Seinen 90. Geburtstag hat Thomas Huber gefeiert. Gratuliert hat auch Peitings zweiter Bürgermeister Gunnar Prielmeier.
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Seinen 90. Geburtstag hat Thomas Huber gefeiert. Gratuliert hat auch Peitings zweiter Bürgermeister Gunnar Prielmeier.

Thomas Huber hat in Peiting 90. Geburtstag gefeiert – Auf ihn war immer Verlass

Gratulation an „Fips“

Seinen Sport, die Bergkameradschaft und die Heimat liebt der „Fips“ über alles. Wenn wie kürzlich bei der Bergmesse auf dem Bühlach in der Abendsonne die Peitinger Bläser aufspielen, blüht das Herz von Thomas Huber auf. Er genießt dabei den Rundblick über Peiting und das Alpenpanorama. Mit den Bergen ist er seit seiner Kindheit verbunden, die Liebe zur Natur gab er auch seinen Kindern Konrad und Ulrike sowie den Enkeln Felix und Fabian weiter.

Peiting - Jetzt freuten sich neben der Familie alle Freunde und Nachbarn darüber, dass Thomas Huber gut erholt nach einem schweren Schlaganfall seinen 90. Geburtstag in „alter geistiger Frische“ gefeiert hat.

Einziger Wermutstropfen, dass seine Agi, die er am 3. August 1957 vor den Traualtar führte, heute im Pflegeheim betreut werden muss. Geblieben ist die Freundschaft zu Helga Häringer, die der Familie helfend zur Hand geht. Wie ja auch Thomas Huber zeitlebens da war, wenn seine Hilfe gefragt war.

Als Peitings zweiter Bürgermeister Gunnar Prielmeier die Glückwünsche der Marktgemeinde überbringt, sprudeln beim „Hoagart“ die Erinnerungen von Huber geradezu heraus. Mit Prielmeiers Vater Gustl, der 2018 verstarb, war Huber freundschaftlich verbunden. Als hätten die Wettbewerbe erst gestern stattgefunden, so lebendig schildert der Jubilar die leichtathletischen und skifahrerischen Veranstaltungen. Dabei war sein Sieg bei der Peitinger Meisterschaft im Dreikampf (Weitsprung, Kugelstoßen und 100-Meter-Lauf) bereits 1953, und im darauffolgenden Winter wurde er zudem noch Peitinger Meister im Skilauf.

Dass man damals zu den auswärtigen Wettbewerben mit dem Radl hingefahren ist, war selbstverständlich wie beispielsweise zum Bromberg bei Bad Tölz. Ebenso zum Bergsteigen, vor allem ins Kenzengebiet, der zweiten Heimat Hubers.

Im Gespräch mit Gunnar Prielmeier werden Erinnerungen an die legendären Herbstkampfspiele ebenso wach wie ans alte Peitinger Moorschwimmbad. Auch an die Arbeit im Bergbau kann sich Thomas Huber noch gut erinnern. Nach der Schließung 1968 verdiente er sein Brot in der Papierfabrik in Schongau.

Auf ihn war immer Verlass: Sei es bei der Holzaktion 1954 am Schnaidberg, um die Skiabfahrt naturschonend auszubauen, oder auch bei der Rumänienhilfe, bei der er in den 1990er Jahren zweimal mit dabei war. Ehrensache seine Hilfe bei der Restaurierung des Kreuzes am Sonnenbichl.

„Wenn sich einige zusammentun, kann man viel machen“, appelliert der Jubilar an die junge Rentnergeneration. Er selbst lieferte dazu den besten Beweis bei der Neuerrichtung zweier durch Unwetter zerstörter Stege über den Schwarzlaichbach von Hausen und der Sandgrube zum Grabhof in den Jahren 2013 und 2014.

Die Gemeinde hätte damals das Projekt in dem feuchten, für schwere Maschinen unzugänglichen Gelände, nicht stemmen können. Kurzentschlossen organisierte Huber eine Rentnercrew, die mit Kreativität und Muskelkraft anpackte. „Das ersparte der Gemeinde über 25 000 Euro“, blickt Altbürgermeister Michael Asam dankbar zurück.

Mit Gottvertrauen blickt Thomas Huber heute in die Zukunft, und die Peitinger Heimatfreunde hoffen, dass er noch lange „von den alten Zeiten“ in seiner humorvollen Art erzählen kann.

GERHARD HEISS

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