagen teil, von den restlichen 16 wünschten bis auf zwei die Rückkehr zur alten Regelung, hat Hollrieder in Erfahrung gebracht. Nachdem die Marktsonntage auch wegen Absagen der Fieranten geändert worden waren, wurden auch diese befragt. Hier beteiligten sich 12 von 28 Stammfieranten an der Umfrage. Acht davon würden zu den Märkten kommen, egal, ob sie zwei oder drei Mal im Jahr stattfinden, drei können nur zwei Märkte beschicken, und ein Fierant kommt nur, wenn es wieder die alte Termin-Regelung gibt.

„Ich bin schon ein bisserl erstaunt. Vor drei Jahren hat uns der Gewerbevorstand die jetzige Lösung schmackhaft gemacht“, ärgerte sich Herbert Salzmann. „Ich wünsche mir, dass dieser Vorschlag von einem gewählten Gewerbetreibenden kommt. Vorher kann ich nicht zustimmen.“ Hermann Mödl hieb in die gleiche Kerbe: „Es ist keiner da von diesen Herren. Jeder kocht seine eigene Suppe. Die Gewerbetreibenden müssen an einem Strang ziehen!“

Michael Deibler war sich sicher, dass es keinen Vorstand mehr für den Gewerbeverband geben wird. Sein Vorschlag: Ein Förderverein. „Dann kann sich auch jemand engagieren, der keinen Laden hat“, so Deibler. Franz Seidel sah den Fehler dagegen in der damaligen Befragung der Vorstandschaft. „Durch die Umfrage haben wir jetzt die große Mehrheit unter einen Hut gebracht. Jetzt sollten alle aus solidarischen Gründen bei solchen Aktionen auch solidarisch mitmachen“, war seine Meinung.

Christian Lory meinte lapidar: „Wenn die Gewerbetreibenden sich nicht einig sind, können wir auch nicht zur Lösung beitragen.“ Peter Ostenrieder warnte davor, als Gemeinderat Aktionen zu kreieren, die das Gewerbe machen sollte. „Unser Ziel sollte sein, optimale Rahmenbedingungen zu schaffen“, betonte er. Peter Gast, auch Organisator beim Bürgerfest äußerte dagegen großes Interesse an der alten Regelung, da der dritte Marktsonntag im Juli in Verbindung mit dem Bürgerfest mehr Besucher anlocken könnte. „Je mehr Leute, desto schöner wird es“, so auch Alex Zila.

Das genau ist der Knackpunkt. Grundsätzlich ist wohl zu überlegen, Attraktionen zu finden, um ein breiteres Publikum zu erreichen. Gerhard Heiß erinnerte an die Guinness-Girlande. Letztendlich wurde der Satzungsänderung zugunsten der alten Termine zugestimmt. Wenn die Genehmigung durch das Landratsamt durch ist, kann die neue alte Regelung im September endgültig beschlossen werden.

Ursula Fröhlich

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