Auf diesem Gelände am Zeißlerweg soll der Baumarkt entstehen. Dafür muss zuerst die Straße ausgebaut werden.
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Auf diesem Gelände am Zeißlerweg soll der Baumarkt entstehen. Dafür muss zuerst die Straße ausgebaut werden.

Aktuell bereitet die Verwaltung die Ausschreibung für die Baumaßnahme vor

Granit und Betonsteine für den Zeißlerweg in Peiting

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Am Zeißlerweg in Peiting soll bekanntlich ein neuer V-Baumarkt entstehen. Doch noch ist die Straße im Gewerbegebiet nicht ausgebaut. Das soll sich schon bald ändern. Aktuell bereitet die Verwaltung die Ausschreibung für die Baumaßnahme vor. Im Gemeinderat ging es jetzt um die Wahl des Materials.

Peiting – Erst jüngst hatte sich das Gremium mit der Frage befasst, ob künftig bei Straßenbaumaßnahmen aus Klimaschutzgründen auf den Einsatz von Granit aus Fernost verzichtet werden sollte. Dies war der Antrag von Alfred Jocher gewesen, doch er wurde damals abgelehnt.

Das Vergaberecht lasse eine solche Einschränkung nicht zu, hieß es zur Begründung. Beschlossen wurde jedoch, dass der Gemeinderat künftig bei Bauprojekten entscheiden sollte, ob Granit oder Betonsteine verwendet werden sollten (wir berichteten).

Probleme fürs Räumfahrzeug

Diese Entscheidung stand nun beim Ausbau des Zeißlerwegs zum ersten Mal an – allerdings mit einer Einschränkung. Weil die Asphaltfeinschicht erst aufgebracht werden soll, wenn der Neubau des geplanten Baumarkts steht, riet das Bauamt dazu, den Rinnenstein auf jeden Fall aus Granit auszuführen.

Denn dieser stehe ohne die Feinschicht vier Zentimeter hervor, wodurch es vorkommen könne, dass die Räumfahrzeuge im Winter dagegenstießen, erläuterte Marktbaumeister Fabian Kreitl. „Da ist Granit einfach unempfindlicher als Beton.“ Bei den Hoch- und Niederborden gebe es das Problem nicht, diese könnten ohne Probleme in Beton ausgeführt werden.

Für Alfred Jocher stellte sich die Frage, weshalb man überhaupt eine Rinne brauche. An anderen Stellen, etwa der Füssener Straße, habe man doch auch keine, sagte der Rat. Dies komme immer auf das Profil der Straße an, sagte Kreitl. Er riet davon ab, auf eine Rinne zu verzichten. Nur so ließe sich Wasser kontrolliert zu den Gullys leiten.

Einstimmiges Ergebnis

Eine ganz andere Frage stellte sich Thomas Elste (Grüne). Nämlich, wieso denn die Straße schon vor der zu erwartenden großen Baustelle für den Bau des Baumarkts ausgebaut werden solle. Dafür hatte Kreitl allerdings eine einfache Erklärung parat. Für den Wasseranschluss des Neubaus müsse die Straße ohnehin aufgerissen werden. Zudem mache es keinen Sinn, erst die Fertigstellung des Baumarkts abzuwarten und dann die Straße zu sanieren, wenn der Verkehr bereits rolle.

Christian Lory (Unabhängige) indes wollte wissen, ob der Ausbau der Straße nur wegen des Großprojekts erfolge. Doch das konnte Bürgermeister Peter Ostenrieder verneinen. „Die Straße wäre so oder so ausgebaut worden, sie ist ja von den Anliegern auch bezahlt worden.“

Einstimmig segnete das Gremium den Materialvorschlag der Verwaltung ab.

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